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Offener Brief: Vorstand der SolarConsult AG zum Entwurf der EEG-Novelle 2012

photovoltaik-guide.de / Michael Ziegler |Montag, 27. Februar 2012

(11 Stimmen)

Freiberg, 27. Februar 2012, Der Vorstand der SolarConsult AG, Ralf Kleinknecht, wendet sich mit einem offenen Brief an alle Mitglieder des Bundestags zum Entwurf der EEG-Novelle 2012. Kleinknecht sieht mit der geplanten Solarkürzungdie Existenzen der Solarunternehmen bedroht.

Sehr geehrte Frau Abgeordnete, sehr geehrter Herr Abgeordneter,

auch Sie werden im kommenden März als Mitglied des Bundestages aufgefordert sein, über den von BMWi Rösler und BMU Röttgen am 23.02.2012 bekannt gegebenen Entwurf zur Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) abzustimmen. Hierzu möchten wir Sie bitten, sich über die folgenden Argumente aus Sicht der betroffenen Mitarbeiter und Unternehmer der Solarbranche als auch aller Stromkunden, dem Bürger in unserem Land Kenntnis zu verschaffen:

Stellen Sie sich vor, Sie würden in der Fotovoltaikbranche arbeiten, es ist Ende Februar, Sie haben in etwa 1,5 Monate Auftragsvorlauf und auch ein entsprechendes Volumen an Fotovoltaikanlagen-Komponenten bei Ihren Zulieferern bestellt. Dann wird Ihnen unterbreitet, dass die Geschäftsbasis für Sie, wie auch für Ihre Kunden innerhalb von nur 2 Wochen grundlegend verändert wird, dem Kunden also die Basis für seine Kaufentscheidung und Finanzierungsgrundlagen entzogen, sowie Ihnen als Unternehmer die Entscheidung, Anlagenkomponenten zu bestellen ad absurdum geführt. Es bliebe Ihnen trotz aller Handlungsschnelligkeit praktisch keine Möglichkeit auf die geänderten Rahmenvorgaben zu reagieren, Ihre unternehmerische Zukunft und Ihre in 10 Jahren aufgebauten Arbeitsplätze sind schlagartig gefährdet, da ein rentabler Fortgang Ihrer Firma noch gar nicht abzusehen ist.

Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, werden Sie im März dann aufgefordert sein, gleich noch einem ermächtigungsgesetzähnlichen Erlass mit der Bezeichnung "Verordnungsermächtigung" zustimmen, der es für ein Unternehmen, das sich am deutschen Markt betätigt gänzlich unmöglich macht, die Zukunft seines Wirtschaftens vorherzusehen oder gar zu planen. Somit würden Sie den Umweltminister ermächtigen, unabhängig von jeglicher parlamentarischer Beteiligung wann und wie er will, die Rahmenbedingungen des EEG nach Gutsherrenart zu ändern. Dabei dann noch zu behaupten, dass diese Maßnahmen für klare Investitionsbedingungen sorgen würde ist perfide und entbehrt schlichtweg jeglicher Grundlage, genau das Gegenteil ist hier der Fall, was zu einer massiven Bedrohung von Arbeitsplätzen in einer Zukunftsbranche führen wird.

Immer wieder wird gebetsmühlenhaft auf die hohen Kosten der Fotovoltaik hingewiesen, was bezogen auf die Vergangenheit ja auch gar nicht falsch ist. Aber genau deshalb wurde von der deutschen Regierung ein weltweit mustergültiges Gesetz in Form des EEG erlassen, damit dieser neuen und sehr umweltfreundlichen Technologie dazu verholfen wurde, zum bezahlbaren Serienprodukt und echten Alternative zu fossilen Energieträgern oder gefährlichen Technologien zu werden. Dies wurde nun mittels des EEG, welches im Übrigen weltweit über 50 mal von anderen Staaten kopiert wurde, bislang auch hervorragend erreicht, so konnten die Kosten für Solarstrom innerhalb weniger Jahre mehr als halbiert werden, welcher andere Industriezweig kann solche Zahlen vorweisen? Mittlerweile liegt die Vergütung für Solarstrom bereits auf dem Niveau des Verkaufspreises an den Endverbraucher. Mit der nun vorgestellten Novelle jedoch würden die Entwicklungen und das KnowHow, das eben aus der Vergangenheit des EEG entstanden ist, vom Standort Deutschland vertrieben werden, andere Länder werden sich diesem großen Potential dankbar annehmen!

