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Innovationen

Niestetal, 27. Oktober 2014, Die SMA Solar Technology AG, das Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen (elenia) der Technischen Universität Braunschweig und die GEWI AG erforschen in einem gemeinsamen Projekt, in welcher Form Photovoltaiksysteme zukünftig zur Erbringung von Regelleistung für die Stabilität der Stromnetze beitragen können. Im Rahmen des Projekts PV-Regel sollen geeignete technische Lösungen für private Kleinanlagen bis hin zu großen Solarkraftwerken entwickelt und die Machbarkeit in einem Feldtest nachgewiesen werden. Projektkoordinator des bis Juli 2017 laufenden und mit einem Budget von rund 3 Mio. Euro ausgestatteten Projekts ist SMA. Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber Amprion, TenneT, TransnetBW und 50Hertz begleiten die Forschungsarbeiten als assoziierte Partner. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Forschungsvorhaben im Rahmen der Initiative „Zukunftsfähige Stromnetze“.

Mit dem wachsenden Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung müssen diese zunehmend Systemverantwortung übernehmen und zur Stabilisierung der Stromnetze beitragen. Die bedarfsgerechte Bereitstellung von Regelleistung zur Haltung der Netzfrequenz ist dabei ein zentraler Aspekt. Die Partner des Verbundprojekts wollen, insbesondere auch vor internationalem Hintergrund, die Grundlagen für die Regelleistungserbringung durch die Photovoltaik erforschen und zukünftige, volkswirtschaftlich optimale Anforderungsprofile für den Beitrag der Photovoltaik zur Regelleistung erarbeiten. „Schon heute beteiligen sich Photovoltaikanlagen umfassend am Netzmanagement. Für die Zukunft besteht hier noch erhebliches zusätzliches Potenzial“, sagte Roland Grebe, SMA Vorstand Technische Innovationen, anlässlich des Kick-Off-Treffens zum Projektstart.

Darüber hinaus sollen innovative Konzepte für Photovoltaik-Kraftwerke zur Regelleistungserbringung entwickelt sowie ein momentanreservefähiger großer Batterie-Wechselrichter der Megawattklasse erprobt werden. Im Bereich der Kleinanlagen sollen praxistaugliche Systemlösungen für die Regelleistungserbringung mit hunderten, zukünftig dann tausenden, dezentral verteilten und gepoolten Photovoltaikanlagen geschaffen und evaluiert werden.

Neben dem Verbundprojekt PV-Regel forscht SMA gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie in weiteren von der Bundesregierung geförderten Projekten zu weiteren wichtigen Themen in den Bereichen Netzintegration der Photovoltaik und innovative Lösungen für die Energiewende. Dazu gehören unter anderem der Beitrag von Solaranlagen zur Spannungshaltung, zum Blindleistungsmanagement und zur transienten Netzstabilität ebenso wie die Rolle der Photovoltaik beim Netzwiederaufbau, die Speichereinbindung und intelligente Energiemanagementlösungen. Ziel ist die Entwicklung einer neuen Generation von system- und kostenoptimierten Photovoltaikanlagen, die in der dezentralen und 100 Prozent erneuerbaren Energieversorgung der Zukunft Versorgungssicherheit und Systemstabilität gewährleisten.

Quelle: SMA Solar Technology AG

Deggendorf/Shenzhen 24. Oktober 2014, Das chinesische Unternehmen BYD hat den derzeit größten kommerziell genutzten Energiespeicher der Welt ans Netz gebracht: 20 Megawatt (MW) Wechselrichterleistung bei 40 MWh Kapazität stehen auf dem Werksgelände von BYD bei Hongkong zur Nutzung bereit.
 
Der neue BYD-Großspeicher an der Unternehmenszentrale in Shenzhen dient vor allem dazu, Lastspitzen in der Energienachfrage abzufedern: Insbesondere nachts, wenn der Energiebedarf geringer ist, lädt die Riesenbatterie überschüssigen Strom aus dem Netz; tagsüber entnehmen die Verbraucher den Strom wieder aus den 32 einzelnen Speichereinheiten mit je 1.250 kWh, aus denen das große Energy-Storage-System (ESS) besteht. Neben diesem „Peak Shaving“ kann das System auch zur Frequenzstabilisierung im Netz beitragen. Insgesamt knapp 60.000 einzelne Lithium-Eisenphosphat-Zellen mit je 230 Amperestunden Kapazität bilden den Verbund, der in seinem Speicherumfang etwa einer halben Million Laptop-Batterien oder 2.000 Elektroautos entspricht.
 
