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München, 14. September 2010,  In den kommenden zehn Monaten werden 40 Testfahrerinnen und Testfahrer mit dem elektrisch angetriebenen MINI E auf Münchens Straßen unterwegs sein. Die Fahrzeuge wurden heute im Rahmen eines Festaktes auf dem Odeonsplatz im Beisein von OB Christian Ude an die glücklichen Testnutzer übergeben. Auch das Bayerische Rote Kreuz nimmt zehn der sauberen Elektroflitzer in seine Flotte auf, um sie in der ambulanten Altenpflege einzusetzen. Die Stadtwerke München (SWM) und Siemens übernehmen ebenfalls einige Fahrzeuge.

Mit der Übergabe der Fahrzeuge tritt die Zusammenarbeit von BMW Group, Siemens und SWM in die aktive Betriebsphase ein. Die drei Münchner Partnerunternehmen, die sich im Rahmen der Modellregion Elektromobilität zusammengefunden haben, möchten mehr über Elektromobilität im Verkehrsalltag von Stadtbewohnern, Pendlern und Flottenbetreibern erfahren. Mit dem Programm Modellregionen Elektromobilität des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) soll Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität entwickelt werden. Das BMVBS setzt in acht Modellregionen hierzu bis 2011 insgesamt 130 Millionen Euro ein.

Koordiniert wird das Programm Modellregionen Elektromobilität von der NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. „Heute kommt Innovation auf die Straße. Mit dem Flottenversuch werden wir die Elektrofahrzeuge im Alltag unter realen Bedingungen testen. Damit wird deutlich sichtbar, dass Elektromobilität nicht mehr nur eine Zukunftsvision ist“, so der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer anlässlich der Übergabe in München.

Bereits im März haben Siemens, SWM und die BMW Group das Projekt zur Erprobung von Elektrofahrzeugen und für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur unter dem Motto „Gemeinsam für München“ ins Leben gerufen. Für die neue Generation der Stromtankstellen, die in Zukunft auch Schnellladefunktionen haben werden, liefert Siemens die Technologie und die SWM regenerativ erzeugten Strom. Die BMW Group stellt 40 auf Elektroantrieb umgerüstete MINI E. Der Feldversuch wird als erstes Projekt der Modellregion München von der Bundesregierung gefördert. In einem weiteren Aspekt des Projekts werden die Konsortialpartner BMW Group und Siemens in 2011 Möglichkeiten des Schnelladens von Elektrofahrzeugen mit Gleichstrom untersuchen. Mittels dieser Technologie könnten Elektrofahrzeuge auch für längere Strecken von mehreren hundert Kilometern eingesetzt werden.

Mit Siemens bringt ein weltweit agierender Technologiekonzern mehr als 160 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Elektrotechnik und über 100 Jahre Erfahrung bei der Elektromobilität mit ein. „Wir beschäftigen uns intensiv und umfassend mit dem Thema“, sagte Peter Löscher, CEO der Siemens AG, „Mit Teams in den Sektoren Energy und Industry sowie der zentralen Forschung decken wir die gesamte Prozesskette der Elektromobilität ab.“ Dieses Know-how eröffnet neue Perspektiven: Das Konsortium möchte dabei einen neuen Maßstab beim Schnellladen von Elektrofahrzeugen setzen. Mit der Entwicklung von Schnellladesystemen könnten die Ladezeiten um ein Vielfaches reduziert werden, somit werden Elektrofahrzeuge auch für neue Nutzergruppen und Einsatzmöglichkeiten interessant.

Für die BMW Group ist es bereits der zweite Feldversuch mit Elektrofahrzeugen in München – weltweit betreibt das Unternehmen seit 2009 eine Erprobungsflotte von mehr als 600 Elektrofahrzeugen, eine der größten ihrer Art. Bislang haben die MINI E in Summe rund 10 Millionen Kilometer auf öffentlichen Straßen zurück gelegt. Die zusätzlichen Erfahrungen des Münchner Versuchs fließen direkt in die Entwicklung des zukünftigen Megacity Vehicle ein, welches 2013 unter einer Sub-Marke von BMW auf den Markt kommen wird. „Der Erfolg der Elektromobilität hängt von unserem konzertierten Handeln ab. Je besser wir zusammenarbeiten, desto größer ist die Chance, dass der Standort Deutschland bei dieser Schlüsseltechnologie der Zukunft weltweit eine führende Rolle spielt“, betont Dr. Draeger, Mitglied des Vorstands der BMW AG für Entwicklung die Bedeutung des gemeinsamen Engagements. „Die Fahrer des MINI E dürfen sich zu Recht als Pioniere der Mobilität fühlen.“

Die SWM haben im öffentlichen Nahverkehr 115 Jahre Erfahrung mit Elektromobilität, jetzt engagieren sie sich auch im Individualverkehr. „Der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur wird die Verbreitung der Elektromobilität in München einen großen Schritt voranbringen“, so Dr. Kurt Mühlhäuser, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung. „Die SWM Ladesäulen geben den Testnutzern die Sicherheit, ihr Fahrzeug auch abseits der heimischen Ladestation ‚auftanken’ zu können. Gleichzeitig signalisieren sie allen, die auf ein umweltfreundliches E-Fahrzeug umsteigen wollen, dass in München eine verlässliche Infrastruktur zur Verfügung stehen wird.“ Bei der Standortwahl haben sich die SWM eng am Bedarf der Testnutzer orientiert. Die 30 SWM Ladesäulen sind öffentlich zugänglich, etwa an Straßen und Parkplätzen, aber auch in Tiefgaragen und Park & Ride Anlagen sowie auf Firmengeländen. In den folgenden Wochen werden sie installiert und ans Stromnetz angeschlossen.

Eine interaktive Karte unter http://www.swm.de/ informiert über den Ausbau. Dr. Mühlhäuser: „An allen SWM Ladestationen fließt Ökostrom, womit eine absolut CO2-freie Fahrt garantiert ist. Getragen wird die Elektromobilität in München von der SWM Ausbauoffensive Erneuerbare Energien. Mit dieser wollen wir bis 2025 so viel Ökostrom in eigenen Anlagen erzeugen, wie in der Landeshauptstadt verbraucht wird. Damit decken wir auch den zukünftigen Bedarf aus E-Mobilität ab.“

Quelle: BMW Group / Siemens / Stadtwerke München

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