Gehälter in der Solarbranche: Wie erfolgsversprechend sind variable Entgeltbestandteile überhaupt?Triefenstein, 21. Mai 2013, Wie aus den aktuellen Daten der Gehaltsstudie des Unternehmens PhotovoltaikZentrum - Michael Ziegler hervorgeht, gehen immer mehr Solarunternehmen über auf variable Entgeltbestandteile. Machte das Grundgehalt eines ... Marktentwicklung | Dienstag, 21 Mai 2013 | Kommentare Vollständigen Artikel lesen |
Neue Photovoltaikstudie: Die bekanntesten Wechselrichterhersteller DeutschlandsTriefenstein, 02. Mai 2013, Die populärsten Wechselrichterhersteller in Deutschland sind laut einer aktuellen Studie des Marktforschers PhotovoltaikZentrum – Michael Ziegler die SMA Solar Technology AG, die Fronius International GmbH und ... Marktentwicklung | Donnerstag, 2 Mai 2013 | Kommentare Vollständigen Artikel lesen |
Wartung und Service bei Photovoltaikanlagen: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besserBerlin/Triefenstein, 05. April 2013, Der Online-Marktplatz Milk the Sun und das Marktforschungsunternehmen PhotovoltaikZentrum - Michael Ziegler stellen erste Ergebnisse ihrer Marktstudie zum Thema Wartung, Instandhaltung, Pflege und Betrieb einer Photovoltaik-Anlage, ... Marktentwicklung | Freitag, 5 April 2013 | Kommentare Vollständigen Artikel lesen |
PhotovoltaikZentrum - Michael Ziegler ermittelt erneut den Bekanntheitsgrad von WechselrichterherstellernTriefenstein, 12. Dezember 2012, Das PhotovoltaikZentrum - Michael Ziegler wiederholt nach über drei Jahren die Onlinebefragung, bei der der Bekanntheitsgrad von Wechselrichterherstellern in Deutschland ermittelt werden soll. Neben dem Bekanntheitsgrad ... Umfragen | Mittwoch, 12 Dezember 2012 | Kommentare Vollständigen Artikel lesen |
PV MARKETING: Das Marketing-Magazin für die Solarbranche erscheint in der 6. AusgabeBereits in der 6. Ausgabe erscheint das Marketingmagazin PV MARKETING. Die 6. Ausgabe des Magazins ist ab sofort erhältlich. In dieser Ausgabe widmen wir uns dem dritten und letzten Reihe ... Produktneuheiten | Freitag, 30 November 2012 | Kommentare Vollständigen Artikel lesen |
Photovoltaik: Label als Orientierungshilfe bei der Auswahl von SolarmodulenTriefenstein, 12. November 2012, Als zukünftiger Betreiber einer Photovoltaikanlage steht man gerade bei der Auswahl des richtigen Solarmoduls vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe. Welches Solarmodul welchen Herstellers ist denn nun ... Produktneuheiten | Dienstag, 13 November 2012 | Kommentare Vollständigen Artikel lesen |
Photovoltaik-Magazin: PV MARKETING - Der Kampf ums ÜberlebenAktuell ist die fünfte Ausgabe von PV MARKETING erschienen. Das Titelthema lautet in dieser Ausgabe "Der Kampf ums Überleben". Bei diesem Thema geht es um die zentrale Frage, was ein ... Produktneuheiten | Montag, 15 Oktober 2012 | Kommentare Vollständigen Artikel lesen |
Photovoltaikversicherungen: Neue Studie gibt Maklern und Gesellschaften Auskunft über das KundenverhaltenTriefenstein, 18. September 2012 – Das Marketingunternehmen PhotovoltaikZentrum – Michael Ziegler stellt die bislang erste auf dem Markt erhältliche Studie zum Thema Photovoltaikversicherungen vor, die ausführlich das Kundenverhalten betrachtet. Im ... Top-Thema | Dienstag, 18 September 2012 | Kommentare Vollständigen Artikel lesen |
Gehaltsumfrage: Gehälter von Beschäftigten aus der Solarbranche werden zum vierten Mal ermitteltTriefenstein, 10. September 2012 – Nach der Erkenntnis, dass 2011/2012 die Gehälter und Löhne in der Solarindustrie gegenüber dem Vorjahr um 2,22%* gestiegen sind, werden erneut über das Onlinepanel Photovoltaikumfrage® ... Umfragen | Montag, 10 September 2012 | Kommentare Vollständigen Artikel lesen |
Photovoltaik: Die große Gehaltsumfrage - Was verdient die Solarbranche wirklich?Wir haben heute erneut die im Markt bereits bekannte Gehaltsumfrage über unser Meinungsportal Photovoltaikumfrage.de gestartet. Diese läuft bereits zum vierten Mal in Folge. Eine offizielle Pressemitteilung dazu wird es in ... Umfragen | Freitag, 7 September 2012 | Kommentare Vollständigen Artikel lesen |
Gesetz: EEBG – Stand: 2008
Laufzeit:
25 Jahre
Tarife:
Solarstromanlagen bis 5 kWp: 0,782 Lews/kWh (entspricht ca. 0,40 Euro/kWh)
Solarstromanlagen ab 5 kWp: 0,718 Lewa/kWh (entspricht ca. 0,37 Euro/kWh)
Wachstumshemmnisse:
Sehen Sie auf http://www.en.sunenergy.bg/?id=391 die bereits in Bulgarien installierte Solarstrom- und Windenergieleistung (bulgarisch).