Warum nur haben die "Väter" dieser Vorlage vom 23.2.2012 es bislang versäumt, eine zu erwartende Ersparnis aus dieser EEG-Novelle zu kolportieren? Wohl deshalb, weil der Effekt für die Verbraucher nachweislich marginal bzw. überhaupt nicht spürbar sein wird, aber ging es denn je wirklich darum, Verbraucher zu entlasten?

Die Frage, wer von dieser Novelle am meisten profitiert muss in diesem Zusammenhang zwingend gestellt werden und dem geneigten Bürger, immerhin 80 % der Deutschen befürworten Solarstrom, werden da recht schnell 4 Großkonzerne einfallen, die den Markt für elektrische Energie bislang größtenteils unter sich aufgeteilt haben. Häufig in den vergangenen Tagen wurden wir mit der Vermutung konfrontiert, dass sich hier Mandatsträger für Lobbyarbeit haben instrumentalisieren lassen. Geht es in dieser Sache nicht eigentlich um die Frage, ob es in Deutschland eine dezentrale Energieerzeugung geben darf und somit um einen wirklich freien Energiemarkt? Der gern genannte Otto Normalverbraucher jedenfalls wird sich kein Windrad in einem Offshorepark leisten können, dies bliebe dann wieder Sache der genannten großen Vier.

Wird hier gar der, nach Fukushima beschlossene neuerliche Atomausstieg wieder scheibchenweise zurückgenommen, nur um dann behaupten zu können, dass die erneuerbaren Energien die fehlende Stromerzeugung ohne AKWs nicht kompensieren können? Wurde eigentlich schon einmal aufsummiert, was die deutsche Allgemeinheit bislang für die Erzeugung von Atomstrom aufzuwenden hatte und was in den kommenden Jahrhunderten noch an weiteren Kosten für Betrieb, Rückbau und Entsorgung dem Steuerzahler zugemutet wird? Alleine die Lohnkosten der Wachposten an einem vielleicht noch gefundenen Endlager für Atommüll übersteigen die ursprünglichen Anschubfinanzierungskosten der Fotovoltaik um ein vielfaches wenn man die Halbwertszeit des Mülls berücksichtigt!

Viele Bundesländer, Kreise und Kommunen speziell in Ostdeutschland haben regionale Fördermittel und Subventionen für die Entstehung einer zukunftsweisenden Industrie in unserem Land in Höhe von weit über 100 Mio. Euro zur Verfügung gestellt, auch diese Gelder der Allgemeinheit wären somit in dem, von den Herren Rösler und Röttgen geschaufelten Grab für die Fotovoltaikbranche Deutschlands unwiederbringlich versenkt.

Wir gehen davon aus, dass Sie sich zu diesem Thema Ihr eigenes Bild machen, an die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer denken, wie auch das Meinungsbild derer, die Ihnen mit ihrer Stimme in Ihrem Wahlkreis zu diesem Mandat verholfen haben. Somit kann Ihre Entscheidung logischer Weise nur unabhängig von koalitionären Zwängen getroffen werden und sich nur an der tatsächlichen Sachlage orientieren.

Wir appellieren an Ihre Gewissen und vertrauen auf Ihre Vernunft und den Wortlaut Ihres Amtsschwures und danken Ihnen für die richtige Entscheidung.

Inzwischen hat der Ralf Kleinknecht, Vorstand der SolarConsult AG, Antwort auf seinen offenen Brief von einem Bundestagsabgeordneten erhalten.

