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Berlin, 18. April 2012, Laut dem Bundesumweltministerium zeigt die Energiewende weitere Erfolge. Im ersten Quartal dieses Jahres lag demnach die Produktion von Wind- und SOlarstrom um bis zu 40 Prozent höher als im Jahr zuvor. Die Erneuerbaren Energien leisteten in der nachfragestärksten Jahreszeit einen entscheidenden Beitrag zu Versorgungssicherheit und Preisstabilität. Zum Thema Preisstabilität bleibt anzumerken, dass die Energieversorgungsunternehmen diesen Preis nicht an die Verbraucher weitergeben.

Nach den Berechnungen des BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) lag die Produktion von Windstrom im ersten Quartal 2012 mit 15.682 Gigawattstunden (GWh) um 35 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum (11.594 GWh). Die Produktion Solarstrom stieg hingegen im selben Zeitraum sogar um 40 Prozent auf über 3.900 GWh. Das BMU bezieht sich hier auf Aussagen des Bundesverbands Solarwirtschaft.

Der aktuelle Anstieg der Produktion erneuerbaren Stroms zeigt: Der Umstieg Deutschlands auf eine erneuerbare Energieversorgung beschleunigt sich weiter – Deutschland ist auf dem besten Weg, sein Ausbauziel von 35 Prozent erneuerbarer Energien im Jahr 2020 zu erreichen.

Grund Nummer eins ist neben günstigen Wetterverhältnissen der erhebliche Ausbau der Erzeugungskapazitäten: Im Jahr 2011 wurden allein an Land Windkraftanlagen mit einer Leistung von über 2.000 MW neu installiert. Das entspricht einem Zuwachs der installierten Kapazität in der Größenordnung von zwei Großkraftwerken. Außerdem wurden die ersten beiden Offshore-Windparks in Betrieb genommen. Nicht zuletzt durch diesen Kapazitätszuwachs konnten Windkraftanlagen schon im letzten Jahr 23 Prozent mehr Strom erzeugen als 2010 – ein Anstieg der sich fortschreibt. Auch der Zubau bei der Photovoltaik hatte 2011 mit 7.500 MW Rekordniveau erreicht. In den ersten Monaten dieses Jahres setzt er sich unvermindert fort. Neben dem Kapazitätsausbau dürften auch erste Erfolge beim Netzausbau positiv zu Buche schlagen.
 
Der dynamische Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stellt die Stromversorgung allerdings auch vor neue Herausforderungen. So brauchen wir einen schnellen Ausbau des Stromnetzes, um über größere Strecken Erzeugung und Nachfrage auszugleichen. Dafür hat der Bund durch Gesetze zum beschleunigten Netzausbau, eine verbesserte Bürgerbeteiligung und verstärkte wirtschaftliche Anreize die Voraussetzungen geschaffen. Daneben hat für die Bundesregierung die Entwicklung neuer Speichertechnologien und mittelfristig der Bau neuer Speicher höchste Priorität. Das mit 200 Mio. Euro dotierte Speicherforschungsprogramm soll helfen, neue Speichertechnologien zu entwickeln. Mit den im EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) und im Energiewirtschaftsgesetz jüngst getroffenen Regelungen werden Energiespeicher von der EEG- und Netzumlage befreit und damit die Wirtschaftlichkeit dieser Anlagen verbessert. Insgesamt soll damit erreicht werden, dass nicht bei Starkwind im Norden und Osten Deutschlands Windparks vom Netz genommen werden müssen.

Mit dem beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland setzt sich in diesem Jahr fort, was Zahlen des Umweltbundesamts für 2011 aufzeigen: Deutschlands Bemühungen um Klimaschutz und eine nachhaltigere Wirtschaftsweise haben Erfolg.

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen: „Die Energiewende nimmt Fahrt auf. Der beschleunigte Ausbau der Erneuerbaren Energien ist gekoppelt an den weiteren kontinuierlichen Rückgang der CO2-Emissionen. Deutschland ist auf einem guten Weg, sein Klimaziel nicht trotz, sondern aufgrund der Energiewende zu erreichen.“

Röttgen weiter: „Wir werden den Ausbau der Erneuerbaren Energien wie geplant konsequent weiter fortsetzen, uns um den Netzausbau und die Netzanbindung kümmern. Wir brauchen vor allem Fortschritte bei der Energieeffizienz, bei der Gebäudesanierung, im Verkehrsbereich und bei der effizienteren Stromnutzung. Die dafür nötigen Maßnahmen sind Bestandteil des Energiekonzeptes. Wir werden sie Schritt für Schritt umsetzen, und damit auch die dort definierten Klimaziele erreichen.“ Die dafür nötigen Maßnahmen sind Bestandteil des Energiekonzeptes. Wir werden sie Schritt für Schritt umsetzen, und damit auch die dort definierten Klimaziele erreichen.“

Quelle: BMU

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