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Hamburg, 21. Dezember 2010, Finanzieller Neubeginn bei Conergy: Die Kreditgeber des Solarunternehmens haben sich mit der Gesellschaft darauf geeinigt, das Unternehmen deutlich zu entschulden und sich zum Teil im Eigenkapital zu engagieren. Das jetzt unterschriebene Refinanzierungspaket wird die Schulden der Conergy um insgesamt € 188 Mio. zurückführen und damit die zukünftige Zinsbelastung des Unternehmens erheblich mindern. Die verbleibende Kreditlinie in Höhe von € 135 Mio. wird für weitere vier Jahre zu marktüblichen Konditionen vereinbart. Erst nach Ablauf von drei Jahren sind so genannte „financial covenants“ vorgesehen.

Conergy Finanzvorstand Dr. Sebastian Biedenkopf dazu: „Diese Einigung ebnet den Weg für einen Neubeginn und sichert Conergys finanzielle Zukunft langfristig. Am Ende der jetzt eingeleiteten Bilanzrestrukturierung wird eine neue Conergy stehen.“

Das Refinanzierungskonzept sieht zunächst eine Herabsetzung des Grundkapitals von heute knapp € 400 Mio. auf rund € 50 Mio. vor. Anschließend will das Unternehmen eine Kapitalerhöhung von bis zu € 188 Mio. durchführen. Bei dieser Kapitalerhöhung steht den Conergy Aktionären ein Bezugsrecht zu. Werden diese Bezugsrechte ausgeübt, wird Conergy mit den Erlösen einen entsprechenden Teil der heute bestehenden Kredite zurückführen.

Für den Fall, dass Bezugsrechte nicht ausgeübt werden, hat sich ein Teil der Kreditgeber verpflichtet, seine Kreditforderungen gegenüber Conergy von bis zu nominal € 188 Mio. als Sacheinlage einzubringen, die für diesen Zweck mit 60% ihres Nominalwertes angesetzt werden sollen, um im Gegenzug Aktien zu erhalten. In beiden Fällen wird die Verschuldung der Conergy zurückgeführt. Diese Maßnahmen sollen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung beschlossen werden, die Anfang 2011 stattfinden soll. Sie ermöglichen es, den Kreditrahmen von heute € 323 Mio. auf € 135 Mio. anzupassen. Die neuen Kreditlinien werden von dem anderen Teil des heutigen Bankenkonsortiums mit einer Laufzeit von vier Jahren bereit gestellt.

Die Umsetzung des Refinanzierungspakets steht unter einer Reihe von üblichen Bedingungen, wie zum Beispiel der Erteilung von verbindlichen Auskünften der zuständigen Finanzbehörde und Gemeinden, dem Erhalt eines Restrukturierungsgutachtens und eines Sacheinlagen-bewertungsgutachtens sowie der teilweisen Rückführung der heute bestehenden Avallinie.

Dr. Biedenkopf weiter: „Wir denken, mit dieser Lösung einen Kompromiss gefunden zu haben, der die Interessen aller Beteiligten angemessen berücksichtigt. Mein Dank gilt insbesondere den Banken, die bereit waren, im Vertrauen auf die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens diese Entschuldung einzuleiten und uns damit einen Neubeginn zu ermöglichen. Nun können wir uns wieder voll auf das eigentliche Geschäft konzentrieren.“

Quelle: Conergy

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