„Die Dimensionen und Kennzahlen dieses Systems sind beeindruckend. Hier ist in einem Gebäude etwa so viel Batteriekapazität installiert, wie wohl alle bisher in diesem Jahr in Deutschland vereinten Heimspeicher zusammen haben“, rechnet FENECON-Geschäftsführer Franz-Josef Feilmeier hoch, der eng mit BYD zusammenarbeitet. Er vertreibt mit seinem Team in Europa die Heimspeicher des chinesischen Anbieters. Gemeinsam planen beide Partnerunternehmen ähnliche Projekte. „In China gibt es keine alteingesessene Energielobby, die sich Stromspeicher mit der Behauptung vom Leib halten will, man brauche diese erst in 20 Jahren. Im Gegenteil, dort werden die relevanten Geschäftsfelder der Zukunft erkannt und die Weichen entsprechend gestellt. Entscheidend ist es, die Funktionsvielfalt von Speichern zu erkennen und zu nutzen. Mit kombinierten Anwendungen für Regelleistung, Dienstleistungen im Verteilnetz und den Anwendungsfunktionen bei dezentralen Stromverbrauchern erzielen Speicher bereits jetzt auch in Deutschland eine hohe Wirtschaftlichkeit bei optimierter Versorgungssicherheit“.
 
Von der Idee ans Netz in zehn Monaten

Der Startschuss für das Projekt in China fiel im Oktober 2013, Betriebsbeginn war im Juni 2014. Die Hälfte der insgesamt zehn Monate dauernden Zeit von Planungsbeginn bis Inbetriebnahme war für den Aufbau der Gebäude erforderlich. Die eigentliche Installation des Speichers nahm drei Monate in Anspruch. Der Kraftwerksleitstand ist im Gebäude aufgebaut und stammt wie alle weiteren Komponenten vom Unternehmen selbst. Ein redundantes und von der Zelle über das Batteriemodul bis zum System durchgehendes Sicherheitskonzept gewährleistet einen gefahrlosen Betrieb der Lithium-Eisenphosphat-Akkus.
 
Der Großteil der Gelder stammt von BYD, zu einem kleinen Anteil sind auch Investoren beteiligt; die Nutzung von Preisunterschieden zwischen Beladen und Entladen durch Tag- und Nachtstrom, ein vermiedener Netzausbau für Spitzenlasten und Einnahmen für Netzdienlichkeit ermöglichen einen wirtschaftlichen Betrieb ohne Förderung oder Subventionen.
 
Der Rekordspeicher löst den bisherigen Spitzenreiter ab, ein 2011 installiertes 6 MW / 36 MWh Regelspeicherkraftwerk in der Nähe Pekings, das ebenfalls von BYD realisiert wurde. Derweil gehen die Planungen für die nächste Generation von netzdienlichen Speichern bereits weiter: aktuell werden 3 Standorte für ein 1000 MW / 200 MWh Speicherkraftwerk geprüft.
 
Die Speicherexpertise und überlegene Batterietechnik des Unternehmens hat auch Daimler erkannt: Das Unternehmen fertigt für den chinesischen Markt gemeinsam mit BYD in einem Joint Venture das Elektrofahrzeug DENZA.
 
Quelle: FENECON/BYD

München, 26. August 2014, Zhongli Talesun Solar hat ein neues Photovoltaik-Modul entwickelt, das keine potentialinduzierte Degradation mehr aufweist. Die Testproduktion des gemeinsam mit Dow Chemical entworfenen „Zero PID Module“ ist bereits in Jiangsu angelaufen. Die Serienproduktion startet, sobald der TÜV-Süd den neuen Typ zertifiziert hat.
 
Die potentialinduzierte Degradation (PID) ist ein kompliziertes Phänomen, das aus drei Gründen entsteht: durch die Wanderung von Natrium-Ionen unter hoher Spannung, durch Ladungsumverteilungen entstehende Polarisierung der Oberfläche sowie durch eine elektrochemisch bedingte Korrosion zugehöriger Schaltkreise. Langfristig gefährdet die PID den Ertrag der Stromproduktion, die Einbußen können bis zu 70 Prozent betragen. Die neuen Zero-PID-Module von Talesun nutzen ein neues Material von Dow Chemical zur Kapselung und vermeiden so den PID-Effekt.
 
