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Neckarsulm, 24. Februar 2012, Über 450 Beschäftigte des Neckarsulmer Wechselrichterherstellers KACO new energy haben am Donnerstag, 23. Februar 2012, mit einem symbolischen Trauermarsch die Energiewende zu Grabe getragen. Sie protestierten auf diese Weise gegen die radikalen Kürzungsvorschläge bei der Solarstromförderung, auf die sich Bundeswirtschaftsminister Rösler (FDP) und Bundesumweltminister Röttgen (CDU) am 22. Februar geeinigt hatten.

KACO new energy GmbH

Um 11.30 Uhr versammelten sich die KACO new energy Mitarbeiter vor der Firmenzentrale und forderten auf Plakaten den Bundeswirtschaftsminister auf, die Energiewende nicht zu gefährden. Nur mit einem kraftvollen weiteren Ausbau der Solarenergie werde diese gelingen.

Rösler und Röttgen indes bezeichnen die Energiewende auf einem gutem Weg. Dazu sagt Andreas Schlumberger, Unternehmenssprecher von KACO new energy: „Wir widersprechen dieser Ansicht. Die Photovoltaik ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende. Die jetzige Einigung schafft allerdings alles andere als die stabilen Rahmenbedingungen, wie es uns die Minister Glauben machen wollen. Nachdem schon im vergangenen Jahr die ersten großen Solarunternehmen in die Insolvenz gegangen sind, bedrohen die erneuten Kürzungen stattdessen weitere tausende Arbeitsplätze akut.“

An der Solarbranche hängen inzwischen weit über 100.000 Arbeitsplätze. In den vergangenen Jahren musste die Solarwirtschaft bereits deutliche Einschnitte verkraften. So wurde die Förderung für neue Solarstromanlagen allein seit 2008 bereits halbiert und sinkt nach dem derzeit gültigen Erneuerbaren-Energien-Gesetz jährlich um bis zu 24 Prozent.

In der Kritik stehen dennoch vor allem die Kosten für die Photovoltaik-Anlagen, die bis heute installiert wurden. Doch Energieexperten haben in den vergangenen Wochen wiederholt darauf hingewiesen, dass die zukünftig installierten Anlagen kaum noch Kosten verursachen. Die volkswirtschaftlichen Vorteile werden in der Diskussion dagegen ausgeblendet. So senkt Solarstrom nachweislich den Strompreis an der Leipziger Börse – ein Vorteil, der jedoch nicht an die Endverbraucher weitergegeben wird.

Quelle:  KACO new energy

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