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Forschung/Entwicklung

 

München, 26. Juni 2012, Canadian Solar liefert ELPS-Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 1 MW für eine von Nordwest Solar projektierte Forschungs- und Versuchsanlage für Solarmodule im Emsland. In unterschiedlichen Zonen der 3 Hektar großen Freiflächenanlage in Werlte sollen verschiedene Eigenschaften von Solarmodulen getestet werden, um neue Erkenntnisse für die Effizienzsteigerung zu finden. Der Baubeginn ist noch für den Juni geplant. Das PV-Kraftwerk gehört damit zu den ersten Projekten in Deutschland, bei denen die ELPS-Solarzellentechnologie von Canadian Solar zum Einsatz kommt.

Canadian Solar

Initiiert wurde die Versuchsanlage mit einer Gesamtleistung von rund 2 MW durch das Institut für Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG (IEE), das 3N-Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und die Gemeinde Werlte. Aufgrund der unbedingten Liefertreue hat man sich für das Großhandelszentrum für Photovoltaik Redpoint Solar GmbH als Lieferant der Systemkomponenten des solaren Testfeldes entschieden. Bei Planung des außergewöhnlich anspruchsvollen Projektes sowie Installation der u.a. ELPS-Solarmodule von Canadian Solar setzt das IEE auf Erfahrung und Kompetenz. Hier vertraut man mit der Nordwest Solar Energiesysteme GmbH voll und ganz auf einen der führenden Unternehmen in der PV-Branche.

„Der Norden Deutschlands gilt fälschlicherweise als weniger interessant für PV-Anlagen. Wir wollen zeigen, welche Vorteile aus niedrigeren Temperaturen und einem damit geringeren Leistungsabfall der Module entstehen. Deshalb haben wir uns bewusst für die technologisch führenden Canadian-Solar-Module mit der neuen ELPS-Technologie entschieden“, so Jörg Klingberg (IEE). Bei den ELPS-Zellen kann dank des Metal-Wrap-Through-(MWT)-Konzepts jede Solarzelle 3 Prozent mehr Licht absorbieren. Im Vergleich zu konventionellen Modulen produzieren ELPS-Solarmodule bis zu 7 Prozent mehr Strom.

„Effizienzsteigerung ist das wichtigste Thema für die Solarindustrie. Mit der ELPS-Technologie haben wir hier einen entscheidenden Sprung nach vorne gemacht, wie unser jüngst in Labormessungen erreichter Wirkungsgrad von 21,1 Prozent beweist. Deshalb freuen wir uns sehr, dass diese Technologie hier in Werlte zum Einsatz kommt“, erklärt Dr. Shawn Qu, Chairman und CEO von Canadian Solar.

Quelle: Canadian Solar

 

Eschborn, 24. Juni 2012, Überall in Uganda fallen sie ins Auge: Mobilfunkmasten, lärmend betrieben von stinkenden Dieselgeneratoren. „Mobil funken mit Solarenergie“, diese Idee kann mittels eines neuen Betreiberkonzeptes zukünftig nicht nur den Mobilfunkanbietern helfen, über 90 Prozent der Kohlendioxidemissionen aus dem teuren Dieselkraftstoff einzusparen.

Der Solarstrom soll darüber hinaus zur klimafreundlichen Elektrifizierung angrenzender Siedlungen genutzt werden. In einer Pilotstudie mit ihrem deutschen Partner, der mittelständigen Kirchner Solar Group GmbH, wird die GIZ ein Konzept zur privatwirtschaftlichen Vermarktung des Solarstroms entwickeln. Viele der rund 3.000 Mobilfunkantennen in Uganda könnten damit zu Leuchttürmen werden, die Licht in entlegene Dörfer bringen.  

Kein Strom auf dem Lande

Das ugandische 34 Millionen-Volk lebt zu 80 Prozent von der Landwirtschaft. Mehr als 27 Millionen leben auf dem Lande, und dort haben nur etwa 3 Prozent aller Haushalte einen Stromanschluss: Diese Zahlen belegen, vor welcher Herausforderung die deutsche EZ steht. Der Mangel an elektrischer Energie bremst die unternehmerische Aktivität und behindert das Wachstum der kleinen Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe; und er schränkt die Lebensverhältnisse der armen Landbevölkerung erheblich ein. So werden in Millionen von Hütten abends nach 19 Uhr - denn die afrikanische Nacht am Äquator beginnt früh - die Petroleumlampen angezündet. Sie verpesten die Luft mit krebserregenden Stoffen und sind teuer im Verbrauch. Ein Liter Petroleum, der etwa eine Woche reicht, wird außerhalb der Städte für zwei US Dollar verkauft. Das ist oft mehr als der tägliche Verdienst eines Kleinbauern.

