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Photovoltaik: Stellenabbau bei SolarWorld und Überproduktion in China

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Teurer Solarstrom? Kurzstudie belegt Gegenteil

photovoltaik-guide.de / Michael Ziegler |Dienstag, 31. Januar 2012

(6 Stimmen)

 

Berlin, 31. Januar 2012, Ein aktuelle Kurzstudie, die durch den Bundesverband Solarwirtschaft e.V. an das Instituts für ZukunftsEnergiesysteme in Auftrag gegeben wurde, bestätigt, dass Solarstrom die Durchschnittspreise an der EPEX-Strombörse um bis zu zehn Prozent, zur Mittagszeit sogar um bis zu 40 Prozent senken soll.

Demnach soll sich der Preissenkungseffekt für das Jahr 2011 auf 520 bis 840 Millionen Euro balufen. Die entspricht einer Preisminderung von vier bis sechs Euro pro Megawattstunde.

Warum der private Verbraucher keinen Nutzen davon hat

Die privaten Verbraucher hingegen spüren von den kostensenkenden Effekten nichts. Im Gegenteil: Für sie verteuert sich die EEG-Umlage, weil die Verbraucher für die Differenzkosten zwischen billigem Peak-Strom und garantierter Einspeisevergütung aufkommen müssen. Würde man die preissenkende Wirkung der Photovoltaik hingegen bei der Berechnung der EEG-Umlage berücksichtigen, entspräche dies einer Entlastung der Verbraucher-Stromtarife in Höhe von rund 0,15 Cent pro Kilowattstunde.

Geschäftsführer Carsten Körnig vom BSW-Solar: "Es wird viel über die Kosten des Solarstroms geredet. Die IZES-Studie zeigt, dass Solarstrom bereits heute auch entlastende Preiseffekte hat.“
 
Grund für den Preissenkungs-Effekt: Solarstrom wird zu Spitzen-Nachfragezeiten erzeugt – tagsüber, wenn Strom an der Börse am teuersten ist. Die IZES-Studie belegt, dass mit dem wachsenden Zubau an Solarstrom die Preise für sogenannten Peak-Strom (Peak = Spitze) in den Jahren 2007 bis 2011 kontinuierlich gesunken sind. Peak-Strom wird im Spothandel an der EPEX-Börse gehandelt, in der Zeit von 8.00 bis 20.00 Uhr. Der Spothandel setzt den Preis für den gesamten Stromhandel in Deutschland, also auch für den Terminmarkt und OTC („Over the counter“)-Geschäfte.
 
Der preissenkende Effekt kommt derzeit vor allem Großhändlern und Großver-brauchern zugute, die ihren Strom am Spotmarkt beziehen. Für die stromintensive Industrie entsteht somit durch den Solarstrom eine lukrative Win-Win-Situation. Zum einen profitiert sie von den günstigen Einkaufspreisen an der Strombörse, zum anderen wird sie größtenteils von der Zahlung der EEG-Umlage befreit.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

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Kommentare 

 
0 #5 Thomas Bernert 2012-01-31 17:07
Hallo "Solar"

Findest du? Wo denn? Wo ist der Bundesverband präsent? Körnig konnte bei den ersten harten Gesprächen mit der Regierung vor ein paar Jahren nicht mal im Ansatz die Kürzung der Einspeisevergüt ung verhindern. Stattdessen kam nur heiße Luft. Warum glaubst du, hat Körnig einen weiteren Geschäftsführer als Kollegen?

Gruß, Thomas
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0 #4 Solar 2012-01-31 17:00
Nun redet mal nicht so negativ über den BSW. Der tut doch schon sein bestes.
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0 #3 Matthias L. 2012-01-31 16:35
Wir haben im letzten Monat unsere Mitgliedschaft gekündigt. Wir haben bis heute noch keinen Vorteil bei einer Mitgliedschaft erkennen können.
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0 #2 Siglinde 2012-01-31 16:20
Hallo Thomas,

da muss ich dir zustimmen. Wir als Solarunternehme n fühlen uns schon lange nicht mehr vom Bundesverband Solarwirtschaft vertreten. Wir spielen mit dem Gedanken dort unsere Mitgliedschaft zu beenden. Im Moment ist es reine Geldverschwendu ng. Sieh dir doch nur mal andere Verbände an, die tun etwas für ihre Mitglieder.

Bis bald, Siggi
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0 #1 Thomas Bernert 2012-01-31 16:16
Auch wenn ich gegen Atomstrom und für erneuerbare Energien bin fällt es mir persönlich immer schwerer, dem Bundesverband Solarwirtschaft noch irgendetwas zu glauben. Wieso kommen die immer erst mit Studien die das Gegenteil von irgendetwas belegen, wenn das jeweilige Thema gerade im Gespräch ist. Als Branchenverband und Lobbyist muss so etwas in der Schublade liegen.

Als Solarverband hat der BSW-Solar aus meiner Sicht auf voller Linie versagt.
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