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Wörrstadt, 07. Oktober 2010, 100% erneuerbar startet in eine neue Ära. Die Kampagne zur 100-prozentigen Versorgung mit erneuerbaren Energien ist in eine Stiftung umge¬wandelt worden, die die Bewegung auf eine breite gesellschaftliche Basis stellen soll. Mit Überreichen der Urkunde durch Dr. Peter-Josef Mertes, Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungs-Direktion (ADD) Trier, an die beiden Stifter der ersten Stunde, Fred Jung und Matthias Willenbacher, hat die „100% erneuerbar Stiftung“ mit Sitz in Wörrstadt nun offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Sie ist in Rheinland-Pfalz die erste Stiftung im Bereich der erneuerbaren Energien.

Der Präsident der Aufsicht und Dienstleistungs-Direktion Trier, Dr. Peter Josef Mertes (links), überreicht den beiden Stiftergründern Matthias Willenbacher und Fred Jung, in Anwesenheit von Umwelt-Staatssekretärin Jacqueline Kraege (v.l.) die Urkunde für die „100% erneuerbar Stiftung“. Foto: 100% erneuerbar

„Unsere Erde ist eine Schöpfung Gottes und wir haben die Verpflichtung, dieses wertvolle Gut zu erhalten, indem wir pfleglich mit ihr umgehen und das Wissen, dass uns zur Verfügung steht, nachhaltig dafür einzusetzen“, betonte Fred Jung bei einem Festakt vor rund 40 geladenen Gästen, darunter die rheinland-pfälzische Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege. Für Matthias Willenbacher steht eine 100%ige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien außer Frage und kann bereits zum heutigen Zeitpunkt technisch umgesetzt werden. „Deshalb wollen und müssen wir die Bevölkerung informieren und ihr eine aktive Beteiligung an diesem Thema ermöglichen.“

Für die Staatssekretärin ist die Gründung des ‚100% erneuerbar-Vereins’ und der ‚100% erneuerbar Stiftung’ „die logische Fortsetzung des Engagements für eine klimafreundliche, Ressourcen schonende Energieversorgung.“ Die erneuerbaren Energien seien treibende Kraft für unsere Wirtschaft, so Kraege weiter. Diese profi¬tiere von den Innovationen, die in den neuen Produkten oder Verfahren zur Nutzung der Erneuerbaren oder für sparsameren und effizienteren Umgang mit Energie stecken.

Die Errichtung einer rechtsfähigen öffentlichen Stiftung dient für ADD-Präsident Mertes dem Gemeinwohl und „sie ist ein wichtiger Beitrag zum Aufbau einer lebendi¬gen Bürgergesellschaft.“ Allein in Rheinland-Pfalz sind bisher rund 900 Stiftungen mit den verschiedensten Schwerpunkten gegründet worden. Für Mertes ein Zeichen dafür, dass sich immer mehr Menschen durch Stiftungen zum Wohle anderer oder der Allgemeinheit engagieren möchten. Wie dies die beiden Stifter Fred Jung und Matthias Willenbacher mit der ‚100% erneuerbar Stiftung’ nachhaltig tun, indem sie sowoehl den dauerhaften und nachhaltigen Schutz der Umwelt, als auch die Förde¬rung der Wissenschaft zur Nutzung erneuerbarer Energien in den Mittelpunkt der Stiftungssatzung stellen. „Damit wollen die Stifter ihrer gesellschaftspolitischen Ver¬antwortung gerecht werden und einen Beitrag für den Erhalt der natürlichen Lebens¬grundlagen für Mensch und Umwelt leisten“, zeigte sich der ADD-Präsident begeistert.

Stiftung spendet Blitzschutz für Solaranlage in Ruanda

Vor zwei Jahren bauten die Studenten des Nelson Mandela Educational Center (NMEC) in Ntarama/ Ruanda eine 30kW Solaranlage auf dem Dach ihrer Berufsschule auf. Die Anlage ist einmalig in Ruanda, denn sie produziert seit Januar 2009 nicht nur ausreichend Energie für die Versorgung des Zentrums, sondern speist Energieüberschüsse in das Netz des staatlichen Energieversorgers ein. Dank der Unterstützung der 100% erneuerbar-Stiftung aus dem rheinhessischen Wörrstadt wird die Anlage in den nächsten Wochen auch gegen Blitzschlag geschützt. 3.000 Euro werden von der Stiftung gespendet, „um die Stromversorgung auch bei Schlechtwetterlagen zu sichern und die Anlage vor Überspannungen zu schützen,“ so Michael Lengersdorff, Geschäftsführer der 100% erneuerbar Stiftung. Und Thomas Just von den Grünhelmen freut sich, denn „mit diesem Überspannungsschutz können unsere Studenten sicher sein, dass die Anlage auch nach einem Gewitter noch Strom für den Unterricht liefert.“

Das Nelson Mandela Educational Centre, ca. 60 Kilometer südlich der Hauptstadt Kigali gelegen, bildet 30 Studenten seit dem 1. Januar 2008 in den Fachrichtungen Bau- und Elektrotechnik mit dem Ziel aus, praxisorientierte und berufsnahe Fachinhalte zu vermitteln. Daher orientieren sich die Lerninhalte nicht an den Lehrplänen der staatlichen Universitäten, sondern setzen einen deutlichen Akzent auf die technische Anwendung mit einem besonderen Schwerpunkt Solarenergie: 80% der Lehrzeit wird Praxisunterricht gegeben, 20% entfallen auf die Theorie. Der erste Jahrgang hat im Juni 2010 die Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen, der zweite Jahrgang wird im November die Prüfungen ablegen.

Quelle: 100% erneuerbar Stiftung / Verein e.V.

Kommentare   

#1 margarete walcher 2011-02-17 10:03
Hallo,

würden Sie eine kleine Solaranlage (36 000.-€ )für die Lehrwerkstatt eines Waisenhauses in Armenien finanziell fördern?

Mit freundlichen Grüßen

Margarete Walcher

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