 

Vielen Dank für Ihre Email zur geplanten Kürzung der Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen, die mich als für Freiberg zuständigen Abgeordneten über meine Kollegin Ursula von der Leyen erreicht hat. Gerne gehe ich darauf ein. Ich beginne mit Ihrer Frage nach einer scheibchenweisen Rücknahme des Atomausstieges. Davon kann keine Rede sein und einen Schritt zurück zur Kernkraft wird es mit Sicherheit nicht geben. Es geht vielmehr darum, den Strommix auf eine gerechte Basis zu stellen und nicht einen Bereich mit dauerhaften Subventionen zu finanzieren. Dieser Fehler wurde in der Vergangenheit bei der Kohle und auch bei der Atomkraft begangen.

Fakt ist, dass meine Fraktion die Bundesregierung aufgefordert hat, Vorschläge vorzulegen, wie das im Energiekonzept geplante Ausbauziel erreicht werden kann und dabei eine Kostenexplosion vermieden wird.

Die Photovoltaik ist nach wie vor die teuerste und ineffizienteste Form, erneuerbaren Strom zu erzeugen. So nahm die Photovoltaik bereits 2010 rund 38 Prozent des EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) Vergütungsvolumens, also über 8 Milliarden Euro in Anspruch, hatte aber lediglich einen Anteil von rund drei Prozent am Strommix!

Der Rekordzubau an Photovoltaik-Anlagen im vergangenen Jahr macht ein politisches Nachsteuern zwingend erforderlich. Nur so ist es möglich, die Kosten für die EEG-Umlage, die jeder Stromkunde zu tragen hat, im Bereich von 3,5 Cent pro Kilowattstunde zu halten.

Trotz der beabsichtigten Kürzung der Bundesregierung, werden die Stromkunden im nicht gerade von der Sonne verwöhnten Deutschland über die Stromrechnung weiterhin mit Milliardenbeträgen den Bau von Photovoltaikanlagen und zudem in Fernost und besonders in China Arbeitsplätze zur Produktion von Solarzellen subventionieren. Für jede installierte Anlage ist auf 20 Jahre eine großzügige Vergütung garantiert. Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass die Rendite einer Dachanlage infolge der Kürzungen zwar selbstverständlich sinkt, die Anlagen aber dennoch nach wie vor rentabel bleiben. Negativ wird die Rendite allerdings nur, wenn eine teure Anlage dort installiert wird, wo aufgrund der geographischen Lage oder der Ausrichtung des Dachs eine besonders niedrige Stromausbeute erzielt wird.

Wir haben uns auf einige Änderungen gegenüber dem Kabinettsentwurf verständigt, so wurde zum Beispiel das Inkrafttreten der Absenkung für PV-Dachanlagen vom 9. März 2012 auf den 1. April 2012 verschoben. Bis zu diesem Datum gilt der bisherige, weite Inbetriebnahmebegriff (kaufmännische Inbetriebnahme).

Insgesamt sehe ich vor dem Hintergrund eines ausgewogenen und finanzierbaren Strommixes die geplante Änderung der Einspeisevergütung als richtigen Weg an und werde dem Gesetz auch in dieser Form zustimmen.

 

Der Vorstand der SolarConsult AG Ralf Kleinknecht ließ es sich nicht nehmen, auf das Schreiben des Bundestagsabgeordneten zu antworten:

 

Zuerst einmal möchte ich mich dafür bedanken, dass sich wenigstens einer der vielen Adressaten meines Schreibens die Mühe macht, wenn auch indirekt, mir zu antworten.

Gerne gehe ich auf die von Ihnen ins Feld geführten Argumente für die geplante Ausbremsung unserer Branche ein und hoffe dabei auf Ihr offenes Ohr unabhängig vom koalitionären Meinungsbild und somit Ihren neutralen Blick auf die Faktenklage.

