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Innovationen

solarion AG

Leipzig, 07. Oktober 2009 - Ein neuer Rekordwirkungsgrad von 13,4 % für Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid Solarzellen (CIGS) auf einem Kunststoff-Substrat aus einer industriellen Rolle-zu-Rolle Anlage wurde von der Solarion AG in Leipzig erreicht.

Die Rekord-Solarzellen kommen ohne eine Anti-Reflex-Schicht aus. Der Wirkungsgrad wurde unabhängig durch das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg verifiziert.

„Wir haben damit nachgewiesen, dass unsere patentierte Ionenstrahl-Technologie zur Herstellung von flexiblen Solarzellen nicht nur weniger Rohstoffe und Energie verbraucht, sondern damit auch hohe Wirkungsgrade erreicht werden“, kommentiert Alexander Braun, Vorstand (CTO) der Solarion AG. „Dieses Ergebnis ist nicht nur ein Wirkungsgrad-Weltrekord für flexible CIGS-Solarzellen, welche auf einem Kunststoff-Substrat in einem industriellen Rolle-zu-Rolle Beschichtungsprozess hergestellt wurden, sondern auch der höchste Wirkungsgrad für beliebige Dünnschicht-Solarzellen auf einem flexiblen Polymerträger aus einem Rolle-zu-Rolle Prozess unabhängig von dem Absorbermaterial“ erklärt Braun weiter.

Der von der Solarion AG entwickelte und patentierte Ionenstrahlprozess zur Herstellung des CIGS-Absorbers ermöglicht die Reduzierung der Prozesstemperatur und damit die Verwendung flexibler Polymerträger. „Die Kombination von preiswerten Polymersubstraten, der Ionenstrahl-Technologie und einem Rolle-zu-Rolle Herstellungsprozess erlaubt es uns, die Herstellkosten deutlich zu senken“, erklärt Karsten Otte, Vorstandsvorsitzender der Solarion AG.

Aufgrund der Flexibilität und der hohen Wirkungsgrade der Solarzellen eröffnen sich neue, großvolumige Einsatzbereiche. Zum Beispiel lassen sich derartige Solarmodule direkt in Bausysteme für Dachabdichtungen oder Fassadengestaltungen integrieren. Gleichzeitig können die aus den flexiblen CIGS-Solarzellen hergestellten Module auch in Standardanwendung der Photovoltaik integriert werden.

Quelle: Solarion

Vacuumschmelze GmbH & Co. KG

Hanau / Frankfurt, 06. Oktober 2009 – Die VACUUMSCHMELZE GmbH & Co. KG (VAC), Hanau, hat wieder einmal ihre Werkstoffkompetenz in Sachen Zukunftstechnologie unter Beweis gestellt: Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat mit 99,03 Prozent einen neuen Weltrekord für den Wirkungsgrad von Solar-Wechselrichtern aufgestellt.

Mit neuen Bauelementen und Verbesserungen in der Schaltungstechnik konnten die Verluste gegenüber der eigenen Bestleistung um ein weiteres Drittel reduziert werden. Eines dieser neuen Bauelemente kommt aus Hanau: die stromkompensierten Funkentstördrosseln der VAC.

Im EMV-Netzfilter des rekordträchtigen PV-Wechselrichters des ISE sind stromkompensierte Funkentstördrosseln der VACUUMSCHMELZE verbaut. Dank der hohen Materialpermeabilität von über 100.000 des nanokristallinen Kernwerkstoffes VITROPERM® 500F sind hohe Induktivitätswerte und eine ausgeprägte Filterwirkung bereits mit sehr niedrigen Windungszahlen realisierbar.

Demzufolge lässt sich bei vorgegebenem Bauvolumen der Kupferquerschnitt der Wicklungen erhöhen und dadurch die ohmschen Verluste der Drossel reduzieren sowie der Wirkungsgrad des Systems weiter optimieren. Im Vergleich zu konventionellen Drosselwerkstoffen ist mit dem Material aus Hanau in vielen Fällen trotz Querschnittserhöhung der Wicklung eine Reduzierung der insgesamt verwendeten Kupfermenge möglich.

Da der nanokristalline Kernwerkstoff VITROPERM® zu circa 75% aus kostengünstigen Eisen besteht, sind die Drosseln der VAC weniger stark den Schwankungen der Preise für Kupfer und anderen Metallen (wie beispielsweise Nickel) an den Rohstoffmärkten ausgesetzt.

Weitere Vorteile nanokristalliner Funkentstördrosseln liegen im breitbandigen Dämpfungsverhalten, welches im niederfrequenten Bereich durch die hohe Materialpermeabilität und im höherfrequenten Bereich durch die niedrige Wicklungskapazität beschrieben wird.

Dadurch lässt sich in vielen Fällen der Aufwand an kapazitiven Entstörmaßnahmen reduzieren, was unter Umständen dazu führt, dass weniger passive Bauteile verwendet werden müssen. Darüber hinaus sind die Funkentstördrosseln nahezu temperaturunabhängig bis zu über 150°C: Dies führt zu einer stabilen Filtercharakteristik und ermöglicht den Einsatz bei erhöhten Umgebungstemperaturen.

Quelle: VACUUMSCHMELZE GmbH & Co. KG

EUROSOLAR e.V.

Karlsruhe/Bonn, 05.10.2009, Die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR e.V. vergibt am Samstag, 17. Oktober, im Bürgersaal des Rathauses Karlsruhe die Deutschen Solarpreise 2009. Die Laudatio hält der Publizist Franz Alt, Herausgeber der Website sonnenseite.com. Bürgermeister Klaus Stapf wird ein Grußwort sprechen.

EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer, Träger des Alternativen Nobelpreises, erklärt zur Verleihung: "Alle Preisträger tragen mit ihren bewundernswerten Aktivitäten dazu bei, das Umsteuern von fossilen und atomaren Energien auf die Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Sie beweisen, mit welchem Ideenreichtum und welchen praktischen Lösungen die Energiewende verwirklicht wird."

Die Deutschen Solarpreise 2009 werden in acht verschiedenen Kategorien vergeben. Außerdem werden Eigentümer oder Betreiber von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien wie privater Plusenergiehäuser, Schulen und andere Bildungseinrichtungen sowie 100%-Kommunen - also Gemeinden, die Initiativen ergreifen, um sich vollständig mit Erneuerbaren Energien zu versorgen - mit Plaketten ausgezeichnet. Diese Preisträger werden auf den Internetseiten von EUROSOLAR präsentiert.

Die Deutschen Solarpreise werden von EUROSOLAR seit 1994 jährlich an Kommunen, Unternehmen, Einzelpersonen und an Organisationen vergeben, die sich um die Nutzung und Anwendung der Erneuerbaren Energien in allen verfügbaren Formen verdient gemacht haben. Es werden herausragende innovative Projekte, Initiativen und Engagements ausgezeichnet.

Der Präsident von EUROSOLAR, Hermann Scheer MdB, steht vor oder nach der Veranstaltung für Interview oder Gespräch zur Verfügung. Fotomöglichkeiten gibt es während der Preisverleihung.

Quelle: EUROSOLAR e.V. Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien

Udo Möhrstedt - Entrepreneur des Jahres 2009

Bad Staffelstein, 5. Oktober 2009 – Am Freitag, den 2. Oktober wurde Udo Möhrstedt von Ernst & Young als Entrepreneur des Jahres in der Kategorie Handel ausgezeichnet. Damit wurde die herausragende Rolle des Solarpioniers für die Entwicklung der Solarbranche und der erneuerbaren Energien gewürdigt.

Der renommierte Wirtschaftspreis zeichnet außerdem soziales und ökologisches Engagement der Firmen sowie die unternehmerische Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern aus. Der Award wurde im Rahmen einer Festveranstaltung in der Alten Oper in Frankfurt am Main verliehen.

Udo Möhrstedt, Gründer und Vorstandsvorsitzender der IBC SOLAR Unternehmensgruppe, wurde als Entrepreneur des Jahres in der Kategorie Handel ausgezeichnet. Ein wesentliches Entscheidungskriterium der Jury war der wirtschaftliche Erfolg der nominierten Firmen, die deutlich zweistellige Wachstumsraten aufwiesen.

So konnte IBC SOLAR seinen Umsatz in den letzten Jahren kontinuierlich steigern: Zuletzt von 559 Mio. Euro im Jahr 2007 auf konsolidiert 800 Mio. Euro 2008. Besonders der kundennahe Vertrieb und das klar fokussierte Geschäftsmodell des Solar-Visionärs Möhrstedt konnten überzeugen.

So konzentrierte sich die IBC SOLAR AG seit ihrer Gründung im Jahr 1982 ausschließlich auf die Nutzung und Erschließung der Photovoltaik für unterschiedliche Anwendungsfelder von kleinen Anlagen zur netzfernen Stromversorgung bis hin zu großen Photovoltaik-Kraftwerken.

Die Jury begründete ihre Wahl unter anderem damit, dass Udo Möhrstedt durch sein Engagement für eine wachsende Nachfrage nach Solaranlagen sorgte und ein Markt für die neue Technologie entstand: Mit IBC SOLAR schaffte Udo Möhrstedt nicht nur ein funktionierendes Vertriebsnetz für Solaranlagen, sondern in den 1980er und 1990er Jahren auch die Infrastrukturen für den entstehenden Markt rund um die Sonnenenergie.

Neben den wirtschaftlichen Erfolgen zeichneten die Juroren auch das Engagement für soziale und ökologische Projekte aus. So floss in die Entscheidungsfindung auch die wahrgenommene Verantwortung als Arbeitgeber mit ein, wie beispielsweise die Förderung von Arbeitnehmern und Bildungseinrichtungen oder von ökologischen Projekten in Entwicklungsländern. IBC SOLAR trägt nicht nur dazu bei, entlegene Regionen mit umweltfreundlichem Solarstrom zu versorgen, sondern kooperiert auch mit Forschungseinrichtungen wie der Hochschule München, wenn es um die Nachwuchsförderung geht.

„Uns ist bewusst, dass wir als Unternehmen eine Verantwortung tragen“, kommentiert Udo Möhrstedt, Vorstandsvorsitzender der IBC SOLAR AG. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen wir dazu beitragen, die Nachwuchsförderung zu unterstützen. So haben wir dieses Jahr durch eine Spende eine neue Stelle an der Hochschule München am Lehrstuhl für erneuerbare Energien schaffen können.

Das Potential jeder Firma sind ihre Mitarbeiter. Wenn wir dazu beitragen können, diese frühzeitig bestmöglich auszubilden, profitieren letztlich auch wir davon. Ich freue mich sehr über diese großartige Auszeichnung, die ohne meine hochmotivierten Mitarbeiter nicht möglich gewesen wäre.“

Insgesamt 300 Unternehmer waren als Entrepreneur of the Year 2009 bei Ernst & Young nominiert, 77 davon kamen nach mehrstufigen Auswahlverfahren ins Finale. Die Jury, bestehend aus Unternehmern und Wissenschaftlern, wählte daraufhin in den fünf Kategorien Industrie, Handel, Dienstleistung, Informations- und Kommunikationstechnologie / Medien sowie Start-up die diesjährigen Gewinner aus.

Lesen Sie auch das Interview der etwas anderen Art mit Udo Möhrstedt.

Quelle: IBC SOLAR AG

TÜV Rheinland

Köln, 5. Oktober 2009: Drei Monate nach der Eröffnung hat das neue Solar-Prüfzentrum von TÜV Rheinland in Köln jetzt seine volle Kapazität erreicht.

Für Hersteller von Photovoltaik-Modulen heißt das: Die Prüfzeiten haben sich im Vergleich zum bisherigen Solarlabor etwa halbiert. So betragen beispielsweise die Durchlaufzeiten einer vollständigen Bauartzulassung und Zertifizierung für PV-Module mit kristallinem Silizium nach IEC 61215 rund drei Monate.

Möglich wurde dies durch die Vergrößerung der Kapazitäten und die erhebliche Erweiterung der technischen Prüfeinrichtungen gegenüber dem bisherigen Prüflabor, das bereits 1995 seinen Betrieb aufgenommen hatte. Hinzu kommen nach Auskunft von Wilhelm Vaaßen, Leiter des Solarprüfzentrums in Köln, optimierte Prozessabläufe: „Damit haben wir eines der wichtigsten Ziele erreicht: bei gleich bleibender Qualität und Verlässlichkeit der Prüfungen die Zeitabläufe drastisch zu straffen und effizienter zu gestalten.“

Das neue Labor in Köln ist mit 1.800 Quadratmetern dreimal so groß wie das bisherige, das 1995 seinen Betrieb aufgenommen hatte. Das neue Labor mit seinen 50 Mitarbeitern verfügt unter anderem über sechs Klimakammern, fünf Sonnensimulatoren und zwei Einrichtungen für mechanische Belastungsprüfungen. Zudem stehen den Experten zwei Außentesteinrichtungen in Köln und Italien zur Verfügung.

Auf diesen befinden sich jeweils sechs Prüfplätze für PV-Modulkennlinien-Messungen und Leistungsprüfplätze für thermische Kollektoren sowie 20 Prüfplätze für Gebrauchstauglichkeitsprüfungen und neun Prüfplätze für thermische Systemprüfungen und vier Solartracker. Dabei wird das Leistungsportfolio stetig erweitert: So verfügt TÜV Rheinland seit Oktober 2009 auch über die Akkreditierung zur Prüfung von Konzentrator-Photovoltaik-Systemen (CPV-Systemen).

Rund 70 Prozent aller Hersteller von Solarmodulen lassen weltweit ihre Produkte bei TÜV Rheinland testen, um internationale Marktzulassungen zu erhalten. TÜV Rheinland unterhält fünf Labore zur Prüfung von Solarmodulen und

-systemen, in denen 150 Experten arbeiten.

Prüfzentren von TÜV Rheinland befinden sich derzeit in Köln und Shanghai sowie zwei in Yokohama; hinzu kommt das Labor von TÜV Rheinland PTL – einem Joint venture mit der Arizona State University – in Tempe/Arizona. Im taiwanesischen Taichung befindet sich zudem ein weiteres Solar Energy Assessment Center im Aufbau.

Quelle: TÜV Rheinland