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Frankfurt am Main, 30. November 2009 - Der Einsatz von Photovoltaik im Automobilbereich ist nach wie vor auf Dachkollektoren beschränkt, die das fahrzeugeigene Belüftungssystem betreiben. Technologische Fortschritte dürften allerdings dafür sorgen, dass sich das Nutzungsspektrum von Solarzellen schon bald auf Antriebsstrang- und ähnliche Anwendungen erweitern wird.

Parallel zu dieser Entwicklung ist davon auszugehen, dass Solarzellen bereits in absehbarer Zukunft erheblich günstiger werden, so dass auch Durchschnittsverdiener den Kauf eines umweltfreundlicheren Fahrzeugs erwägen können. In einem ersten Schritt werden die Sonnendachpaneele ausreichend Leistung bringen, so dass sie als alleinige Energiequelle für die Belüftung genutzt werden können.

Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Frost & Sullivan. Untersucht wurden dabei folgende Technologien: Polysilizium-Solarzellen, Dünnfilmsolarzellen und Solarzellen der dritten Generation. In der Automobilindustrie vollzieht sich derzeit ein Wandel in Richtung batteriebetriebener Motoren. Ein wachsendes Interesse an Null-Emissions-Autos, die zunehmende staatliche Förderung von Elektrofahrzeugen sowie die große Anzahl an Fahrzeugprototypen in der Pipeline deuten unweigerlich darauf hin, dass Elektrofahrzeuge die Autos der Zukunft sein werden.

Dass sich Elektroautos bisher noch nicht durchsetzen konnten, liegt unter anderem an ihrem hohen Energieverbrauch. Hier bietet sich die Nutzung erneuerbarer Energien wie Wind und Sonne geradezu an. Noch scheitert der breitflächige Einsatz von Solarzellen an der schlechten Kosten-Nutzen-Relation, die sich infolge technologischer Weiterentwicklungen jedoch erheblich verbessern dürfte. „Solarzellen werden in den nächsten Jahren Netzparität erreichen", meint Roshan Devadoss, Branchenanalyst bei Frost & Sullivan. „Folglich werden die Preise sinken, was diese Energieform für Anwendungen im Automobilbereich attraktiver macht."

Als Netzparität gilt der Zeitpunkt, an dem Strom aus Photovoltaikanlagen zum gleichen Preis erzeugt werden kann wie die von Versorgungsunternehmen mit fossilen oder nuklearen Brennstoffen produzierte Elektrizität. Eine weitere große Hürde für die Anwendung von Solarzellen im Automobilbereich ist ihr Gewicht. „Polysilizium-Dachmodule sind schwer und üben damit Druck nach unten aus, was sich in Elektro- und Hybridfahrzeugen negativ auf Batteriereichweite und -lebensdauer auswirkt und in konventionellen Autos den Spritverbrauch erhöht“, erläutert Devadoss. Die einzige rentable Alternative zu Polysiliziumzellen sind derzeit Dünnfilm-Solarzellen.

Deren vergleichsweise geringe Effizienz wird dadurch wettgemacht, dass sie sich dank ihres geringen Gewichts und ihrer Flexibilität einfach auch auf großen Flächen montieren lassen. „Viele Autobauer experimentieren derzeit mit Dünnfilm-Technologien und haben bereits Konzeptfahrzeuge entwickelt. Solarzellen der dritten Generation befinden sich noch im Entwicklungsstadium, dürften aber bald nicht nur auf dem Autodach, sondern auch auf Türen und Fenstern wie auch im Innenraum zu finden sein“, so Devadoss abschließend.

Die Studie Executive Analysis of the Market for Solar Technology Applications in the European Automotive Industry ist Teil des Growth-Partnership-Services-Programms Automotive & Transportation der Unternehmensberatung Frost & Sullivan, zu dem außerdem folgende Studien gehören: European Market Analysis for Low Speed Driver Assistance Applications, Strategic Analysis of European Automotive Interior Lighting Market, Strategic Analysis of European Automotive Exterior Lighting Market und European Automotive Original Equipment DAS, ESP, Passive Safety and Rain Sensors Market. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.

Quelle: Frost & Sullivan

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