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Bonn, 29. Juli 2010 -  Mit der Einführung des „Clean Energy Cashback“ hat die britische Regierung am 1. April 2010 den Grundstein für eine erfolgreiche Marktentwicklung der erneuerbaren Energien gelegt. Die lukrativste Förderung erhält demnach die Photovoltaiktechnologie. Besonders Eigentümer von Wohnhäusern, die sich für eine Kleinanlage interessieren, erhalten dabei die höchsten Vergütungssätze. Doch an den Erhalt der Vergütungen hat die britische Regierung Auflagen geknüpft, die gerade im wichtigsten Segment für eine künstliche Beschränkung sorgen könnten. Zu diesem Schluss kommt der Marktforscher EuPD Research in seiner neuen Untersuchung zum britischen Photovoltaikmarkt „The UK Photovoltaic Market 2010 – Tapping the Fullest Potential.“

Zentraler Bestandteil der Studie bildet eine Befragung unter Installateuren. Bei dieser spiegelt sich die große Bedeutung des Kleinanlagen- bzw. Privatkundensegments wider. So gaben fast 79 Prozent der Befragten an, dass Privatkunden deren wichtigste Kunden darstellen. In einer Prognose für 2010 ändert sich daran wenig. Für das Folgejahr prognostizieren sie einen Anteil von 78 Prozent. Den zweitwichtigsten Bereich bilden öffentliche Kunden. Deren prognostizierter Anteil wächst zwischen 2009 und 2010 von ehemals 14 auf nun 16,6 Prozent. Bislang keine bzw. nur eine untergeordnete Bedeutung kommt den kommerziellen Kunden und Betreibern von Solarparks zu, was als Resultat der Fördergrenze für Systeme bis 5 MW gesehen werden kann.

Keine Standardisierung des MCS-Prozesses

Für das Segment der Anlagen mit einer Größe bis 50 kW gilt die Regelung der MCS-Zertifikate. Die Regelung ist dabei durchaus positiv zu bewerten. Es soll auf Kundenseite für Transparenz bei der Qualität der Installationen und Produkte sorgen. Doch die Vorgabe, dass Einspeisevergütungen nur dann gezahlt werden, wenn MCS zertifizierte Produkte von MCS zertifizierten Installateuren errichtet werden, bildet für das bedeutendste Segment eine bürokratische Hürde. Zum einen müssen die Kosten für die Zertifizierung von den Installateuren selbst getragen werden. Zum anderen fehlt es bislang an einer einheitlichen Standardisierung des Prozesses. D.h. die Kosten und die Länge eines Standardisierungsprozesses können von Installateur zu Installateur stark variieren. Letztendlich könnte dies eine Vielzahl von kleinen Betrieben davon abhalten, sich akkreditieren zu lassen. Konsequenz wäre eine nur unzureichende Bedienung der Nachfrage aus diesem Segment und eine künstliche Marktbegrenzung.

Für Hersteller von Solarkomponenten könnte genau diese Hürde aber auch einen Ansatzpunkt darstellen, ihre Distributionskanäle auf lokaler Ebene auszubauen. Zielgruppen können dabei bereits zertifizierte Installateure sein. Genauso können Installateure, die über keine MCS-Zertifizierung verfügen, finanziell beim Zertifizierungsprozess unterstützt und so an die Unternehmen gebunden werden.

Aktuelle Studie zum britischen Photovoltaikmarkt

Wenn Sie mehr über die weiteren Markttreiber und Hindernisse des britischen Photovoltaikmarktes wissen wollen, lesen Sie mehr in der ausführlichen Studie „The UK Photovoltaic Market 2010 – Tapping the Fullest Potential.“ Der im Bereich erneuerbare Energien weltweit führende Marktforscher EuPD Research widmet sich in der aktuellen Untersuchung dem neuen Zukunftsmarkt der Photovoltaikbranche, Großbritannien. Analysiert werden neben dem Absatzmarkt die aktuellen Rahmenbedingungen, der Beschaffungsmarkt und die Distributionskanäle. Die Studie bildet damit eine umfangreiche Grundlage zum Eintritt auf dem britischen Markt.

Quelle: EuPD Research

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