Tests bestätigen Zero-PID-Eigenschaften

Das Photovoltaik-Institut Berlin (PI Berlin) hat bereits eine Charge der Module getestet: Dabei betrugt die maximale Spannung 1.000 Volt. Die Luftfeuchtigkeit lag bei 85 Prozent, die Temperatur bei 85 Grad Celsius. Der Versuch lief über 672 Stunden, was einem simulierten Zeitraum von 25 Jahren unter herkömmlichen Einsatzbedingungen entspricht. Die Tests haben ergeben, dass der PID aller Module bei unter einem Prozent und damit deutlich unter dem Industriestandard lag; herkömmliche Module werden bei identischen Werten für Luftfeuchtigkeit und Temperatur lediglich für 96 Stunden getestet und erreichen dabei etwa fünf Prozent PID.
 
Weiterhin zeigten die Versuche, dass die Photovoltaik-Module auf lange Sicht einen hohen Wirkungsgrad beibehalten. Die Stabilität lag klar über denen herkömmlicher Module, so dass Anwender auf einen langfristig gesicherten Ertrag bauen können. Eine testweise Produktion, der auch die in Berlin überprüften Module entstammen, ist bereits im Talesun-Werk angelaufen. Die Massenherstellung wird beginnen, sobald der TÜV-Süd die Zero PID Module zertifiziert hat.
 
„Wir erwarten schon bald das Zertifikat des TÜV Süd“, sagt Gregor Albrecht, Geschäftsführer der Talesun Solar Germany GmbH in München. „Wir haben das Kapselungsmaterial von Dow Chemical auf innovative Art und Weise adaptiert. Unsere F&E-Abteilung hat darüber hinaus die Zelltechnologie überarbeitet, so dass die Wanderung von Natrium-Ionen nun ausbleibt. Das Ergebnis sind unsere Zero-PID-Module – damit stehen wir technologisch an der Spitze. Ein weiterer Beleg für unser innovationsgetriebenes Denken und Handeln.“
 
„Der hohe spezifische Widerstand des Kapselungsmaterials und unsere große Expertise bei Polymeren haben die Entwicklung des Zero-PID-Modules erst ermöglicht,“ sagt Sang-Ho Kang, Global Business Director bei Dow Photovoltaic. „Wir sind stolz darauf, mit einem so innovativen Unternehmen wie Zhongli Talesun Solar zusammenarbeiten zu können.“
 
Quelle: Talesun

 

Niestetal, 08. Oktober 2014, Der Wechselrichterhersteller SMA Solar Technology AG ermöglicht privaten Solaranlagenbetreibern einen kostenfreien Zugang zum Online-Überwachungssystem ihrer Solarstromanlage. Dazu wird die dafür erforderliche Webconnect-Technologie serienmäßig in alle gängigen Sunny Boy-Wechselrichter für private Solaranlagen kostenlos integriert. Von dem Angebot profitieren alle Betreiber, die sich für einen Sunny Boy in den Leistungsklassen bis 6 kW entscheiden. Anlagendaten vergleichen, analysieren und visualisieren

Dabei wird vom Sunny Boy über den meistens im Haus vorhandenen DSL-Router eine Verbindung mit dem Internet hergestellt. Die sich daraus ergebenden Möglichkeiten erklärt Falko Schmidt, Produktmanager bei SMA, folgendermaßen: „Erstens erhalten Hausbesitzer mit Sunny Places, dem Community-Portal für Solaranlagen, nicht nur ihre Anlagendaten auf einen Blick, sondern können diese auch z. B. mit den Daten anderer Solaranlagenbetreiber vergleichen. Und zweitens bietet die Überwachung mit Sunny Portal, dem weltgrößten Online-Portal für Solaranlagen, umfangreiche Analyse- und Visualisierungsmöglichkeiten.“

