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Forschung/Entwicklung

München, 26. August 2014, Zhongli Talesun Solar hat ein neues Photovoltaik-Modul entwickelt, das keine potentialinduzierte Degradation mehr aufweist. Die Testproduktion des gemeinsam mit Dow Chemical entworfenen „Zero PID Module“ ist bereits in Jiangsu angelaufen. Die Serienproduktion startet, sobald der TÜV-Süd den neuen Typ zertifiziert hat.
 
Die potentialinduzierte Degradation (PID) ist ein kompliziertes Phänomen, das aus drei Gründen entsteht: durch die Wanderung von Natrium-Ionen unter hoher Spannung, durch Ladungsumverteilungen entstehende Polarisierung der Oberfläche sowie durch eine elektrochemisch bedingte Korrosion zugehöriger Schaltkreise. Langfristig gefährdet die PID den Ertrag der Stromproduktion, die Einbußen können bis zu 70 Prozent betragen. Die neuen Zero-PID-Module von Talesun nutzen ein neues Material von Dow Chemical zur Kapselung und vermeiden so den PID-Effekt.
 
Tests bestätigen Zero-PID-Eigenschaften

Das Photovoltaik-Institut Berlin (PI Berlin) hat bereits eine Charge der Module getestet: Dabei betrugt die maximale Spannung 1.000 Volt. Die Luftfeuchtigkeit lag bei 85 Prozent, die Temperatur bei 85 Grad Celsius. Der Versuch lief über 672 Stunden, was einem simulierten Zeitraum von 25 Jahren unter herkömmlichen Einsatzbedingungen entspricht. Die Tests haben ergeben, dass der PID aller Module bei unter einem Prozent und damit deutlich unter dem Industriestandard lag; herkömmliche Module werden bei identischen Werten für Luftfeuchtigkeit und Temperatur lediglich für 96 Stunden getestet und erreichen dabei etwa fünf Prozent PID.
 
Weiterhin zeigten die Versuche, dass die Photovoltaik-Module auf lange Sicht einen hohen Wirkungsgrad beibehalten. Die Stabilität lag klar über denen herkömmlicher Module, so dass Anwender auf einen langfristig gesicherten Ertrag bauen können. Eine testweise Produktion, der auch die in Berlin überprüften Module entstammen, ist bereits im Talesun-Werk angelaufen. Die Massenherstellung wird beginnen, sobald der TÜV-Süd die Zero PID Module zertifiziert hat.
 
„Wir erwarten schon bald das Zertifikat des TÜV Süd“, sagt Gregor Albrecht, Geschäftsführer der Talesun Solar Germany GmbH in München. „Wir haben das Kapselungsmaterial von Dow Chemical auf innovative Art und Weise adaptiert. Unsere F&E-Abteilung hat darüber hinaus die Zelltechnologie überarbeitet, so dass die Wanderung von Natrium-Ionen nun ausbleibt. Das Ergebnis sind unsere Zero-PID-Module – damit stehen wir technologisch an der Spitze. Ein weiterer Beleg für unser innovationsgetriebenes Denken und Handeln.“
 
„Der hohe spezifische Widerstand des Kapselungsmaterials und unsere große Expertise bei Polymeren haben die Entwicklung des Zero-PID-Modules erst ermöglicht,“ sagt Sang-Ho Kang, Global Business Director bei Dow Photovoltaic. „Wir sind stolz darauf, mit einem so innovativen Unternehmen wie Zhongli Talesun Solar zusammenarbeiten zu können.“
 
Quelle: Talesun

Energieblogger, 27.03.2014, Die Aktion “Germany's Next Top EEG” ist zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen: Alle von unterschiedlichen Experten entwickelten Reformvorschläge für das Erneuerbare-Energien-Gesetz sind geeigneter für eine dezentrale Energiewende als der aktuelle Gesetzesentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Die Energieblogger haben über die letzten Wochen und Monate verschiedene EEG-Reformvorschläge aus Forschung, Wirtschaft und Politik untersucht und zeichnen nun fünf Konzepte aus, die sich am besten für eine dezentrale Energiewende mit 100% erneuerbaren Energien eignen. Die Gewinnerkonzepte stammen von Eurosolar, dem Wirtschaftsverband Windkraftwerke (WVW), dem Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), Hans-Josef Fell und dem Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES).