Solarenergie als Lösung?

Eine Kilowattstunde aus Petroleumbrennern, aus kleinen Dieselgeneratoren oder aus Batterien, die die Menschen für ihr Radio brauchen, ist sehr viel teurer als Solarenergie. Dennoch setzt sich Solartechnik nur langsam durch: Eine häusliche Solaranlage kostet rund 300 US-Dollar und amortisiert sich erst nach drei Jahren. Einem Subsistenzbauer, der nur von Ernte zu Ernte denkt, fällt es schwer, drei Jahre voraus zu planen und zu sparen. Auch der Bau von Solaranlagen zur Dorfstromversorgung scheitert oft an der geringen Investitionskraft der Kleinunternehmer.

Mobilfunkanbieter als Hauptabnehmer

Die Projektidee ist folgende: Ein Solarstromanbieter gewinnt ein Mobilfunkunternehmen als sicheren Hauptkunden - die Firma Airtel hat bereits zugesagt. Dann werden pilothaft einige Mobilfunkmasten in netzfernen Regionen ausgewählt, die in unmittelbarer Nähe zu Siedlungen stehen und als Anknüpfungspunkte für die solargestützte Elektrifizierung dienen können. Der Solarstromanbieter wird die Funkantenne versorgen und gleichzeitig Solarstrom an Haushalte im Umkreis verkaufen. Der Strom soll mittels eines Prepaid-Meter-Systems verkauft werden: Der Kunde bezahlt via Mobiltelefon nur soviel Kilowattstunden, wie er sich leisten kann. Die GIZ Uganda setzt dabei auf ein Verfahren, welches die Firma Insensus bereits in einem Kooperationsprojekt zur Wind-Solar-Energieerzeugung mit der GIZ im Senegal erprobt hat. Die Firma, die dafür mit dem Innovationspreis „Klima und Umwelt 2010“ vom BMU und BDI ausgezeichnet wurde, wird als externer Dienstleister das Energiemanagementsystem entwickeln.

Die Leistung der deutschen Solartechnikfirma

Die Kirchner Solar Group operiert in Uganda seit 2008 und hat vier Geschäfte sowie eine Produktionsstätte und Schulungszentrum bei Kampala aufgebaut. Die Firma wird in mobilen „Energy Containers“ die gesamte Technik der Solaranlage „schlüsselfertig“ vor Ort bereitstellen. Kirchner Solar tritt dabei als Stromversorger auf: Als erstes Unternehmen in Ostafrika wird die Firma in ein solches Projekt investieren und es operational steuern. Dazu zählt auch die Ausbildung von örtlichem Fachpersonal, damit die Anlage vom Dorf aus betrieben und gewartet werden kann. Erklärtes Ziel ist es, dass die solargestützte Elektrifizierung netzferner Siedlungen qualifizierte Beschäftigungsmöglichkeiten im ländlichen Raum schafft.

Quelle: Kirchner Solar Group

 

München, 18. Juni 2012, Der Solarmodulhersteller Canadian Solar belegt erneut mit seinen Solarmodulen obere Plätze beim PVUSA Test Conditions Rating. Bewertet wurden von der California Energy Commission (CEC) im Rahmen des Solar Electric Incentive Programs über 9.000 Solarmodule. Canadian Solar konnte sich auch diesmal wieder gegenüber dem Wettbewerb behaupten. Das PTC Rating der CSI etabliert sich immer stärker als Industriestandard zur Leistungsbemessung von PV-Modulen. Ein höherer PTC-Wert deutet auf einen größeren, realen Ertrag pro installiertem Watt hin und bewirkt somit einen schnelleren Return on Investment.

Canadian Solar

Die Modulserie CS6P-P von Canadian Solar erzielt bei den PTC Ratings regelmäßig hohe durchschnittliche Werte von 91 Prozent bei einer Wattleistung von 235-250 Watt.

