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Lübeck/Wörrstadt 17. Februar 2012, Die juwi-Gruppe (http://www.juwi.de) verkörpert ein Vorzeigeunternehmen in der Erneuerbaren-Energien-Branche, das gesund und stetig wächst. Es könnte den Anschein haben, juwi wäre die eierlegende Wollmilchsau unter den Unternehmen der Branche. Der Tätigkeitsbereich des Unternehmens umfasst alle möglichen Geschäftsfelder aus dem Bereich erneuerbare Energien und engagiert sich zudem auch in der Forschung. Immer mit dem Ziel: 100% erneuerbar!

juwi-Gruppe

Verliert man da als Vorstand eines solchen Unternehmens nicht den Überblick? Wir fragten den Gründer und Vorstand der juwi-Gruppe Matthias Willenbacher. Matthias, kannst du überhaupt noch ruhig schlafen?

"Schlaf wird überbewertet... Nein, im Ernst: Was mir schlaflose Nächte bereitet, ist die "große" Politik, die so erschreckend wenig aus Fukushima gelernt hat, und gerade dabei ist, die Energiewende an die Wand zu fahren. Ein echter Alptraum! juwi und seine Vielfalt bereiten mir da eher süße Träume. Schließlich haben wir ein gutes Führungsteam und hoch motivierte, kompetente Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die zusammen die zahlreichen Projekte und auch das hohe Wachstum der letzten Jahre gut stemmen können. In dieser Hinsicht kann ich sehr ruhig schlafen."

juwi konzipiert Firmenzentrale

juwi jetzt auch im ökologischen Hausbau? Die juwi Green Buildings GmbH konzipiert für die Stadtwerke Lübeck eine neue Firmenzentrale in Holzbauweise. Das 16 Millionen Euro teures Bürogebäude soll ein schickes Energie-Plus-Haus werden. Ab 2014 sollen dort auf 12.500 Quadratmetern über 400 Stadtwerke-Mitarbeiter arbeiten. Damit setzt der Projektentwickler für erneuerbare Energien neue Maßstäbe im ökologischen Hausbau. Das Energie-Plus-Haus wird nach Fertigstellung mehr Energie produzieren als es verbraucht.

„In diesem Projekt werden wir ein innovatives und nachhaltiges Energiekonzept umsetzen“, sagen Dr. Dominik Benner und Ralf Ratanski, beide Geschäftsführer bei juwi Green Buildings. Das heißt: Ein Lüftungskonzept, das auf Kühlung durch Verdunstung setzt (adiabatische Lüftung), Heizung und Kühlung über Fußbodenflächen sowie die Nutzung verschiedener erneuerbarer Energiequellen – von Photovoltaik über Solarthermie bis Geothermie. Ein Konzept, das wir bereits erfolgreich umgesetzt haben. Zum Beispiel an unserem Firmensitz in Wörrstadt“, betont Ratanski.

Das Gebäude besteht aus zwei L-förmigen Teilen, die mit Übergängen aus Holz verbunden sind. Dadurch entsteht im Inneren ein lichtdurchflutetes Atrium. Das Haus hat große Fensterflächen und ist mit Holz verkleidet. Das Besondere ist die statische Konstruktion, die ebenfalls als Holzrahmen errichtet wird. Der Entwurf stammt

vom Architekturbüro Winfried Klein aus Budenheim bei Mainz. Klein und juwi hatten sich mit ihrem Konzept bei einem Wettbewerb gegen fünf weitere Anbieter durchgesetzt.

juwi-Gruppe - Modell-Lübeck

 

Bild: Ein erster/s Entwurf/Modell: Die neue Firmenzentrale der Stadtwerke Lübeck wird ein schickes Öko-Haus (Foto/Modell: Architekturbüro Klein)

Stadtwerke-Projektleiter Michael Holdorf zeigt sich begeistert von der Architektur des Gebäudes: „Es wird eine Aufwertung des ganzen Stadtviertels bewirken“. Auch Lübecks Bausenator Franz-Peter Boden ist voll des Lobes: Der ausgewählte Entwurf sei „das innovativste Gebäude mit einem besonderen Charme“.

