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Brüssel, 11. Mai 2010 – Statement von Nani Beccalli-Falco, Präsident und Vorstandsvorsitzender von GE International, im Rahmen des Brüsseler Weltwirtschaftsforums

Europas zukünftige Rolle als führende Wirtschaftsmacht kann nur durch die Schaffung eines Umfeldes gesichert werden, das sowohl im öffentlichen als auch privaten Sektor Innovationen anregt, fördert und belohnt. Diese Meinung vertrat Nani Beccalli-Falco, Präsident und Vorstandsvorsitzender von General Electric (GE) International, bei seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Brüssel: “Der Europäische Gipfel findet heute an einem sehr entscheidenden Zeitpunkt für die Stabilität der EU und der Euro-Zone statt.“

Er begrüßte die Geldwertstabilitätsvereinbarung, die die EU-Finanzminister über Nacht erzielten und beschrieb sie als „einen der wichtigsten Schritte, den die Europäische Union seit der Gründung des gemeinsamen Marktes unternommen hat. Sie ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der größere Zusammenhalt innerhalb der EU die einzige Möglichkeit für die Union ist, ihre politische und wirtschaftliche Macht weltweit auszuschöpfen. Wir müssen alle einsehen, dass ein stärkerer Zusammenhalt langfristig im Interesse aller Bürger der Mitgliedsstaaten ist, auch wenn sie dafür kurzfristig Opfer bringen müssen. Es ist Zeit, die Hindernisse auf dem Weg zu diesem Ziel auszuräumen.”

Nani Beccalli-Falco hielt auf dem Gipfel eine Rede über die Bedeutung einer auf CO2-Reduzierung ausgerichteten Wirtschaft. Er befand sich dabei Seite an Seite mit der EU-Klimaschutzkommissarin Connie Hedegaard. “ Ziel der EU ist es, dass Europa durch neue technologische Entwicklungen eine Vorreiterrolle mit der besten CO2-Bilanz weltweit übernimmt. Die Einhaltung dieses Ziels ist heute ein wirtschaftliches, soziales und ökologisches Muss. Europas Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Erholung von der Krise hängen davon ab. Wenn die EU ihr Ziel erreicht, den Anteil an erneuerbaren Energien bis 2020 auf 20 Prozent zu steigern, kann dies etwa 410.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Die Reduzierung der CO2-Emissionen um 30 Prozent, wie die Kommission sie ins Gespräch bringt, könnte sogar 1,1 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze über einen Zeitraum von 10 Jahren bedeuten“, so Nani Beccalli-Falco.

„Die wirtschaftlichen Kosten für die Reduktion des  CO2-Ausstoßes um 20 Prozent bis 2020 sind um etwa 22 Milliarden Euro jährlich gegenüber den Schätzungen in 2008 gesunken, als dieses Ziel gesetzlich vereinbart wurde. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für die EU und ihre Mitgliedstaaten, die Reduzierung der CO2-Emissionen mit Nachdruck voranzutreiben. Innovationen im Bereich der CO2-armen Technologien, die Schaffung der richtigen politischen Rahmenbedingungen und eine Neuausrichtung der Finanzierungsmechanismen sind die entscheidenden Faktoren", betonte er.

Als Beispiel führte Nani Beccalli-Falco an, dass GE erst kürzlich 340 Millionen Euro in europäische Off-Shore-Windenergie-Projekte investierte, mit denen rund 2.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden: “Diese Investition wurde erst durch die EU-Rahmenbedingungen und die unterstützende nationale Politik möglich.“

Aufruf zu einem Abkommen für Umweltgüter und -Dienstleistungen

Nani Beccalli-Falco begrüßte und unterstützte die Forderung des EU-Handelskommissars Karel De Gucht nach Verhandlungen über ein Abkommen für Umweltgüter und -Dienstleistungen (Environmental Goods and Services Agreement /EGSA). 

“GE unterstützt diese Initiative rückhaltlos. Mit diesem Abkommen und der Liberalisierung des Handels mit grünen Produkten können Regierungen das Wachstum des umweltfreundlichen Energiesektors vorantreiben. Eine Vereinbarung über den schrankenlosen Handel für grüne Produkte und Dienstleistungen darf als einer der bedeutendsten Schritte gelten, den Regierungen kurzfristig machen können, um die Kluft zwischen unserer heutigen Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und einer auf erneuerbaren und anderen sauberen Energien ausgerichteten Zukunft zu überbrücken. Die Abschaffung übertriebener Zölle kann das Wachstum in diesem Sektor ermöglichen”, äußerte er sich zuversichtlich.

“GE ist davon überzeugt, dass jene Unternehmen und Volkswirtschaften, die heute in Innovationen investieren, gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgehen werden. Deshalb haben wir unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) in den letzten beiden Jahren erhöht, statt sie zu senken“, so Nani Beccalli-Falco. GE investiert über vier Milliarden Euro pro Jahr in F&E.

“Die Globalisierung hat zu einer Veränderung der Wirtschaftsordnung geführt, was sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung für die EU darstellt. Wenn Europa seinen Wettbewerbsvorteil und seine Stellung als führende Wirtschaftsmacht erhalten will muss es innovativer werden und auf die sich ändernden Marktbedingungen flexibel reagieren. Wir haben die Wahl zwischen Innovation oder Stagnation. Innovation kann der Katalysator für Europas wirtschaftliche Erneuerung sein, sie kann jedoch nicht in einem Vakuum stattfinden”, fuhr er fort.

„Wir begrüßen es, dass die EU-2020-Strategie Innovation in den Mittelpunkt stellt. Doch es bleibt abzuwarten, ob das ausreicht, damit die Kommission ihr Ziel erreicht, Europa eine fortschrittliche und nachhaltige Wirtschaft zu bescheren, die sich durch eine hohe Beschäftigungs- und Produktivitätsquote sowie einen ausgeprägten sozialen Zusammenhalt auszeichnet. Privater und öffentlicher Sektor müssen insgesamt zusammenarbeiten, um Investitionen über kurzfristige Visionen hinaus auf langfristige Ziele auszurichten und vom Einsatz innovativer Technologien zu profitieren“, schloss Nani Beccalli-Falco seine Ausführungen.

Quelle: GE

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