Vorteile für Anlagenbetreiber und PV-Installateure

Gegenüber der lokalen Überwachung bietet die Online-Überwachung der Solaranlage entscheidende  Pluspunkte: So sichern Anlagenbetreiber ihre Erträge – und haben jederzeit und von überall Zugriff auf die Anlagendaten. „Beim Sunny Portal erfolgt der Datenzugriff ganz einfach über die angebotene App. Und bei der Nutzung von Sunny Places passt sich die Anzeige automatisch dem Display des Endgerätes an“, führt Falko Schmidt aus. Auch der Installateur profitiert: Er kann im Bedarfsfall über den vom Anlagenbetreiber freigegebenen Online-Zugriff schnell mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Verfügbare Sunny Boy-Wechselrichter mit Webconnect

Um die Vorteile der Online-Überwachung gratis zu nutzen, können sich Anlagenbetreiber für einen der folgenden Sunny Boy-Wechselrichter entscheiden:

  • Sunny Boy TL in den Leistungsstufen 3 bis 6 Kilowatt
  • Sunny Boy TL Single Tracker in der 2,5 und 3 Kilowatt-Version
  • Modul-Wechselrichter Sunny Boy 240
  • Sunny Boy Smart Energy mit 3,6 und 5 Kilowatt
  • Sunny Boy-Geräte in den Leistungsstufen von 1,3 bis 2,1 Kilowatt

Weitere Informationen unter www.sma.de/integrated-webconnect

Quelle: SMA Solar Technology AG

München, 26. August 2014, Trina Solar Limited ist für sein neues rahmenloses 72-Zellen Doppelglas-Solarmodul der PEG14- und PDG14-Serie vom TÜV Süd und UL zertifiziert worden, darunter nach den Standards IEC61215, IEC 61730 und UL1703. Das Duo-Max Modul weist zwei Schichten jeweils 2,5 Milimeter dünnes wärmebehandeltes Glas auf, das das konventionelle Glas sowie die Rückseitenstruktur ersetzt. Es ist ein extrem zuverlässiges und belastbares PV-Produkt, das auch unter harten klimatischen Bedingungen wie beispielsweise in Wüsten, in tropischem Klima und in gebirgigen Regionen eine hohe Leistung bringt.

Die Duo-Max Module bieten eine hohe Resistenz gegen Verschleißerscheinungen durch thermische zyklische Belastungen, eindringende Feuchtigkeit, mechanische Belastungen, Microcracks, PID (potenzialinduzierte Degradation), Modul-Verwerfungen, UV-Alterung sowie gegen Korrosion durch Ammoniak, Säure, Alkali, Salznebel und Sandschliff. Zudem entsprechen die Module der Brandschutzklasse A (UL). Trina Solar bietet mit dem Duo-Max Modul im Übrigen als erster PV-Hersteller ein Produkt an, das die strengsten PID-Testbedingungen unter 1500V Systemspannung in 85% relativer Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von 85°C 192 Stunden lang erfüllt.

Das rahmenlose Duo-Max Modul ist mit 60 oder alternativ 72 Zellen verfügbar und sowohl für PV-Großkraftwerke als auch für dezentrale PV-Erzeugungsanlagen einsetzbar. Auf beide Produktvarianten (60 und 72 Zellen) gewährt Trina Solar eine lineare Leistungsgarantie von 30 Jahren mit einem maximalen Leistungsrückgang von 0,5 Prozent pro Jahr. Ein Erdungssystem ist für die Duo-Max Module nicht erforderlich, was wiederum die Installationskosten reduziert.

"Wir freuen uns sehr, dass wir für unsere qualitativ hochwertigen und langlebigen Duo-Max Module von zwei weltweit führenden Testinstitutionen zertifiziert worden sind", kommentiert Dr. Pierre Verlinden, Chief Scientist bei Trina Solar. "Das ist ein erneuter Beleg, dass Trina Solar kontinuierlich an der Entwicklung von Innovationen arbeitet, wovon unsere Kunden und Partner regelmäßig profitieren. Gleichzeitig entwickeln wir unsere Technologie permanent weiter, um uns bestmöglich auf die sich wandelnden Bedürfnisse und Anforderungen in unseren Zielmärkten einzustellen. Unser Engagement für Innovationen ermöglicht es uns, an der Spitze der Solarbranche zu bleiben und unsere Position als einer der weltweit führenden Premium-Hersteller weiter zu stärken."

Quelle: Trina Solar Limited