München, 23. Mai 2013, Anstatt Solarmodule mit dem Siegel "Made in Germany", schmücken nun hübsche PV-Module von Trina Solar die Bayerische Staatskanzlei in München. Auf dem Dach der Staatskanzlei installierte die OneSolar International GmbH auf über 800 qm eine Solarstromanlage mit einer Gesamtleistung von 72,52 kW. Die Bayerische Staatskanzlei ist die oberste Landesbehörde und zugleich der Amtssitz von Ministerpräsident Horst Seehofer, der gleichzeitig  Vorsitzender der CSU ist.

Photovoltaik-Anlage auf der bayerischen Staatskanzlei in München (Quelle: solarinitiative-muenchen.de)

Die Photovoltaik-Anlage mit chinesischen Solarmodulen leistet rechnerisch 70 Megawattstunden sauberen Solarstrom pro Jahr. Wie der Europachef von Trina Solar, Ben Hill, erklärt, "wird die Staatskanzlei mit der PV-Anlage auf dem eigenen Dach zum Vorbild für andere staatliche Einrichtungen". Ja, aber nur wenn es sich bei den Solarmodulen aus Modulen deutscher Herstellung handelt?! Ausschreibung hin oder her? Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema?

Kommentare   

#3 Juan Klöckner 2013-06-07 13:57
Der Titel des Artikel gibt bereits eine Meinung wider: "'... sch... auf "Made in Germany'"
Damit wird Bevorzugung heimischer Hersteller gefordert, auch wenn sie im Bieterverfahren unterlagen. Sowas nannte man mal Merkantilismus.
Die andere Denke glaubt an die "invisible hand" des Marktes, der alles regelt ... das haben die Banken 2009 toll vorgemacht, dass das funktioniert.
Un irgendwo dazwischen muss die bay. Staatsregierung ihre Entscheidung treffen. Egal was sie kauft, es wird immer einen - begründbaren - Ansatz geben, genau die getroffene Entscheidung anzugreifen.
#2 Marco Fresen 2013-05-24 07:08
Die Diskussion ist komplett falsch. Die Staatskanzlei hat sich doch bestimmt keinen Ramsch aufs Dach gesetzt? Hab grade mal geschaut, Trina ist zwar Chinesisch, hat aber einen Sitz in Muenchen, also hat man bei einer Muenchner Firma bestellt?!
Uebrigens sagen viele dass die Made in Germany Module auch Komponenten aus Chin. Fertigung beinhalten.
-4 #1 Bernhard Kreil 2013-05-24 05:51
Na herzlichen Glückwunsch !!!
Soviel zum Thema "wir schauen auf die heimische Wirtschaft". In schwierigen Zeiten für die Solarbranche sieht man hier genau die Scheinheiligkeit der Politik. Da nehmen wir halt mal den günstigsten Anbieter - scheissegal was er montiert und wie er es macht.

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