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Bonn, 09. April 2010 - Die Bundesnetzagentur hat heute die vorläufigen Zahlen für die im Jahr 2009 neu installierten Photovoltaik (PV)-Anlagen sowie den „EEG-Statistikbericht 2008“ veröffentlicht. Demnach stieg die installierte Leistung von Solaranlagen im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um über 60 Prozent. Der EEG-Statistikbericht zeigt, dass im Jahr 2008 mit 2,2 Milliarden Euro allein ein Viertel der nach dem EEG für erneuerbare Energien zu zahlenden Vergütung auf Solaranlagen entfiel.

Installierte Leistung von PV-Anlagen im Jahr 2009 „Nach den uns vorliegenden Zahlen erfolgte im vergangenen Jahr ein erheblicher Zubau an Solaranlagen. Die installierte Leistung ist von 6,0 Gigawatt im Jahr 2008 auf 9,8 Gigawatt im Jahr 2009 gestiegen“, sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. Seit dem 1. Januar 2009 sind Anlagenbetreiber verpflichtet, der Bundesnetzagentur Standort und Leistung neu in Betrieb gehender PV-Anlagen zu melden. Auf der Basis dieser Meldungen werden, entsprechend den EEG-Vorgaben, die Degressions- und Vergütungssätze für das Folgejahr berechnet. Für die Anlagen, die im Jahr 2010 in Betrieb gehen, hatte die Bundesnetzagentur eine Absenkung der Vergütungssätze zwischen neun und elf Prozent ermittelt.

Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. September 2009 verzeichnete die Bundesnetzagentur einen Zuwachs an installierter Leistung von rund 1,5 Gigawatt. Allein aus den vorläufigen Zahlen für die Monate Oktober bis Dezember 2009 ergibt sich ein weiterer Zuwachs von 2,3 Gigawatt.

Im Rahmen der EEG-Datenabfrage prüft die Bundesnetzagentur, ob die Netzbetreiber die Einspeisevergütungen, die nach dem EEG gezahlt worden sind, gegenüber den Elektrizitätslieferanten korrekt berechnet haben. Die Endabrechung 2008 zeigt, dass bei der installierten Leistung die Windkraft mit 67 Prozent vor der Solarenergie mit 18 Prozent und der Biomasse mit 10 Prozent lag. Auch bei der eingespeisten Strommenge dominierte Windkraft mit 57 Prozent, gefolgt von Biomasse mit 27 Prozent und Solarenergie mit 6 Prozent. Die nach dem EEG im Jahr 2008 gezahlten Vergütungen von insgesamt rund neun Milliarden Euro verteilten sich im Wesentlichen auf die Windkraft (39 Prozent), die Biomasse (30 Prozent) und die Solarenergie (25 Prozent). Damit entfällt auf den Bereich der Solarenergie ein hoher Anteil der EEG-Vergütung, obwohl der Anteil an der EEG-Jahreseinspeisung relativ gering ist.

Die Differenz zwischen der Einspeisevergütung für EEG-Strom und den Einnahmen aus seiner Vermarktung an der Börse wird über die sog. EEG-Umlage finanziert. Für das Jahr 2010 beträgt die EEG-Umlage, die von den Übertragungsnetzbetreibern jährlich bis zum 15. Oktober für das folgende Kalenderjahr ermittelt wird, 2,047 Cent pro Kilowattstunde.

„Aussagen, dass sich die EEG-Umlage für 2011 aufgrund der Zunahme von EEG-Strom verdoppelt, sind verfrüht. Es sind eine Vielzahl von Einflussfaktoren zu berücksichtigen, so dass eine seriöse Prognose zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich ist. So waren beispielsweise die Monate Januar und Februar 2010 relativ windarm, so dass die erzeugte EEG-Strommenge unter den Erwartungen lag. Andererseits ist in diesem Jahr mit einem weiterhin starken Zubau von EEG-Erzeugungsanlagen zu rechnen. Schließlich bewegt sich der derzeitige Börsenpreis unterhalb des für die EEG-Umlage prognostizierten Wertes. Je niedriger das Börsenpreisniveau ist, desto größer ist die Differenz zu den EEG-Vergütungssätzen. Umso eher steigt dann auch die EEG-Umlage“, erläuterte Kurth.

„Allerdings führt eine Erhöhung der EEG-Umlage nicht zwangsläufig auch zu einer entsprechenden Erhöhung des Strompreises“, so Kurth. „Denn ein niedriges Börsenpreisniveau senkt zumindest mittelfristig auch die Strombeschaffungskosten. Deshalb sollten Verbraucher kritisch sein, wenn Preissteigerungen allein mit der Erhöhung der EEG-Umlage begründet werden und Wechselmöglichkeiten zu Anbietern prüfen, die ihre Einkaufsvorteile an die Verbraucher weitergeben.“

EEG-Statistikbericht

Quelle: Bundesnetzagentur

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