Von einem dauerhaften Subventionsbedarf kann hier keine Rede sein, zeigen Sie mir bitte eine Energietechnologie, die ohne Anschubfinanzierung wettbewerbsfähig werden konnte. Solarstrom ist für die Energiewende unverzichtbar und wird laufend günstiger. Tatsächlich ist Solarstrom momentan noch teurer als Strom aus Wind- oder Wasserkraft. Es werden für die angestrebte Energiewende aber alle erneuerbaren Energien benötigt, denn nur im Verbund können sich Windkraft, Photovoltaik, Bioenergie und Wasserkraft mit ihren unterschiedlichen Stärken optimal ergänzen. Hinzu kommt, dass die Photovoltaik aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften auf lange Sicht ein nahezu unbegrenztes Potenzial zur Stromerzeugung hat: Solaranlagen funktionieren an nahezu jedem Standort, kommen ohne bewegliche Teile aus und lassen sich in fast jeder beliebigen Größe realisieren. Der dritte Punkt betrifft die Kosten: Zwar ist die Vergütung des Solarstroms noch höher als die der anderen erneuerbaren Energien. Die Kosten in der Solartechnikbranche und in der Folge die Einspeisevergütungen für neue Anlagen sinken jedoch weiter ab, und das ohne eine zusätzliche EEG Novelle. Solaranlagen sind seit 2006 um mehr als 58 Prozent im Preis gesunken und werden langfristig vermutlich die günstigste Form der Stromerzeugung darstellen.

Es dürfte auch Ihnen klar sein, dass die Kosten der bislang über das EEG erfolgten Anschubfinanzierung Bestandsschutz genießen und sich auch durch jedwede Änderung des EEG heute nicht mehr ändern lassen. Zwischenzeitlich liegt die Einspeisevergütung bereits auf dem Niveau des Steckdosenstroms und belastet nunmehr auch nur noch marginal die Stromkunden. Diese Belastung wäre auch noch weit geringer, wenn nicht alle energieintensiven Industrien von ihrem Beitrag am Atomausstieg befreit worden wären. Es verwundert schon, dass dem geneigten Stromkunden nie auch nur eine Planzahl genannt wurde, die dessen Ersparnis durch die 2. EEG-Novelle innerhalb von 4 Monaten beziffert. Ergänzend hierzu verweise ich auf einen Beitrag des ARD vom 02.02.2012, der die Zusammensetzung der jüngsten Strompreissteigerung ermittelt und darlegt, hier der entsprechende Link dazu:

Zusammensetzung Strompreissteigerung

Weiterhin verwundert, dass das von Ihrer Bundesregierung vorgegebene Ziel eines Zubaus von 54 GW Solarstromleistung bis ins Jahr 2020 erreicht werden soll, wenn wir momentan bei 24 GW liegen und zukünftig pro Jahr nur noch 1 GW neu dazu kommen soll. Somit geben Sie doch Ihre eigenen Ziele in Verbindung mit dem Atomausstieg auf, soviel zum Thema scheibchenweiser Ausstieg. Statt dessen soll dann womöglich der Zubau an Offshore-Windparks gesteigert werden, obwohl diese bereits jetzt kostenseits von der Photovoltaik überholt worden sind unter Einbezug der horrenden Netzausbaukosten für diese Technologie. Aber dies ist dann ja wieder das Geschäft der großen Energieversorger, die dürfen und sollen ja am Stromkunden verdienen, wenn dies "Otto Normalverbraucher" macht, dann wird das als unlauter dargestellt.