AHK-Bulgarien: Zielgruppenanalyse Bulgarien 2010 - Photovoltaik und Solarthermie
Der Weg zu einer Photovoltaikanlage in Bulgarien
(Autorin: Dr. Lubka Kolarova)
Standortbeschaffung PV-Projekt
Zur Standortbeschaffung gehören die Beschaffung der Katasterkarten, wie auch die Höhenkarten, die Gesamttopographie der Region, sowie die Sonneneinstrahlungkarte Bulgariens. Es werden erste mögliche Netzeinspeisepunkte erfasst und kartographisch fixiert. Dazu gehört auch die Standortplanung für ein Umspannwerk, soweit notwendig. Natürlich finden in unserer Betrachtung Fragen wie Natur- und Vogelschutzgebiete, NATURA 2000, Abstandsflächen und Wegeplanungen die notwendige Berücksichtigung. Gleichermaßen gilt das schon zu diesem Zeitpunkt für die Gesamtlogistik zur Errichtung der baulichen und technischen Anlagen.
Kauf -, Pacht- oder Baurecht
Für den Kauf eines Grundstücks in Bulgarien wird nach geltendem Recht eine in Bulgarien registrierte Firma benötigt.
Da in Bulgarien zugleich eine grundbuchliche Trennung zwischen Grund & Boden und den darauf errichteten baulichen Anlagen möglich ist, wäre auch der Kauf des sog. Baurechts vom Eigentümer denkbar. Beide Varianten stellen einen sicheren und zugleich werthaltigen Weg für eine Investition dar. Doch letztlich hängt das auch zum guten Teil von den jeweiligen Eigentümern ab, da nicht jeder der Eigentümer das Baurecht verkaufen möchte.
Reale Bodenpreise für landwirtschaftliche Nutzflächen bewegen sich gegenwärtig zwischen 2.000,- und 3.500,- Euro / ha, was jedoch zumeist weit von dem entfernt ist, was Bulgaren beim Verkauf tatsächlich verlangen. Wissen sollte man, daß die dort lebenden Menschen nur schnelle Geschäfte, also auch keine Vorverträge mit längeren Vorbedingungsfristen (mehr als 3 Monate), lieben.
Raumordnung / Nutzungsänderung
Das Raumordnungsverfahren zur Nutzungsänderung kann sich über Monate hinziehen. Abhängig davon, welches Statut das Land der Investition gegenwärtig besitzt, sind auch die Kosten des Verfahren, da in jedem Fall Staatsgebühren für jeden qm Nutzungsänderung fällig werden. Auf Grund der gleichen Ausgangsbedingungen kann auch nur eine stufenweise Statutenänderung möglich sein. In jedem Fall brauchen Sie hierfür einen -möglichst ortsansässigen- Architekten, der traditionell gut mit der zuständigen Baubehörde zusammen arbeitet und vorlageberechtigt ist.
Spätestens hier zahlen sich die schon eingangs erwähnten guten Kontakte zu den Gemeinden aus, da die Kommunen entscheidenden Einfluß auf die Länge des Verfahrens haben. Bei richtiger Vorbereitung kann sich die Prozedur zur Nutzungsänderung dabei schnell von 12 auf 4 Monate verkürzen. Aber wesentlich schneller geht es dann wirklich nicht.