Energieblogger - Germanys next TOP EEG

Zwölf Konzepte aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft im Vergleich

Insgesamt wurden 12 Reformkonzepte systematisch durch die Energieblogger verglichen. “Bei der Auswahl der Reformvorschläge wollten wir eine ausgewogene Anzahl jeder Interessengruppe einbeziehen”, so die Initiatorin Cornelia Daniel-Gruber. “Vorschläge von Forschungseinrichtungen und öffentlichen Stellen haben wir ebenso angefragt, wie jene von Interessenvertretungen der erneuerbaren und fossilen Energiebranche” erklärt die Energiebloggerin.

Transparente und nachvollziehbare Bewertungskriterien

Die Kriterien für die Beurteilung der Konzepte sind auf http://blog.sustainment.de/?p=2024 dargestellt. “Auffällig ist, dass nur ein Reformvorschlag öffentlich nachvollziehbar durchgerechnet wurde, obwohl doch die Kosteneffizienz das proklamierte Ziel ist”, so der Sprecher der Energieblogger, Kilian Rüfer. “Auch zum Referentenentwurf für das EEG 2014 von Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel liegen keine Berechnungen vor, womit das übereilte Reformtempo aus volkswirtschaftlicher Sicht leicht ein Schnellschuss werden kann”, so Rüfer. In der Gesamtwertung sei der Referentenentwurf mit Blick auf die Chancen für kleine Investoren und auf 100% regenerative Energien weit abgeschlagen.

Infografik als Servicedienstleistung der Energieblogger für den Bundestag

Die Aktion “Germany’s Next Top EEG” bringt Transparenz in den Dschungel der Reformvorschläge und bietet Orientierung. Deshalb werden die Ergebnisse den Bundestagsabgeordneten Anfang April, bevor sich das Kabinett und der Bundestag mit dem finalen Gesetzesentwurf für die EEG-Novelle beschäftigen, in Form einer schnell zu erfassenden Infografik zur Verfügung gestellt. “Uns ist sehr wohl bewusst, dass die meisten Bundestagsabgeordneten nicht die Zeit haben, 12 verschiedene Konzepte durchzulesen, deshalb haben wir eine Infografik erstellt, die alle für eine dezentrale Energiewende relevanten Informationen aus den Studien im Überblick darstellt” erklärt Energiebloggerin Kathrin Hoffmann. Die entscheidenden Politiker können so auf einen Blick erkennen, wie der Entwurf der EEG-Novelle im Vergleich zu den untersuchten Reformvorschlägen abschneidet. Wenn dies in die Beurteilung der geplanten EEG-Novelle einfließt, kann jeder Politiker eine klare Entscheidung für oder gegen die dezentrale Energiewende fällen.

Energieblogger - Germanys next TOP EEG

Die vollständigen Ergebnisse sowie die Infografik sind auf http://energieblogger.net/Promo-GNTEEG.asp zu finden.

Quelle: Energieblogger

Viele Verbraucher können ihre Stromrechnung entlasten, wenn sie einen günstigeren Ökostrom-Anbieter wählen. Ein Wechsel des Stromanbieters ist über die bekannten Vergleichsportale wie beispielsweise VERIVOX sehr einfach und schnell zu handhaben.
 
Die EEG-Umlage wird im nächsten Jahr um rund einen Cent je Kilowattstunde Strom steigen. Haupttreiber dieser Erhöhung sind Entlastungen für Industriebetriebe und der Preisverfall an der Strombörse. Dennoch müssen sich Haushaltskunden nicht unbedingt vor einer höheren Stromrechnung fürchten. Wer den Stromanbieter wechselt, kann oft wesentlich mehr sparen, als die Erhöhung der EEG-Umlage im nächsten Jahr ausmachen wird.