Wenn Sie tatsächlich noch heute der Meinung sind, dass sich Solarstromanlagen hierzulande einstrahlungsbedingt nicht richtig lohnen, so lade ich Sie gerne ein, sich in unserem Hause vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Wir haben mittlerweile 3.000 PV Anlagen gebaut, überwiegend auf Ein-Zweifamilienhäuser. Diese Anlagen haben zusammengerechnet rund 25.000.000 kWh Strom im Jahr 2011 produziert, soviel wie etwa unserer Stadt Freiberg im Jahr 2011 mit all ihren Einwohner verbraucht hat! Das sind 25.000.000 kWh welche die SÜWAG und die ENBW nicht verkaufen konnte, genau das ist das Problem, Ihres auch? Diese 25.000.000 kWh wurden vor Ort verbraucht! Es ist eine physikalische Grundlage, dass der Strom immer zum nächsten Verbraucher fließt. Sollten Sie zum Bsp. auf Ihrem Haus eine PV Anlage betreiben die tagsüber mehr Strom produziert als Sie im Moment verbrauchen, dann fließt Ihr Strom zum direkten oder übernächsten Nachbar, spätestens dann wenn dort eine Fabrik mit entsprechendem Strombedarf betrieben wird, ist Ihr Strom verbraucht. Aus dieser simplen und auch für Nichtfachleute nachvollziehbaren physikalischen Grundlage heraus muss jedem doch klar werden, dass man folglich keinen Netzausbau für Solarstrom benötigt.

Ich gebe Ihnen recht, dass insbesondere im Modulbereich zwischenzeitlich ein erheblicher Teil des Zubaus über Module "Made in Fernost" stattfindet. Dies wurde nicht zuletzt durch die über das EEG angesetzte Preisschraube stark begünstigt, aber die Politik war andererseits auch nicht bereit, Maßnahmen wie sie beispielsweise die Italiener getroffen haben, über eine höhere Förderung von Anlagen "Made in EU" auch in Deutschland festzulegen. Dies hätte anscheinend nicht zu unserer ansonsten so stark exportorientierten Wirtschaft gepasst. Weiterhin dürfte Ihnen auch bekannt sein, dass ein Großteil der fernöstlichen Produktion auf deutschen Maschinen stattfindet und dass dadurch unser deutscher Maschinenbau gute Geschäfte gemacht hat und weiterhin macht. Weiterhin stammen die restlichen Bestandteile einer Photovoltaikanlage größtenteils aus Deutschland oder der EU und der Anteil der Module am Gesamtpreis einer PV-Anlage ist massiv auf ca. 30% gesunken. Ein sehr großer Teil der, in der Photovoltaikbranche geschaffenen Arbeitsplätze ist im Handel und in der handwerklichen Dienstleistung angesiedelt, ganz unabhängig davon, woher die Module letztlich stammen, aber das EEG bestimmt die Marktfähigkeit des Modulpreises und Sie können doch nicht ernsthaft erwarten, dass sich mögliche Investoren zukünftig damit zufrieden geben, wenn sich eine neu installierte Anlage erst in 15 oder noch mehr Jahren amortisiert hat. Die von Ihnen geplanten Maßnahmen werden aber genau dazu führen, daran kann eine kleine Fristverlängerung bis zum 1. April nicht wirklich etwas ändern.

Wie sollen wir denn zukünftig unser Gewerbe planen, wenn mit Ihrem Entwurf Minister ermächtigt werden kurzfristig und jederzeit die Marktparameter zu verändern, ohne Rücksicht auf Planungs- und Bauzeiten? Alleine dieser Teil Ihrer Novelle nimmt uns doch jegliche Planungssicherheit für die Zukunft und kann deshalb nur dazu führen, dass sicherlich kein Personal mehr zugebaut wird, sondern im Gegenteil abgebaut wird, denn die Fixkosten (Kündigungsschutz) dafür lassen sich nach deutschem Recht nicht so schnell anpassen.

Erstaunlicherweise ist seit dem Zeitpunkt, zu dem Herr Rösler unserer Branche den "Krieg" erklärt hat, plötzlich nichts mehr von drohenden Schadensersatzforderungen der großen Energiekonzerne wie RWE oder ENBW zu hören, die diese Aufgrund des Atomausstiegs an dieses Land stellen wollten. Dies gibt Anlass zur Vermutung, dass die mit der Photovoltaik verbundene dezentrale Energieversorgung nun einem "Kuhhandel" zum Opfer fällt, der die Macht des deutschen Energieoligopols wieder stärken soll. Dies hieße doch aber im Klartext, dass der Bürger, hier als Stromverbraucher, für die Fehlentscheidung Ihrer Regierungskoalition, die Atomlaufzeiten zu verlängern, nun die Zeche zu zahlen hätte. Wissen das Ihre Wähler? Ich bin mir mit allen Kollegen und Fachleuten unserer Branche einig, dass die radikale EEG Änderung in 2012, welche meiner Meinung nach zu 100% durch das Oligopol angestoßen und gesteuert wird, keinesfalls zu einem günstigeren Strompreis führen wird. Das Gegenteil wird eintreten, die Strompreise werden steigen, wenn nicht sogar explodieren, da durch solche Maßnahmen nur die Macht der Energiekonzerne gestärkt wird. Lediglich die Begründung für die Preiserhöhungen des Oligopols werden künftig anders aussehen, man wird sich einen neuen Sündenbock suchen müssen da die PV ja dann nicht mehr herhalten kann.

Wie sich Entscheidungen über die Köpfe der Betroffenen hinweg auswirken können, sollte spätestens seit Stuttgart 21 jedem Politiker doch eigentlich klar sein. Unsere Branche hat eine breite Rückendeckung in der deutschen Bevölkerung und hasst es ständig von gierigen und machtbesessenen Energieversorgern veräppelt zu werden. Sie sprachen selbst von den Fehlern, die bei Kohle und auch bei der Atomkraft gemacht wurden, im Moment sind Sie dabei, einen weiteren zu begehen, welcher mit Sicherheit von der Wählerschaft auch als solcher wahrgenommen werden wird, oder glauben Sie wirklich, dass die ständige Wiederholung längst widerlegter und überholter Argumente heutzutage ausreicht, die Volksseele zu beruhigen?

Ihre Partei, zusammen mit dem längst in der politischen Bedeutungslosigkeit verschwundenen gelben Anhängsel macht aktuell einen riesigen Fehler. Sie Setzen 100.000 Arbeitsplätze fahrlässig aufs Spiel!

Ich kann Ihnen nur empfehlen, sich noch einmal in aller Ruhe zu überlegen, was Sie da gerade unserer Zukunftsbranche und unseren Nachfahren antun wollen. Ich weiß nicht ob Sie Kinder haben, ich habe welche und mir ist die Zukunft nicht egal ! Es ist nicht eine Frage ob das nächste AKW hochgeht, allenfalls eine Frage wann! Wollen Sie persönlich den Kopf dafür hinhalten wenn dann mehrere 100.000 Bürger (auch Ihre Wähler) Ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen wenn nicht mal eine Versicherungsgesellschaft bereit ist die Risiken eines AKW Supergaus ansatzweise abzusichern ? Lediglich mit einem Rücktritt werden die Verantwortlichen dann sicher nicht mehr aus ihrer Verantwortung entlassen.

Machen Sie sich endlich selbst ein Bild und verschaffen Sie sich Kenntnisstand anstatt einseitig geprägte, vermittelte und längst überholte Behauptungen weiterzutragen. Die Bevölkerung ist nicht dumm, die Menschen wissen wer die Strippen zieht, lesen Sie diesen Link

Norbert Röttgen wollte alles hinwerfen!

Sie sind herzlich eingeladen hier vor Ort und im Beisein meiner Belegschaft sich ein Bild von der PV Branche und den Möglichkeiten zu machen welche die PV Technik heute bietet . Gerne führen wir mit Ihnen ein offenes Gespräch und diskutieren über alle Facetten der PV- und Energiebranche sofern Sie sich trauen und Interesse haben.