Energieerzeugerlizenz
E.ON , CEZ , EVN oder doch lieber die NEK EAD ?
Spätestens dann steht die Überlegung mit dem lokalen Netzbetreiber oder doch besser mit der Nationalen Energie Gesellschaft (NEK EAD) zu sprechen und dort dann auch den Antrag für die Stellungnahme zu stellen, der Grundlage aller weiteren Investitionsüberlegungen bildet.
Erst wenn Sie das geregelt haben, sollten Sie Ihren Investitionsplan, insbesondere im Hinblick auf den Zeitfaktor, neu schreiben und überdenken.
Hintergrund ist das in weiten Teilen des Landes unzureichende Verteilernetz. Gemäß Energiegesetz und Gesetz über die Erneuerbaren Energiequellen, muß man Ihnen zwar den Netzzugang obligatorisch gewähren. Der mögliche Netzzugang ist bei den lokalen Netzbetreibern mit 20 kV oder der NEK EAD mit 110 kV.zu beantragen um dort von vornherein den Netzanschluß und Einspeisevertrag zu gewähren.
Vom Projekt zur Baugenehmigung
Mit einem Projekt aus Deutschland, selbst wenn dafür im Heimatland schon eine Baugenehmigung vorhanden ist, muss in Bulgarien ebenfalls eine Baugenehmigung beschafft werden. Das Problem fängt schon damit an, daß bekanntlich Bulgarisch Amtssprache ist und in dieser Form die Projektdokumentation auch verlangt wird. Zudem gilt nationales Baurecht, was zwar inzwischen die Übernahme europäischer Standards implementiert, aber nach wie vor nicht völlig umgesetzt ist. Darüber hinaus gelten diese Standards zumeist nur für Baustoffe und Bautechnologien, nicht jedoch für nationale baurechtliche Grundbedingungen
Grundsätzlich finden Sie eine Unmenge an Architekten- und Planungsbüros in Bulgarien, doch nur einem sehr begrenzten Teil können Sie wirklich moderne Baustoff- und Architekturlösungen abverlangen. Genau so unterschiedlich wie die Qualitäten der Büros sind, genau so differenziert gestalten sich auch die Projektierungskosten. Anders als in Deutschland, wo sich die Architektenkosten größten Teils an den vorkalkulierten Bausummen orientieren, bilden in Bulgarien zumeist die zu planenden Nutzflächen die Basis der Angebotsermittlung. Prinzipiell sollten Sie von Projektkosten zwischen 8,- und 25,- Euro pro qm Nutzfläche ausgehen. Nicht zwingend lässt der Preis auch Rückschlüsse auf die Qualität der Arbeiten zu.
Bauvisa-Baugenehmigung
Während es auf der einen Seite sehr freizügig anmutende Genehmigungsentscheidungen gibt, stehen dem aber sehr strenge Flächenregelungen laut Raumordnungsgesetz gegenüber. Bevor Sie sich also mit dem Gedanken tragen, was Sie auf einer vorhandenen Fläche bauen wollen, wird Ihnen das sog. Bauvisa sehr klar Auskunft darüber geben, was, wie und wo genau Sie bauen dürfen. Auch Beschränkungen in der Grenzbebauung beschreibt Ihnen dieses Bauvisa, welchen Sie übrigens nicht nur für die Projektierung brauchen, sondern in analoger Form auch für die Strom- und Wasserversorger beantragen müssen.
Vorausgesetzt Sie haben in den Vorabstimmungen einen guten Kontakt mit der Baubehörde aufgebaut und reichen mit der Projektvorlage alle demnach geforderten Dokumentationen ein, kann es Ihnen durchaus gelingen, innerhalb einer Woche, spätestens jedoch nach 6 - 8 Wochen über die Baugenehmigung zu verfügen.
Autorin: Dr. Lubka Kolarova
Änderungen bei Erneuerbaren-Energien-Anlagen in Bulgarien
(Autorin: Dr. Lubka Kolarova)
Kurzfassung des Nationalen Aktionsplan für erneuerbaren Energien Bulgariens – Zeitraum 2011 -2020
Die weitere Entwicklung der Regulationsmechanismen und die Einführung von klaren, transparenten und nichtdiskriminierenden Regeln und Kriterien für die Integration in das öffentliche Stromnetz, soll die Erzeuger von Strom aus erneuerbaren Energiequellen fördern und die weitere Förderung zum Ausbau in die technische Infrastruktur, in das Management, sowie zur Einführung des Konzepts für "intelligente Netze", sicherstellen.
