photovoltaik-guide.de verwendet Cookies um Ihnen den bestmöglichen Service bereitzustellen. Indem Sie unsere Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Nürnberg, 30. September 2010, Anfang September hat Landis+Gyr den 10.000sten SyM2- Zähler ausgeliefert. Die Umstellung der Zählerparks für Industrie- und Gewerbekunden auf den neuen Industriestandard nimmt damit weiter an Fahrt auf. Landis+Gyr hatte den SyM2-Standard in enger Abstimmung mit RWE, EnBW und E.ON Energie entwickelt und mit der E750-Produktfamilie Ende 2009 den ersten SyM2-konformen Zähler auf den Markt gebracht.

Ziel des SyM2-Standards ist es, die Zählerparks für Sondervertragskunden zu vereinheitlichen. Die Heterogenität der Industriezähler hatte die Betriebskosten der Energieversorger in den vergangenen Jahren deutlich in die Höhe getrieben. Aktuell setzen sich die Zählerparks aus einer Vielzahl verschiedener Modelle zusammen, die sich in ihrer Installation, Funktionsweise, Anbindung und Ablesung voneinander unterscheiden. Der hierdurch bedingte Zusatzaufwand treibt auch die Kosten in die Höhe: So müssen Techniker auf jeden einzelnen Zählertyp sowie auf diverse unterschiedliche Installationsprozesse geschult und unzählige Gerätetreiber integriert werden. Durch die Standardisierung lassen sich künftig über sämtliche Prozesse hinweg enorme Synergieeffekte erzielen – von der Eichung über die Installation bis hin zu Auslesung und Wartung.

„Das SyM2-Konzept wird von den Energieversorgern hervorragend angenommen“, bestätigt Peter Heuell, Geschäftsführer der Landis+Gyr GmbH. „Wie unsere Absatzzahlen und nicht zuletzt auch der Umfang der eingehenden Bestellungen belegen, ist die Umstellung der Zählerparks bereits in vollem Gange.“

Das Projekt zur Entwicklung eines offenen und interoperablen Industriestandards für Sondervertragskunden wurde gemeinsam von RWE, EnBW und E.ON ins Leben gerufen. Als einer der weltweit führenden Zählerhersteller wurde Landis+Gyr beauftragt, die Idee in die Realität umzusetzen. In enger Zusammenarbeit mit den Versorgern entstand in zweijähriger Entwicklungszeit das SyM2-Konzept. Mit dem Landis+Gyr E750 ging Ende 2009 schließlich der erste SyM2-konforme Zähler in die Serienproduktion.

„Der SyM2 Standard und mit ihm unsere E750-Produktfamilie wurden von der ersten Konzept-Skizze an zu 100% an den praktischen Anforderungen der Industrie- und Gewerbekunden ausgerichtet“, erklärt Heuell. Neben der Interoperabilität stand dabei der modulare Aufbau der neuen Industriezähler im Zentrum. Auf diese Weise kommen jeweils ausschließlich diejenigen Komponenten zum Einsatz, die auch tatsächlich benötigt werden. Unnötige Kosten und überflüssige Fehlerquellen werden so konsequent vermieden. Die benötigten Module können dabei nicht nur flexibel zusammengestellt, sondern auch jederzeit ausgetauscht oder ergänzt werden. Schnelllebigere Bauteile wie die Kommunikationseinheiten lassen sich mit wenigen Handgriffen während des laufenden Betriebs ersetzen. Dabei können dank der offenen Spezifikationen Zählgeräte und Module verschiedenster Hersteller miteinander kombiniert werden.

Durch den Einsatz modernster Kommunikationstechnologie lässt sich darüber hinaus der Auslese-Aufwand in Zukunft deutlich reduzieren: Der E750-Zähler übermittelt die Messdaten mittels GPRS- oder LAN/DSL-Modem direkt an den zuvor festgelegten Server. Diese Umstellung vom so genannten ”Pull”- zum ”Push-Betrieb” ermöglicht es, den Ableseprozess zu optimieren.

Auch hinsichtlich Eich- und Installationsaufwand zeichnet sich der neue Standard durch eine konsequente Kosteneffizienz aus: Durch den Einsatz von Federzugklemmen anstatt von Schrauben, lassen sich SyM2-konforme Zähler wie der E750 mühelos, sicher und mit weitaus weniger Stromschlaggefahr installieren. Darüber hinaus lässt sich der Zeitaufwand bei der Eichung um bis zu 60% reduzieren (von sieben auf zweieinhalb Stunden).

Quelle: Landis+Gyr

You have no rights to post comments