Aktuell zeigt die juwi Green Buildings GmbH ihre Leistungsfähigkeit beim Bau des neuen Bürokomplexes am juwi-Firmensitz in Wörrstadt, der in Sachen Energieeffizienz Maßstäbe setzt. Energiesparendes Design sowie ein neuartiges LED-Konzept minimieren den Energiebedarf. Auch die neue Großküche wird einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wie bereits bisher werden auch in der neuen Mensa ausschließlich energieeffiziente Küchengeräte eingesetzt und überwiegend Lebensmittel aus der Region verarbeitet. Der Primärenergiebedarf an Wärme, Warmwasser und Elektrizität wird komplett aus regenerativen Quellen wie Wind-, Solar- und Bioenergie gedeckt. Am Standort sorgen unter anderem ein 5,6 MW-Solarpark, sieben Solarcarports mit einer Modulfläche von über 9.000 m² und 16 Windenergie-Anlagen für klimaneutralen Strom. Überschüssiger Strom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist.

juwi ist „Fit für Morgen“

Das juwi "Fit für Morgen" ist, beweist das Unternehmen täglich, ebenso zurückblickend auf vergangene Jahre. Nun ist das Unternehmen um eine weitere Auszeichnung reicher. Die juwi-Gruppe wurde vom Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte in Frankfurt mit dem „Axia-Award 2011 Rhein-Main“ ausgezeichnet.

Für juwi-Vorstand Jochen Magerfleisch, der die Auszeichnung entgegennahm, ist der Preis Bestätigung für den eingeschlagenen Weg: „Natürlich haben wir ein sehr gut aufgebautes Controlling. Natürlich schauen wir sehr genau nach, dass jedes einzelne Projekt wirtschaftlich ist, aber wir führen unsere Mitarbeiter nicht nach diesen Finanzkennzahlen. Wir praktizieren ein wert- und konsensorientiertes Führungssystem. Bei juwi steht der Mensch im Mittelpunkt.“

juwi-Gruppe - Preisverleihung - Fit für Morgen

 

Bild: juwi ist „Fit für Morgen“. Herr P. Steiner / One Equity Partners Europe GmbH, Herr S, Oberle / Deloitte, Herr J. Magerfleisch / juwi Holding AG, Herr C.G. Schmalholz / FTD bei der Preisverleihung.

In ihrer Laudatio lobte die Jury unter Vorsitz von Peter Steiner die juwi-Gruppe als Vorbild für die Wirtschaft insgesamt: „Über alle im Axia-Wettbewerb 2011 thematisierten Bereiche hinweg überzeugt die juwi Holding AG mit einem konsistenten Bündel an Maßnahmen: Ausgehend von einer vorbildlichen strategischen Ausrichtung werden die jeweiligen Handlungen von einem umfassenden Controlling bis hin zu einem unterstützenden Personalmanagement erfolgsorientiert verwirklicht. Da es juwi innerhalb der nächsten drei Jahre zudem realisieren möchte, regenerativen Strom mit Herstellkosten unter den Abgabepreisen der großen Energieversorgungsunternehmen anzubieten, positioniert sich das Unternehmen als klares Vorbild für die Branche bzw. für die Wirtschaft insgesamt. Die juwi Holding AG zeigt in beeindruckender Weise, dass sie „Fit für Morgen“ ist, und hat somit als würdiger Preisträger zu gelten.“

juwi eröffnet zweiten Standort im Westerwald

Das Tochterunternehmen der juwi-Gruppe, die juwi Green Buildings GmbH, bezog nun ein neues Bürogebäude in Hachenburg. Von dort aus werden künftig alle juwi-Windprojekte betreut. Mit Hachenburg ist der Projektentwickler jetzt zweimal im Westerwald vertreten. Während die derzeit acht Mitarbeiter in Hachenburg insbesondere den Bereich Elektrotechnik abdecken, werden vom nahegelegenen Langenbach aus der Bereich „100% erneuerbar“ sowie die Aktivitäten der juwi Wind GmbH in der Region betreut.

Dazu zählt auch das sogenannte „Repowering“, also der Austausch in die Jahre gekommener Windräder durch moderne, ertragreichere Windenergie-Anlagen. Für juwi-Vorstand Jochen Magerfleisch steht das Engagement von juwi Green Buildings in Hachenburg in direktem Zusammenhang mit der von juwi angestrebten dezentralen Energieversorgung: „Wir suchen bei all unseren Aktivitäten die Nähe der Menschen in den Regionen. Nur mit ihnen gemeinsam können wir die Energiewende schaffen und unsere Vision einer 100-prozentigen Versorgung aus erneuerbaren Energien erreichen.“

„Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind zwei Seiten einer Medaille. Besonders groß ist das Potential für Einsparungen und die Reduktion klimaschädlicher Emissionen im Gebäudebereich“, sagt Ralf Ratanski, einer der beiden Geschäftsführer der juwi Green Buildings GmbH. Sein Kollege Dr. Dominik Benner ergänzt: „Wer unsere Konzepte umsetzt, kommt dem Ziel einer CO2-neutralen Lebens-, Wirtschafts-, und Arbeitsweise ein gutes Stück näher.“

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

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