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Triefenstein, 23. September 2011, Sonnenkönig Asbeck wirft dem roten Planeten unfaire Praktiken beim Preiskampf im Universum vor und fordert ein Eingreifen der Weltraumbehörde. So spannend war es in der Solarbranche schon lange nicht mehr. Was hier wie "Krieg der Sterne" klingt, ist in Wirklichkeit ein ernst zunehmendes Thema.

Frank H. Asbeck, CEO der SolarWorld AG, kritisiert aktuell chinesische Hersteller bei einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin „Capital“.

SolarWorld AG

Frank H. Asbeck wirft den Wettbewerbern aus China vor, diese würden teilweise Solarmodule bis zu 30 Prozent unter Herstellungskosten anbieten. Dies sei nur durch günstige Kredite von Seiten des chinesischen Staates möglich. Dumpingpreise, so wie er sagt, zerstören eine ganze Industrie. „In unserer Branche gibt es keinen fairen Wettbewerb", so Asbeck. Wenn riesige Mengen an Solarmodulen zu Niedrigpreisen in den Markt geworfen werden, müssen die Wettbewerbsbehörden eingreifen.

Die Preise von Solarmodulen aus chinesischer Herstellung liegen derzeit zwischen 80 Cent und 90 Cent je Watt (Netto-Verkaufspreis in Deutschland!). Deutsche Hersteller können bei diesen Preisen nicht mithalten und beklagen daher hohe Lagerbestände, die wiederum hohe Lagerhaltungskosten und kalkulatorische Zinsen verursachen. Abschreibungen in Millionenhöhe sind die Folge. Auf Dauer wird das kein deutsches Solarunternehmen verkraften können und wird vom Markt verschwinden. Die Marktkonsolidierung ist im vollen Gange.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

Kommentare   

#1 Marktkenner 2011-09-27 09:26
Scheinheiliges Getue......sicherlich trifft das mit auf Firmen zu, die ihre Module in Deutschland produzieren, aber pfeifen es nicht die Spatzen von den Dächern, daß der Markt mit gelabelter (OEM-Ware) mit chinesischen, philippinischen, koreanischen und indischen Modulen bommt und fast jeder der Branchengrößen diese gelabelte Ware im Portfolio hat? Die Lösung ist der Aufbau eines funktionierenden Channels und eine anständige Partnerbetreuung der Fachbetriebe vor Ort. Dazu gehören auch Projektpreise, Bundles, Aktionen und eine Vertriebsargumentation, die den Kunden auf die Problematik asiatischer Billigware im Schadensfalle hinweist, anstatt es nur mit reisserischer Werbung über Traumrenditen beim Häuslebauer zu versuchen.

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