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Berlin, 16. März 2011 Das REPAP2020-Konsortium stellt heute drei Studien vor, die detailliert die 27 Nationalen Aktionspläne zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur Förderung der Erneuerbaren Energien analysieren.

Im Rahmen des europäischen REPAP2020-Projektes hat der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) bereits Anfang 2010 eine nationale Roadmap 2020 vorgelegt. Die Berechnung zeigt, dass 2020 statt der von der EU geforderten 18 Prozent bereits ein Anteil der Erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch von 28 Prozent möglich ist. Nun zeigt auch eine gemeinsame EU-Roadmap der Branche, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien schneller gehen kann, als von den Regierungen der Mitgliedstaaten in ihren Nationalen Aktionsplänen angenommen und an die EU-Kommission gemeldet wurde.

„Die Nationalen Aktionspläne sehen einen Anteil von 20,7 Prozent der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch bis 2020 vor. Die Erneuerbaren-Branche zeigt hingegen – basierend auf eigenen Ausbauprognosen – dass die Erneuerbaren Energien einen Anteil von 24,4 Prozent am Endenergieverbrauch erreichen können“ sagt der Präsident des European Renewable Energy Council (EREC), Arthouros Zervos. Die Nationalen Aktionspläne der Regierungen erwarten für den Stromsektor einen Anteil von 34,3 Prozent, 21,3 Prozent für den Wärme-/Kältesektor und 11,3 Prozent im Transportbereich. Dagegen geht die Erneuerbare-Energien-Industrie davon aus, dass ein Anteil von 42,3 Prozent im Strombereich, 23,5 Prozent für Wärme/Kälte und 12,2 Prozent im Transportsektor erreicht werden kann.

Die Analysen zeigen, dass einige Nationale Aktionspläne sehr positive Entwicklungen durch neue Maßnahmen im Elektrizitäts- und Wärmesektor skizziert haben. Allerdings können einige weniger ambitionierte Aktionspläne die Erfüllung der Ziele nicht gewährleisten. „Angesichts der vorliegenden Ergebnisse kann man nicht genug betonen, wie wichtig stabile und zuverlässige nationale Fördersysteme sind. Sie sind ausschlaggebend für die Investitionssicherheit der Erneuerbare-Energien-Industrie innerhalb der nächsten zehn Jahre“, kommentiert Arthouros Zervos.

„Generell sollten die Beschleunigung administrativer Verfahren und Infrastrukturmaßnahmen ebenso wie die Stärkung der Förderinstrumente im Bereich erneuerbarer Wärme deutlich mehr Aufmerksamkeit in den Nationalen Aktionsplänen erhalten“, ergänzt Mario Ragwitz, Leiter Geschäftsfeld Erneuerbare Energien am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung. „Wir unterstützen die Europäische Kommission darin, die Mitgliedstaaten aufzufordern, schnell ihre Ziele zu erfüllen“ ergänzt Doerte Fouquet von der Sozietät Becker Büttner Held.

Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energien e.V.

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