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Stuttgart, 17. März 2011, Erneuerbare Energien werden 2011 bereits knapp 20 Prozent des gesamten deutschen Strombedarfs decken – und künftig noch viel mehr. Damit wächst auch die Nachfrage nach Speichertechnologien für die unstetig anfallende Elektrizität. Wie Strom aus Wind und Sonne gut aufbewahrt und so auch leichter ausgebaut werden kann, präsentiert das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) auf der vom 4. bis 8. April stattfindenden Hannover Messe. Am Messestand macht ein Modell im Maßstab 1:50 eine Anlage zur Umwandlung von Ökostrom in Erdgas anschaulich. Monitore zeigen Sicherheitstests an den Stromspeichern Hochleistungsbatterien und gestatten so erstmals Einblicke in die Ulmer Labore für Batterietechnologie des F&E-Dienstleisters. Außerdem sind neue Brennstoffzellen-Stacks für emissionsfreie Mobilität zu sehen.

2020 werden erneuerbare Energien auf dem Stromsektor einen Anteil von 45 bis 50 Prozent halten. Wie man sie erfolgreich in das Energiesystem integriert, wird eine immer wichtigere Aufgabe. Denn der unregelmäßig auftretende Grünstrom droht das Stromnetz an seine Belastungsgrenze zu bringen. Eine elegante Lösung haben jetzt das ZSW, SolarFuel und das Fraunhofer IWES vorgestellt: Eine neue Speichertechnik konvertiert den Ökostrom über Elektrolyse und Methanisierung in erneuerbares Erdgas. Das Erdgas lässt sich in die Energieinfrastruktur einbinden, die Speicherkapazität ist immens. Erdgasautos, Heizungen und effiziente Gaskraftwerke können das Gas nutzen – und so den weiteren Ausbau von Wind- und Sonnenenergie unterstützen.

Auch den Stromspeichern Hochleistungsbatterien wird eine große Zukunft prophezeit. Forschung und Industrie sind auf der Suche nach dem Super-Akku. Entscheidend ist, dass die Akkus allen Anforderungen des Automobilalltags gerecht werden – von der Lebensdauer über die Kosten bis zur Sicherheit. Das würde die Marktchancen für urbane Elektroautos weiter verbessern. Die Zukunft der Autos auf Langstrecken wird aber den Hybridfahrzeugen mit Brennstoffzellen gehören. Als Energiespeicher der Brennstoffzelle dient Wasserstoff – der auch aus erneuerbaren Energien gewonnen werden kann. Beide Techniken erforscht und entwickelt das ZSW für die Industrie entlang der gesamten Wertschöpfungskette – inklusive vorindustrieller Fertigungslinien im Pilotmaßstab.

Das ZSW gehört zu den führenden angewandten Forschungsinstituten für erneuerbare Energien und Energieeffizienz. In Stuttgart, Ulm und Widderstall arbeiten derzeit rund 200 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker. Am Standort Stuttgart werden Photovoltaik und regenerative Kraftstoffe erforscht und Energiesystemanalysen erstellt, in Ulm Batterietechnik und Brennstoffzellen entwickelt.

Mehr Informationen zu den neuen Stromspeichertechnologien gibt es am ZSW-Stand, Nummer B61 in Halle 27.

Quelle: ZSW Stuttgart

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