Wie die Übertragungsnetzbetreiber heute mitgeteilt haben, steigt die EEG-Umlage von derzeit 5,28 Cent je Kilowattstunde (Ct/kWh) im nächsten Jahr auf 6,24 Ct/kWh. Die Erhöhung bedeutet für einen Drei-Personen-Musterhaushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden Mehrkosten von 3,33 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) pro Monat, wenn die Stromversorger die Umlagesteigerung in vollem Umfang weitergeben und nicht mit ihren gesunkenen Beschaffungskosten an der Börse verrechnen. Im Jahr kommen so rund 40 Euro zusammen.

Zwar hält laut einer aktuellen Umfrage von TNS emnid die Mehrheit der Bevölkerung eine EEG-Umlage in dieser Höhe immer noch für angemessen. Dennoch könnten viele Verbraucher diese Umlageerhöhung durch einen Wechsel des Stromanbieters mehr als ausgleichen.

Grundversorgung meist teurer als andere Tarife

Nach Angaben des Verbraucherportals Verivox kann eine dreiköpfige Familie mit einem Verbrauch von jährlich 3.500 Kilowattstunden ihren Strom aktuell schon für etwa 900 Euro im Jahr beziehen, und zwar von namhaften Anbietern. Selbst zertifizierte Ökostromtarife sind oft für nur wenig mehr zu haben. Dennoch zahlen viele Stromkunden einen deutlich höheren Preis. Besonders die knapp 40 Prozent der Haushalte, die noch den Grundversorgungstarif beziehen (Stand 2011): Sie zahlen am meisten, denn nach wie vor stellt die Grundversorgung vielerorts die teuerste Versorgungsart dar, wie das folgende Beispiel zeigt:
 
Musterrechnung: Wechsel zu Ökostromanbieter gleicht EEG-Umlage-Erhöhung mehr als aus

Ein Berliner Drei-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden zahlt im Grundversorgungstarif 1.042 Euro im Jahr. Der Wechsel zu einem zertifizierten Ökostromanbieter wie zum Beispiel Naturstrom, der ausschließlich Strom aus Erneuerbaren Energien liefert, brächte hier eine Einsparung von 45 Euro. Die Differenz zwischen dem Berliner Grundversorgungstarif und dem Ökostrombeispiel beträgt somit 1,3 Cent je Kilowattstunde. „Durch einen Anbieterwechsel lässt sich also oftmals mehr Geld einsparen, als der Anstieg der EEG-Umlage im kommenden Jahr an Kosten verursachen wird. Gleichzeitig bringt die Wahl eines zertifizierten Ökostromanbieters die Energiewende in Deutschland voran“, so Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien.
 
Wechseln fördert den Wettbewerb

Auch jene Stromverbraucher, die schon einmal in der Vergangenheit den Lieferanten gewechselt haben, sollten immer wieder neu vergleichen. „Durch Anbieterwechsel entwickelt sich mehr Wettbewerb zwischen den Unternehmen“, erläutert Vohrer. „Ist die Konkurrenz groß genug, wächst auch der Druck auf die Stromversorger, ihre Angebote attraktiver zu gestalten und auch die günstigen Beschaffungskosten an ihre Kunden weiterzugeben.“

Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage von TNS emnid vom September 2013!

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) plädiert in ihrem Jahresgutachten 2014 für die Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Für Udo Möhrstedt, Gründer und Vorstandsvorsitzender der IBC SOLAR AG, sind das lediglich Vorschläge aus dem Elfenbeinturm. Seine Meinung ist, das sich Innovationen nicht in Patenten messen lassen.

IBC-SOLAR

Udo Möhrstedt: „Man muss sich fragen, in welchem Elfenbeinturm diese Experten die vergangenen zehn Jahre verbracht haben. Fakt ist: Die Anzahl der Patentanmeldungen war niemals eine Zielsetzung des EEG. Diese Größe nun als Messlatte für seinen Erfolg heranzuziehen, ist völliger Unsinn! Die Ziele des EEG waren immer, die Kosten für Technologien zur Gewinnung Erneuerbarer Energie zu senken, Investitionsanreize zu schaffen und so den Anteil von CO2-frei produziertem Grünstrom in Deutschland zu erhöhen. Fakt ist auch, das EEG hat diese Ziele vollkommen erfüllt. Insbesondere die Solarwirtschaft steht für technologische Leistungssteigerungen und Kostensenkungen wie keine andere europäische Branche. Dem EEG seinen eigenen Erfolg nun vorzuwerfen, ist absurd.“
 
Quelle: IBC SOLAR AG

Waldaschaff, 18. Dezember 2012, Im Zusammenhang mit Photovoltaikanlagen wird regelmäßig kontrovers diskutiert, ob sich eine Schneeräumung der Module (manuell oder z. B. durch elektrisches Anwärmen) rentiert. Als Einrichtung für Photovoltaikforschung hat sich das TEC-Institut für technische Innovationen dieser Frage angenommen und einen entsprechenden Vergleichstest durchgeführt.

TEC-Report - Ertragsmaximierung bei Schnee - Photovoltaik

Vergleichstest an Megawatt-Solarpark

Die Untersuchung wurde an einer 1,24 Megawatt Freiflächenanlage im tschechischen Holysov durchgeführt, die der Photovoltaik-Anbieter ANTARIS SOLAR für den Test zur Verfügung stellte. Zum Vergleich wurden zwei PV-Arrays à 32,4 kWp ausgewählt, die jeweils mit 180 monokristallinen Modulen des Typs ANTARIS ASM 180 belegt, nach Süden ausgerichtet und auch hinsichtlich Neigungswinkel und Wechselrichtern identisch waren. Die Leistungs- und Ertragsdaten beider Arrays konnten separat ausgelesen werden. Im weiteren Vorgehen wurde nun der eine Anlagen-Abschnitt bei Schneefall einmal täglich gereinigt, der andere Abschnitt nicht. Schnee, der nach einer Reinigung gefallen war, wurde erst bei der Räumung am nächsten Tag entfernt. Insgesamt 68 Tage lang war während des Untersuchungszeitraums ein Anlagenteil mit Schnee bedeckt, wobei die Schneedecke zwischen 10 und 60 Zentimetern variierte.

Überraschendes Ergebnis – Schneeräumung bringt kaum Ertragsgewinn

Das Ergebnis der Vergleichstests fiel verblüffend aus: Nur etwa 1,4 Prozent des Jahresertrags wurden durch die regelmäßige Schneeräumung gewonnen. Diese Zahl ergibt sich aus der Gegenüberstellung der Erträge beider Versuchs-Arrays während der Schneephase und ihrer jeweiligen Jahreserträge. Während der Schneephase trug der geräumte Anlagenabschnitt ca. 3 Prozent zum Jahresertrag dieses Arrays bei. Beim ungeräumten Array machte der Ertrag während der Wintermonate ca. 1,6 Prozent des Jahresertrags aus. Aus diesen Vergleichsdaten ergeben sich die 1,4 Prozent des Gesamtjahresertrags, die durch die Schneereinigung der Module erzielt wurden.

Angesichts dieses Testergebnisses stellt sich also die grundsätzliche Frage, ob sich eine Schneeräumung bei Photovoltaikanlagen überhaupt rechnet, d.h. ob die Reinigungskosten nicht den relativ geringen Mehrertrag übersteigen. Zumal noch ein gewisser Selbstreinigungseffekt hinzukommt, da Schnee durch das eigene Gewicht teils von selbst von den Modulen abrutscht. So werden ganz von selbst Teile der Modulfläche frei und eine Stromproduktion – wenn auch nur im unteren Leistungsbereich – setzt ein.   

Download: TEC-Report „Ertragsmaximierung bei Schnee“

Quelle: TEC-Institut für technische Innovationen