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Schwimmender solarpark Weeze

Auf einem Baggersee in Vorselaer bei Weeze, betreibt die Weseler Kiesfirma Hülskens eine circa 7500 quadratmetergroße Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung, die schwimmt!

Mit dem erzeugten Strom, den die 1.872 Module liefern, werden in der Spitze 750 Kilowatt erzeugt. Das sind circa 637.000 Kilowattstunden im Jahr. Somit kann der Strombedarf des Sand- und Kieswerkes fast vollständig gedeckt werden; der für den Betrieb von Saugbaggern, Transportbändern und Siebmaschinen benötigt wird. Weil am Wochenende nicht gearbeitet wird, wird der erzeugte Ökostrom an diesen Tagen in das öffentliche Netz eingespeist.

Die Projektsteuerung, Installation und Netzanbindung der Solarinsel wurde von der Neusser Rheinland Solar übernommen. Die schwimmfähige Unterkonstruktion, die die 1872 Module trägt und aus 12 Meter langen Stahlelementen besteht, wurde von dem Betreiberunternehmen Hülskens in Eigenregie entwickelt und gebaut. Für den außergewöhnlichen Standort war ist es wichtig, dass die Plattform und die Module starkem Wind, Sturmböen und rauen Witterungsbedingungen standhalten kann.

Obwohl schwimmende Solaranlagen in Deutschland noch selten sind, es gibt sie bereits in anderen Ländern wie Japan und in den Niederlanden….und besitzen viele Vorteile. So werden keine großen Freiflächen für die Anlagenmodule benötigt. Die Stromerzeugung erfolgt höchst effizient, weil die Panels durch das umgebende Wasser ständig gekühlt und hinterlüftet werden. Auch ökologisch bietet eine Solarinsel Vorteile: Die Modulflächen verschatten an ihrem Standort die See und verlangsamen das Algenwachstum.

Die Solaranlage wurde im Juli in nur 4 Wochen montiert und im September 2020 ans Netz angeschlossen. Sie hat 800.000 Euro gekostet und soll sich bereits nach sechs Jahren amortisiert haben.

Die Firma Hülskens versteht das Thema „erneuerbare Energien“ als Chance und beabsichtigt in Zukunft noch viele weitere Kieswerke in Deutschland mit schwimmenden Solaranlagen zur Stromgewinnung auszustatten.

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