Quelle: Ralf Kleinknecht, Vorstand der SolarConsult AG

 

Kommentare 

 
0 #12 Wiener Schnitzel 2012-03-09 14:04
Zur Förderung der Atomkraft:
"Gesamtförderung bis heute – und in Zukunft:
Alle Posten zusammen ergeben einen Gesamtförderung sbetrag der Atomindustrie von 1950 bis
heute von über 200 Milliarden Euro. Und damit ist noch lange nicht Schluss. In Zukunft greift der
Staat und damit der Steuerzahler den Atomkonzernen noch einmal mit geschätzten 100 Milliarden
Euro an Förderungsgelde rn unter die Arme – die geplante Laufzeitverläng erung der schwarz-gelben
Bundesregierung noch nicht mitberechnet."
Quelle: http://www.wdr.de/tv/quarks/global/pdf/Q_Asse.pdf
Seite 16 und 17
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0 #11 Wiener 2012-03-08 13:10
Hier werden falsche Behauptungen zu den Kosten der Endlagerung aufgestellt um eigene Subventionen einzufordern.


Das (@Schnitzel) ist mein Thema und darum habe ich hier gepostet.

Dies ist ein Kommentarteil zu diesem offenen Brief und kein offenes Diskussionsforu m Kernkraft in dem jeder Gish Gallop ausdiskutiert wird.
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0 #10 Wiener Schnitzel 2012-03-08 09:47
Unangenehmen Fragen auszuweichen ist auch keine Art eine Diskussion zu führen. Das ist ja ganz im politischen Stil ...
Das führt hier zu nix, lassen wir doch einfach die Leser entscheiden.
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0 #9 Wiener 2012-03-07 11:42
Hier werden falsche Behauptungen zu den Kosten der Endlagerung aufgestellt. Mit diesen unwahren Behauptungen als Argumentationsh ilfe werden dann Subventionen für die eigene Branche gefordert. Diese Vorgehensweise ist verheerend. Das ist unabhängig davon, wie man zur Solarförderung steht! Und leider ist dieser offene Brief damit diskreditiert!

Ich werde hier nicht in eine allgemeine Debatte pro oder contra Kernenergie einsteigen. Aber Ihre Kommentare (Schnitzel) verdeutlichen sehr gut, woran die Debatte krankt: Fachfragen werden zum Gesinnungstest.
Ich bin für eine korrekte Darstellung der Endlagerkosten? Da sollte ich mich schämen. Mindestens!
So irrational wird – begleitet von persönlichen Angriffen – auch von Ihnen diskutiert. Sie ersetzen sachliche Argumente durch vermeintliche moralische Gewissheiten.
Noch einmal: Wer mit den Endlagerkosten für die Subventionierun g der Solarenergie argumentiert, hat diese dann wenigstens auch korrekt darzustellen.
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0 #8 Wiener Schnitzel 2012-03-07 09:55
Sie halten sich ja offensichtlich für den Experten ...
Dann erklären Sie uns doch mal bitte warum es noch kein Endlager für den langlebigen und hochradioaktive n Abfall gibt? Konzepte entwickeln kann jeder. Glauben Sie ernsthaft, dass das Problem gelöst ist, wenn man einfach alles einbetoniert und verbuddelt? Glauben Sie, dass das ganze Atomprogramm bisher ohne Subventionen ausgekommen ist? Abgesehen davon ist der bisherige Schaden für Umwelt und Gesundheit durch Atomkraft überhaupt nicht mit Geld zu bezahlen.
Und wofür das ganze Risiko und der giftige Müll? Um Wasser zu erhitzen und mit dem Dampf eine Turbine anzutreiben. Ist das in Ihren Augen die Technik der Zukunft?
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0 #7 Wiener 2012-03-03 10:59
@Wiener Schnitzel

Schon so früh starten sie in der Diskussion mit einem ad-hominem? Schwach!

Ich habe die Endlagervorraus leisungsverordn ung genannt. Zu den Kosten empfehle ich die Seite des Bundesamtes für Strahlenschutz. Da können sie auch was über Endlagerkonzept e generell lernen.