Investitionsvoraussetzungen
Voraussetzung für den Investor, um Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugen zu können, ist die Einführung/Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 10% pro Megawatt-Anlagenpreis, zahlbar bei Baubestellung der EE-Anlage (Erneuerbare-Energien-Anlage). Dies ist verbunden mit der Anhebung von Strafen für Stromnetzverteilergesellschaften. Auch ist ein konkretes Verfahren für die Auswahl der EE-Anlagen nach vordefinierten, technischen und finanziellen Kriterien vorgesehen.
Genehmigungsabbau
Das Verfahren für den Bau von kleinen EE-Anlagen, für die Verwertung des Potenzials für solare Warmwasserbereitung und/oder Stromerzeugung, sowie Ausnutzung des Potenzials der Geothermie, Biomasse usw., soll vereinfacht werden.
Vorschriften für Installateure
Vorschriften für die Registrierung und Zertifizierung von qualifizierten Installateuren von Heizkesseln und Öfen, für den Bau von EE-Anlagen (Biomasse-, Photovoltaik-und Solarthermie, oberflächennahe Geothermie und Wärmepumpen in Verbindung mit der Richtlinie 2009/28), werden ausgearbeitet.
Handelspräferenzen, Steuer- und Investitionsförderung
Eine Fristverlängerung über das Jahr 2015 hinaus - auf die präferenziellen Einkaufspreise sowie die obligatorische Abnahme von Strom durch Photovoltaik-Kraftwerken mit einer installierten Leistung bis zu 5 kW - erhalten diejenigen, die nicht nur Stromproduzent, sondern auch Stromverbraucher sind.
Gezielte Unterstützung erhalten Privatpersonen von EE-Anlagen, die Solarthermie, Geothermie und Biomasse für die Gewinnung von Energie in den Haushalt integrieren.
Spezifische Unterstützung zur Entwicklung und Einführung von Elektrofahrzeugen, die über erneuerbaren Energien versorgt werden.
Direkte finanzielle Unterstützung
Ziel ist die Schaffung einer Chancengleichheit, um das Gleichgewicht zwischen allen Energie-Erzeugern aus EE-Anlagen zu befriedigen. Erreicht wird dies durch die Erhöhung der direkten finanziellen Unterstützung für EE-Anlagen.
Erhöhung der finanziellen Unterstützung für Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien, Elektroautos und Biokraftstoffen , um Investoren den Zugang zu wissenschaftlichen Entwicklungen zu erleichtern.
Informations- und administrative Unterstützung
Erleichterten Zugang der breiten Öffentlichkeit zu detaillierten Informationen über die aktuellen Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energien in verschiedenen geografischen Gebieten, durch beschleunigte Umsetzung des nationalen öffentlichen Informationssystems für erneuerbare Energien, einschließlich der laufenden Aktualisierung über die Möglichkeiten des nationalen Stromnetzes, neue Produzenten zu integrieren.
Verbesserung der Verwaltungsverfahren mit dem Ziel, regulatorischer und rechtlicher Hindernisse für die Entwicklung der erneuerbaren Energien zu beseitigen. Eine Möglichkeit in diese Richtung ist die Schaffung einer einzigen koordinierenden Behörde, zuständig für die Abwicklung aller administrativen Dokumente (Genehmigungen, Lizenzen, etc.). Im Zusammenhang mit der Installation und Nutzung von Technologien für erneuerbare Energien und zur Unterstützung der Bewerbern.
Erweiterung des Spektrums zur Ausbildung von hochqualifizierten Fachkräften
Im Bereich der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen, Technologien zur Umwandlung und Nutzung von erneuerbaren Energien, einschließlich der Möglichkeiten zur Energiegewinnung, auch im kleinen Maßstab sowie der dezentralen Energieversorgung, Managementsysteme der Stromnetze, einschließlich der Integration erneuerbarer Energien in die vorhandenen Stromnetze.
Energieeffizienz
Bereitstellung technischer Hilfe und Schulungsprogramme für Mitarbeiter von Kommunen sowie KMUs, für die Einführung von Energiemanagementsystemen.
Förderung der Entwicklung und Durchführung von Projekten, um den Energieverbrauch in den staatlichen und kommunalen Gebäuden zu reduzieren.
Einführung von regulatorischen Mechanismen, um Energieverluste durch Hersteller und Händler von Energie zu verringern.