Dr. Shawn Qu, Chairman und CEO von Canadian Solar: „Wir haben von Beginn an die Qualität unserer Produkte auch durch Drittparteien bestätigen lassen, basierend auf strikten Kontrollen und Tests. Auf diese  Weise stellen wir sicher, dass unsere Solarlösungen den internationalen Standards für Leistung, Qualität und Sicherheit entsprechen. Wir erhalten kontinuierlich hohe PTC Ratings für unsere Solarmodule  und bieten unseren Kunden und Partnern damit Sicherheit in Bezug auf die Qualität, Leistung und Lebensdauer.”

Quelle: Canadian Solar

Allschwil, 20. Juni 2012, Multi-Contact, ein Hersteller von Photovoltaik-Komponenten, hat seine Solarprodukte einer freiwilligen Ammoniakbeständigkeitsprüfung unterzogen. Wie das Unternehmen mitteilt, haben in einem ersten Schritt die Photovoltaik-Steckverbinder MC4 sowie die kristalline Anschlussdose Westlake die anspruchsvollen Prüfungen mit Erfolg bestanden. Durchgeführt wurden die Tests und Prüfungen von der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft). Die erfolgreichen Untersuchungen wurden mit einem Zertifikat bescheinigt. Der Labortest ermittelt, ob das Prüfobjekt geeignet ist, den Einwirkungen von Stallluft über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren standzuhalten.

Hintergrund:

In landwirtschaftlichen Betrieben erfahren Solarstromanlagen eine starke Verbreitung. Solarmodule auf Scheunen und Stallungen gehören zum Erscheinungsbild der Photovoltaik-Installationen. Dabei sind die Solaranlagen verschärften Umweltbedingungen ausgesetzt. Insbesondere in Betrieben der Schweine-, Rinder- und Hühnermast schlagen sich die von den Tieren ausgeschiedenen Exkremente und Gase in Verbindung mit feuchter Luft auf der Solaranlage nieder, wodurch deren Funktion mit der Zeit erheblich beeinträchtigt werden kann. Schäden und Ausfälle können die Folge sein, wenn die einzelnen Baugruppen einer solchen PV-Anlage nicht gegen Ammoniak beständig sind.

Quelle: Multi-Contact AG

Freiburg, 15. Juni 2012, Das "CalLab PV Modules" des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE aus Freiburg konnte jetzt seine Genauigkeit bei der Präzisionsprüfung von Photovoltaikmodulen noch weiter steigern. Durch die weltweit einmalige Präzisionsmessung mit nur 1,8 Prozent Messabweichung kann der Hersteller die Leistung von Solarstrommodulen exakt ermitteln. Für Investoren erhöhen sich Zuverlässigkeit und Sicherheit in der Kalkulation.

Fraunhofer - Vorbereitung der Leistungsmessung von PV-Modulen am Fraunhofer ISE

Bild: Vorbereitung der Leistungsmessung von PV-Modulen am Fraunhofer ISE

Weltweit sind heute Solarstromanlagen mit über 60 GW (Gigawatt) Leistung installiert, mit stark steigender Tendenz. In diesem sich schnell entwickelnden Markt ist Qualitätssicherung entscheidend. Die präzise Kalibrierung von Photovoltaik(PV)-Modulen spielt sowohl in Forschung und Entwicklung als auch bei der Produktion eine herausragende Rolle. Sie ist unverzichtbar für
Modulhersteller, Investoren und Betreiber von Photovoltaik-Kraftwerken.

Der neue Rekordwert von lediglich +/- 1,8 Prozent wird unter Berücksichtigung der so genannten spektralen Fehlanpassung ermittelt. "Damit bietet das CalLab PV Modules des Fraunhofer ISE Herstellern einen Referenzwert, mit dem sie die Leistung ihrer Module noch präziser bestimmen können", freut sich Klaus Kiefer, Abteilungsleiter Qualitätssicherung Solarmodule und PV-Kraftwerke. "Bei einem Produktionsvolumen von 2 GW entspricht 1 Prozent Abweichung in der Leistung einem Wert von rund 14 Mio. Euro. Investoren erlangen ihrerseits eine erhöhte Sicherheit bei der Errechnung von Risikoaufschlägen und der Gesamtkalkulation für PV-Kraftwerke."

Quelle: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE