photovoltaik-guide.de verwendet Cookies um Ihnen den bestmöglichen Service bereitzustellen. Indem Sie den Button "akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Hamburg, 10. November 2011, Die Conergy AG konnte seinen Auslandsumsatz um mehr als 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Der Umsatz konnte in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 um mehr als ein Viertel auf 414,5 Mio. Euro gesteigert werden (Vorjahr: 330,2 Mio.Euro). Trotz des derzeit schwierigen Marktumfeldes entspricht dies preis- und währungsbereinigt beim Verkauf von Solarmodulen einer Volumensteigerung von insgesamt 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Erfreulich war vor allem der starke Zuwachs von 62 Prozent in Asien, aber auch die positive Entwicklung in Griechenland, Italien und Nordamerika.Conergy-AG-300x226In den ersten neun Monaten des Jahres konnte so insgesamt eine Volumensteigerung von rund 11 Prozent erzielt werden. Der erfreulichen Entwicklung in den Auslandsmärkten stand jedoch ein anhaltend schwacher deutscher Solarmarkt gegenüber. Bedingt durch den Nachfragerückgang in Deutschland sowie den anhaltenden Preisverfall ging der Gesamtumsatz im Dreivierteljahr 2011 im Vergleich zum Boom-Jahr 2010 um 14 Prozent auf 570,9 Mio. Euro zurück (Dreivierteljahr 2010: 664,9 Mio. Euro). Beeinflusst durch Einmaleffekte aus der Neuausrichtung der Modulfabrik und dem weiterhin schwierigen Marktumfeld des 3. Quartals belief sich Conergys operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) Ende September auf -47,2 Mio. Euro (Dreivierteljahr 2010: 33,6 Mio. Euro) und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf -136,4 Mio. Euro (Vorjahr: 13,1 Mio. Euro). Das Konzernergebnis nach Steuern aus dem fortzuführenden Geschäft lag bei -103,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro).
 
Q3: Negativer Einfluss durch Einmaleffekte aus Neuausrichtung der Modulfertigung

Der schwache deutsche Markt sowie der anhaltend starke Preisdruck durch Überkapazitäten am Markt belasteten insbesondere das Umsatzergebnis des 3. Quartals 2011. Hinzu kam die durch die Finanzkrise ausgelöste Zurückhaltung europäischer Banken bei der Projektfinanzierung in einigen Ländern. Conergy erzielte im 3. Quartal einen Umsatz in Höhe von 182,4 Millionen Euro (Q3 2010: 275,3 Millionen Euro). Der sich entgegen den Erwartungen weiter verschärfende Preisverfall bei Modulen um über 30 Prozent seit Jahresbeginn schmälerte die Rohertragsmarge: Diese blieb mit 19,5 Prozent zwar im Vergleich zum 2. Quartal 2011 stabil (Q2 2011: 19,1%), lag jedoch deutlich unter dem Vorjahreswert von 23,3 Prozent.
 
Zusätzlich belasteten im Wesentlichen nicht zahlungswirksame Sondereffekte von insgesamt -83,9 Mio. Euro das operative Ergebnis: Die durch die künftige Fokussierung auf die Modulfertigung in Conergys Werk in Frankfurt (Oder) bedingten Einmaleffekte von -14,3 Mio. Euro beeinflussten das EBITDA negativ. Im 3. Quartal 2011 belief sich dieses deshalb auf -28,2 Mio. Euro (Q3 2010: 7,7 Mio. Euro). Gleichzeitig führte diese Umstellung in der Modulfabrik zu außerplanmäßigen Abschreibungen von -69,6 Mio. Euro, die das EBIT auf -104,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) sinken ließen. „Mit der Umstellung fallen hier zunächst negative Sondereffekte an“, so Conergy Finanzvorstand Dr. Sebastian Biedenkopf. „Die Produktionskosten am Standort werden künftig aber deutlich sinken.“
 
Conergy Vorstand Alexander Gorski dazu: „Mit der strategischen Neuausrichtung in unserer Modulfertigung in Frankfurt (Oder) sehen wir uns für die Zukunft gut aufgestellt. Conergy macht sich durch die reduzierte Fertigungstiefe erheblich unabhängiger von einem möglichen weiteren Preisverfall. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die künftige Profitabilität der Fabrik und der Gruppe. Ferner werden wir weiter unsere Personal- und Sachkosten in allen Bereichen konsequent senken.“
 
Q3: Einmalertrag aus Forderungsverzicht der Kreditgeber beeinflusst Ergebnis positiv

Positiven Einfluss auf das Konzernergebnis hatte der einmalige Ertrag aus der im Juli erfolgten Kapitalerhöhung und einem damit verbundenen Forderungsverzicht seitens der Kreditgeber von 67,8 Mio. Euro. Das Konzernergebnis nach Steuern aus dem fortzuführenden Geschäft betrug demnach -62,2 Mio. Euro (Vorjahr: -4,3 Mio. Euro). Ein konsequentes Working Capital Management sorgte im Laufe des 3. Quartals 2011 für einen leicht positiven Nettocashflow in Höhe von 10,2 Mio. Euro.
 
„Wir haben bisher ein sehr schwieriges Solarjahr 2011 gesehen, das hinter den Erwartungen zurück blieb“, so Conergy Vorstand Gorski. „Für die Geschäftsentwicklung im 4. Quartal sind wir verhalten optimistisch. Risiken sehen wir allerdings noch aufgrund der Finanzkrise in mehreren europäischen Ländern. Hierdurch kam es in den letzten Monaten zu Verzögerungen in der Finanzierung von Projekten. Insbesondere durch unser ausgezeichnetes Working Capital Management der letzten Monate sind wir jedoch gut positioniert.“
 
Ausblick: Umsatz und EBITDA Gesamtjahr 2011

Obwohl es Conergy gelungen ist, das insgesamt gehandelte Volumen in den ersten drei Quartalen des Jahres zu erhöhen, konnte dadurch der starke Preisverfall nicht kompensiert werden, weshalb für 2011 mit einem Umsatzrückgang gegenüber 2010 gerechnet wird. Insgesamt geht  der Vorstand für das Gesamtjahr von einem Umsatz in der Bandbreite von 750 Mio. Euro bis 800 Mio. Euro aus. Dies wirkt sich, zusammen mit einer ebenfalls gesunkenen Rohertragsmarge, auf die Ertragslage aus. Zwar wurden mit der Neuausrichtung des Werks in Frankfurt (Oder) Maßnahmen eingeleitet, um die Profitabilität des Konzerns zu stärken. Es wird jedoch erwartet, dass der positive Effekt daraus erst ab dem Geschäftsjahr 2012 vollständig ersichtlich wird. In 2011 führen diese Maßnahmen zu einer Ergebnisbelastung durch Einmaleffekte. Die Conergy AG erwartet daher für das Gesamtjahr 2011 ein Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) zwischen -50 Mio. Euro und -55 Mio. Euro.
 
Ausblick: Geschäftsjahr 2012

Für das Jahr 2012 rechnet das Unternehmen mit einem stagnierenden Weltmarkt. Durch die weiter steigenden Produktionskapazitäten insbesondere der asiatischen Hersteller muss deshalb von einem anhaltenden Preisverfall ausgegangen werden. Durch den konsequenten weiteren Ausbau der Vertriebsaktivitäten in den verschiedenen Kernmärkten soll ein solcher Preisverfall aber zumindest ausgeglichen werden, weshalb der Vorstand für 2012 mit einem Umsatz auf Höhe des Umsatzes 2011 rechnet. Gleichzeitig sollte sich durch die eingeleiteten Umbau- und Restrukturierungsmaßnahmen das EBITDA auf einen niedrigen positiven Wert verbessern.

Quelle: Conergy AG

You have no rights to post comments