Erarbeitung von Programmen für Energiesparleuchten, zur Nutzung von PV-Anlagen an öffentlichen Gebäuden (staatlich/kommunal) sowie an Bahnhöfen, Straßen, Markt- und Parkplätzen.
Bau von Anlagen zur PV-Stromproduktion an öffentlichen Gebäuden /(staatlich und kommunal) zur Sensibilisierung der Bevölkerung.
Vorbereitung von Werbematerialien, die Aufschluss über die verschiedenen Arten von thermischen Solaranlagen (Vor- und Nachteile) geben sowie weitere Fördermöglichkeiten.
Informationskampagnen über den Internetauftritt der Agentur für Energieeffizienz.
Autorin: Dr. Lubka Kolarova
Transnationales Projekt beruflicher Weiterbildung, von PV Fachkräften, zwischen Deutschland und Bulgarien
Seit 1994 führt der Bulgarische Franchise Verband (BULFA) für Kundengruppen aus verschiedenen Wirtschaftsbranchen Fortbildung und Schulungen durch.Auf nationaler Ebene sind die Partner des Verbands die Nationale Arbeitsagentur, die Wirtschaftskammer, die Industrie und Handelskammer, sämtliche branchenspezifische Verbände (Baukammer, die Association der Textilindustrie Bulgariens, Wirtschafts- und Technische Hochschulen).
Seit 2008 werden verstärkt Projekte in den Bereichen der Energieeffizienz und der Erneuerbaren Energien (EE) durchgeführt. Zielsetzung ist die Anwendung der EE, insbesondere der Photovoltaik, zur nachhaltigen Entwicklung und Stärkung der KMUs in BG.
In Zusammenarbeit mit erfahrenen Unternehmen und Nonprofit Organisationen aus Deutschland, für den Know-How Transfer und dem Erfahrungsaustausch, wurde der erste bulgarische Ingenieur für das Praktikum bei einem deutschen Unternehmen in Sachsen-Anhalt 2009 uebernommen.
Seit April 2010 wurde die Zusammenarbeit mit dem Weiterbildungszentrum zur Qualifizierung für Mikroelektronik in Dresden GmbH QMD www.qfmd.de intensiviert. Gemeinsam wurde ein Traningsprogramm für Zertifizierte bulgarische Fachkräfte zur Projektierung, Installation und zur Wartung von PV Anlagen entwickelt.
Ziel dieses Programms ist es, insgesamt 16 bulgarische Ingenieure auf die eigenständige Projektierung und Durchführung von Solarprojekten, in Zusammenarbeit mit ihren deutschen Partnerunternehmen, in Bulgarien vorzubereiten.
Aus den ersten Praktika haben sich bereits PV-Dachprojekte in der Stadt Varna ergeben, für die erfolgreich Verträge zwischen Investoren, Immobilienbesitzern und dem Projektmanagement abgeschlossen wurden.
Zur Fortführung des Ausbildungsprogramms laden wir innovative deutsche Unternehmen der Solarbranche zur Teilnahme ein. Geplant ist die Aufnahme von ein oder zwei bulgarischen Ingenieuren für ein zweimonatiges Praktikum. An dieses Praktikum kann sich das Ziel des Markteintritts nach Bulgarien anschließen.
Für weitere Fragen zum Projekt und die Möglichkeiten zur Teilnahme als deutsches Unternehmen,wenden Sie sich bitte an:
Herr Gerhard Teucher 0351/8923-334
QFMD GmbH - www.qfmd.de
http://www.solarschule-dresden.de
Allgemeines über Photovoltaik auf Dächern in Bulgarien
(Autorin: Dr. Lubka Kolarova)
Warum wird Solarstrom ins öffentliche Netz eingespeist?
Das Netz übernimmt die Funktion des "Stromspeichers", d.h. der gesamte erzeugte Solarstrom wird sofort übernommen und verteilt. Derartige Anlagen nennt man netzgekoppelt. Dieses Konzept ist technisch und wirtschaftlich ein Vorteil für den Solarstrom, da bislang Stromspeicher (z.B. Akkus) technisch sehr aufwendig und teuer sind. Mit einer Photovoltaik- anlage wird man Stromerzeuger, aber nicht autark.
Welche Anforderungen stellen die Anlagen an Dachneigung und Himmelsrichtung?
