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Meinungsforschung

Was ist Meinungsforschung?

Meinungsforschung ist ein Teil des Marketings. Gegenstand der Meinungsforschung ist die Ermittlung und Analyse von Meinungen und Erfahrungen von Personen hinsichtlich verschiedener Themen z.B. Solarprodukte oder solare Dienstleistungen. Diese Personen werden Probanden oder auch Testpersonen genannt. Ein Proband kann Mitarbeiter eines Solarunternehmens, Investor, Anlagenbetreiber, Solarteure oder ein Solarinteressierter sein. Da die Bereiche in der Solarindustrie sehr verschieden sind, kann jeder ein Proband sein.

Ein einzelner Kunde erreicht beim Hersteller überhaupt nichts. Eine große Gruppe hingegen, kann auf den Hersteller großen Einfluss und Macht ausüben.

Wer betreibt Meinungsforschung?

Das kann jede Art von Unternehmen sein. Das können Wechselrichterhersteller sein die in Erfahrung bringen möchten, welche Zusatzbedienelemente ein Wechselrichter haben muss, um den Umgang mit diesem Gerät zu erleichtern. Dies können Versicherungsgesellschaften im Solarbereich sein die in Erfahrung bringen möchten, wie die Kunden den Service der Gesellschaft oder die Schadensabwicklung beurteilen.

Jedes Unternehmen kann und sollte Meinungsforschung betreiben, um seine Produkte oder Dienstleistungen permanent verbessern zu können.

Für welchen Zweck ist Meinungsforschung notwendig?

Werden Produkte oder Dienstleistungen entwickelt so bringt es dem Unternehmen nichts, wenn Produkte oder Dienstleistungen am Kunden vorbei entwickelt werden. Demnach ist es für Unternehmen überlebenswichtig, Meinungen und Erfahrungen von Kunden einzuholen. Nur so können Unternehmen die Produkte oder Dienstleistungen für den Kunden und nicht am Kunden vorbei entwickeln.

Aber durch Meinungsforschung können nicht nur Produktverbesserungen vorgenommen werden. Ein Unternehmen kann bei Produktneuheiten Probanden befragen, für welchen Preis die Probanden bereit wären, sich ein bestimmtes Produkt zuzulegen.

Ein typisches Beispiel aus der Wirtschaft:

Ein Kunde geht in einen Lebensmittelmarkt wo er plötzlich feststellen muss, dass bei seinem Lieblingsjogurt der Preis um 10% erhöht wurde. Aus Protest verzichtet er jetzt und auch in Zukunft darauf, den Jogurt des Herstellers zu kaufen. Dem Hersteller fällt dieser Boykott des einen Kunden nicht auf, da es keine direkten Auswirkungen auf dessen Umsatz hat. Würden aufgrund der Preiserhöhung nun sehr viele Kunden auf diesen Jogurt verzichten, würde sich das beim Umsatz des Herstellers bemerkbar machen und er wäre zu einer Handlung gezwungen.

Doch wie kann nun der Hersteller den Grund seines Umsatzrückgangs feststellen? Ganz einfach: Er betreibt Meinungsforschung und gibt eine Umfrage in Auftrag. In dieser Umfrage können Kunden ihre Meinung zu dem Produkt des Herstellers äußern und auch ihren Verzicht aufgrund der Preiserhöhung mitteilen. Der Hersteller ist nun im Zugzwang und muss, um den Umsatz nicht weiter einbrechen zu lassen, entsprechend reagieren. Entweder wird der Hersteller die Preise wieder auf den Ursprungspreis senken, entsprechende Angebote platzieren (Kaufe 3 zum Preis von 2) oder die Füllmenge von 150g auf 160g erhöhen. Der Hersteller kann mit den Ergebnissen einer solchen Umfrage direkten Einfluss auf sein Produkt nehmen und zwar zeitnah.

Meinungsumfragen sind in der Lebensmittelindustrie und auch in anderen Branchen gängige Praxis. Typische Umfragen können per Telefon, Fragebogen oder auch online stattfinden. Jede Art der Umfrage hat für den Hersteller Vor- und Nachteile.