Aber eigentlich sollte ich hier gar nicht als erster Quellen bringen müssen. Die Beweislast liegt bei denen, die mit den Kosten der Endlagerung Subventionen für ihre eigene Branche fordern.

Ihr Sprengstoffbeis piel ist natürlich Unfug. Welcher Sprengstoff wird in verschlossenen geologischen Endlagern gelagert?

Aber das interessiert Sie ja gar nicht. Schließlich sagen Sie es selber: "Abgesehen davon brauche ich keine Detailkenntiss".

Sie wollen sich nicht mit hässlichem Fachwissen abgeben und stellen lieber Spekulationen über Menschen mit einer anderen Meinung in den Raum. Was glauben Sie, damit erreichen zu können?
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0 #6 Wiener Schnitzel 2012-03-02 15:02
Sie sind nicht zufällig Politiker oder leiten ein Atomkraftwerk?

Sie haben selbst nicht eine einzige Quelle genannt ... also erzählen Sie mir nix von Detailkenntnis.

Abgesehen davon brauche ich keine Detailkenntiss, um zu wissen, dass Atomkraft schädlich für Umwelt und Gesundheit ist. Das macht die Lagerung natürlich teuer. Sprengstoff lagert man doch auch nicht unbewacht.

Wegen Schönrednern wir Ihnen haben wir die ganze Atomkraft-Schei.. doch nur am Hacken. Unfassbar ... Sie sollten sich schämen. Denken Sie doch mal an die Bevölkerung und nicht nur an sich selbst.
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0 #5 Wiener 2012-02-29 09:38
@Wiener Schnitzel

Ironie an!
Genau! Das sollte sich jedem erschließen! Somit ist die Notwendigkeit eines 1000-jaehrigen Wachdienstes bewiesen und alle veröffentlichte n Kostenrechnunge n irrelevant. Sie sind nicht nur widerlegt – es ist sogar überflüssig, sie zu lesen! Damit haben Sie die Diskussion gewonnen und müssen weder weiter nachdenken noch sich mit irgendwelchen fachlichen Details herumschlagen.
Ironie aus!

Gibt es noch mehr Themen, bei denen Sie mangelnde Detailkenntnis durch eine feste Meinung ausgleichen?
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0 #4 Wiener Schnitzel 2012-02-28 17:03
An Wiener:

Wir können den Atommüll ja gern bei Ihnen im Keller lagern oder im Garten vergraben, dann ist die Kostenfrage gelöst.

Das Atommüll, der tausende von Jahren vor sich hinstrahlt, höhere Kosten erzeugt, als eine Förderung die 40 Jahre andauert, das sollte sich jedem erschließen. Das brauch einem keiner vorrechnen. Aber ich kann es für Sie gern mathematisch aufbereiten: 10000 Jahre >> 40 Jahre

Am Ende zahlt der Steuerzahler die Zeche, das ist schon immer so gewesen. Sein Sie doch nicht naiv ...
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0 #3 Wiener 2012-02-28 10:11
Teil 3:
Vollends absurd ist das Argument mit den Wachkosten. Kein Konzept sieht die Notwendigkeit der Bewachung eines verschlossenen Endlagers in geologischen Formationen vor. Und in keinem Fall würde das Sinn machen. Wachkosten über Jahrhunderte werden schlicht nicht anfallen. Hier zeigt der Verfasser des offenen Briefes in besonderer Weise entweder eine absolute Unkenntnis - oder die Bereitschaft, zur Wahrheit ein eher taktisches Verhältnis einzunehmen.

Zusammengefasst : Subventionen für die eigene Branche werden mit dem Fingerzeig auf andere gerechtfertigt. Und zu diesem Zweck werden leicht recherchierbare Fakten bewusst oder aus Unkenntnis grob falsch dargestellt.
Was auch immer dieser Brief ist. Er ist keine sinnvolle Grundlage für eine Diskussion über die Solarförderung!
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