Generell können Photovoltaikanlagen auf geneigten Dächern und Flachdächern, als Teil der Fassade und auf Freiflächen montiert werden. Die höchsten Erträge erzielt man bei ungefähr 35 Grad Dachneigung und Süddach. Auch mit einer Abweichung von Südost zu Südwest und bei der Neigung von ± 20 Grad erreichen die Anlagen mehr als 90 Prozent ihrer Leistung. Bei geneigten Anlagen reinigt der Regen diese auch von Staub und Schmutz.
Was bedeutet "Verschattung" und warum ist das für die Anlagen ein Problem?
Der Stand der Sonne "wandert" mit den Jahreszeiten und das Sonnenlicht fällt in verschiedenen Winkeln ein. Photovoltaikanlagen sollten möglichst zu keiner Tages- oder Jahreszeit "verschattet" sein. Auch eine zeitweise "Verschattung" - auch nur von Teilflächen - kann zu Ertragseinbußen von 5 bis 10 Prozent im Jahr führen. Mögliche Ursachen des Schattens sind Bäume, Kamine, Satellitenschüsseln und Nachbargebäude.
Was leistet eine typische Standardanlage und gibt es regionale Unterschiede?
Ja, es gibt regionale Unterschiede.
Gelbe Zonen: bis 1.450kWh/m2 pro Jahr
Weise Zonen: zwischen 1.450kWh/m2 und 1.500 kWh/m2 pro Jahr
Grüne Zonen: mehr als 1.500kWh/m2 pro Jahr
Welche rechtlichen Anforderungen gibt es für Photovoltaikanlagen?
Photovoltaikanlagen sind meistens als Bauvorhaben nicht genehmigungsfrei. Sie müssen einerseits die Anforderungen als elektrische Anlage (z.B. diverse Normen für Netzanschluss und Umgang mit Starkstrom) und als Bauteil (hartes Dach, Brandschutz, Statik) erfüllen. Die Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage (Verbindung des Wechselrichters mit dem Stromnetz) darf nur durch einen zugelassenen Elektroinstallateur aus der Energieversorgungsunternehmen erfolgen.
Welche Anträge muss ich an das Energieversorgungsunternehmen (EVU) stellen?
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz verpflichtet Energieversorgungsunternehmen, Strom aus Photovoltaikanlagen ins Netz aufzunehmen. Üblicherweise wird eine Photovoltaikanlage vom durchführenden Elektroinstallateur mit den technischen Details beim EVU angemeldet. Es gibt dann eine Genehmigung des EVU und einen Vertrag zwischen den Betreiber und dem EVU . Dadurch sind die technischen Anforderungen des Netzes auch von der Photovoltaikanlage gesichert. . Auch diese Anlagen müssen abgeschaltet werden, wenn Monteure am Stromnetz arbeiten. Die Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage führen der Elektroinstallateur und ein Vertreter des Netzbetreibers gemeinsam durch.
Ab 01.01.2010 sieht der bulgarische Staat vor, für kleine PV-Anlagen ca. 30 kWp die Genehmigungsprozedur zu vereinfachen, oder voll abzuschaffen.
Welche Dachflächen bieten sich für große Photovoltaikanlagen an?
Große Hallendächer von Fabriken und Einrichtungen, Kirchendächer sowie Fassaden von Büro- und Fabrikgebäuden. Besonders bei landwirtschaftlichen Betrieben stehen große Dachflächen (Scheunen, Wirtschaftsgebäude) zur Verfügung. Neben den Bio-Energien kann ein Landwirt auch durch eine große Photovoltaikanlage zum "Energiewirt" werden und eine zweite Ernte einfahren. Ein Teil der Landwirte, die nicht selbst Anlagenbetreiber werden wollen, verpachten ihre Dachflächen und erzielen hierüber Einnahmen.
Wer muss solche großen Anlagen genehmigen?
Zuständig sind die regionalen Planungs- und Baubehörden. Vor der Genehmigung gibt es ein förmliches Planungsverfahren (meistens Regionalplanung), in dem alle Beteiligten und ihre Einwände gehört und berücksichtigt werden müssen, und es gibt eine obligatorische Umweltverträglichkeitsprüfung. Am Ende steht ein Bebauungsplan. Dieser ist Pflicht und Voraussetzung für die Förderung durch das EEG.
Autorin: Dr. Lubka Kolarova
Der Photovoltaik-Guide übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der veröffentlichten Aussagen/Daten.