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Augsburg, 16. Juli 2010 - Die EnBW Transportnetze AG hat den Augsburger Spezialisten für Prognose- und Energieleistungsmanagement meteocontrol GmbH mit der Lieferung von Solarstromprognosen beauftragt. Damit sind die meteocontrol Solar-Services zur Online-Erfassung und Prognose der Solarstromproduktion nun bei allen vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern im Einsatz. Neben der EnBW profitieren sowohl die transpower stromübertragungs GmbH (vormals E.ON Netz), die 50Hertz Transmission GmbH (ehemals Vattenfall Europe Transmission) als auch die Amprion GmbH (zuvor RWE Transportnetz Strom) von dem präzisen Prognose-Modell sowie der langjährigen Erfahrung der meteocontrol bei der Online-Überwachung von Photovoltaik-Anlagen.

Mit Hilfe der Vorhersagen kann die Solarenergie wirtschaftlich und mit hoher Versorgungsqualität in den Strom-Mix der Übertragungsnetze integriert und effektiv bei der Kraftwerkseinsatzplanung sowie beim Stromhandel etwa durch Zukauf von Reserveleistung beziehungsweise der Vermarktung von Überschüssen an der Strombörse EEX berücksichtigt werden.

„Wir freuen uns, dass nun alle vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber auf die leistungsfähigen und präzisen meteocontrol Solar-Services vertrauen. Unsere Solarstromprognosen setzen hinsichtlich Vorhersagequalität und Zuverlässigkeit des Systems Maßstäbe. Unsere langjährige Entwicklungsarbeit hat sich gelohnt.“, so Geschäftsführer Martin Schneider.

Durch den starken Anstieg der installierten Leistung netzgekoppelter Photovoltaik-Anlagen in den vergangenen Jahren gewinnen leistungsfähige Prognoseverfahren zur Solarstromeinspeisung an Bedeutung. Schon heute ist der eingespeiste Solarstrom ein nicht mehr zu vernachlässigender Faktor bei Betrieb und Laststeuerung von Übertragungs- und Verteilungsnetzen. Die intensive Nutzung der Solarenergie ist aus technischen Gründen allerdings mit erheblichen betrieblichen Herausforderungen für die Energieversorgungsunternehmen verbunden.

Da Übertragungsnetzbetreiber in ihrem Versorgungsgebiet jederzeit ein Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und -entnahme im Netz sicherstellen müssen, verursachen starke Schwankungen der Strahlungsenergie oder ungenaue Annahmen zur erwarteten Solarstromeinspeisung einen zusätzlichen Bedarf an Regel- und Ausgleichsleistung durch den kurzfristigen Einsatz von Reserveleistung und damit steigende Netzkosten. Deshalb ist für die Systemführung in den Regelzonen der Übertragungsnetzbetreiber neben der genauen und zeitnahen Erfassung der aktuell eingespeisten Solarstromleistung auch die präzise Vorhersage der kurz- bis mittelfristig zu erwartenden Einspeisung der erzeugten Solarenergie von großer Bedeutung.

Um den Bedarf an Reserveleistung möglichst gering zu halten, kommt mit dem von meteocontrol gemeinsam mit den Experten für Energiemeteorologie an der Universität Oldenburg entwickeltes präzises und leistungsfähiges Prognosesystem zum Einsatz, das den solaren Anteil am Energiemix in den Netzen sehr viel genauer planbar macht, Bedarf und Kosten für Regel- und Ausgleichsleistungen senkt und damit zur erfolgreichen Integration von Photovoltaik-Strom in die existierende Stromversorgungsstruktur beiträgt. Das Modell liefert den Stromnetzbetreibern den aktuellen Betrag und den zeitlichen Verlauf der durch Photovoltaikanlagen erzeugten und eingespeisten Energiemenge im jeweiligen Versorgungsgebiet in Echtzeit. Darüber hinaus bietet es auch verlässliche Vorhersagedaten für den zu erwartenden Verlauf der Gesamteinspeisung der Solarenergie über mehrere Tage im Voraus.

Das meteocontrol-Prognoseverfahren basiert auf Satellitendaten zur globalen Energieeinstrahlung und statistischen Modellen sowie der viertelstündlichen Online-Erfassung der aktuellen Erzeugungsdaten von mehreren hundert Photovoltaik-Referenzanlagen in Deutschland. Daraus können die Augsburger Experten für die nächsten 72 Stunden die genaue Entwicklung der Strahlungsenergie erfassen und prognostizieren. Erstmalig lassen sich mit dem meteocontrol-Modell Solarstromprognosen sowohl bundesweit wie auch für spezifische Regelzonen erstellen. Dr. Christian Kurz, Projektleiter Solarstromprognosen bei meteocontrol: „Der besondere Vorteil unseres Systems: Als Marktführer bei der Fernüberwachung von professionellen PV-Anlagen verfügen wir über reale Betriebsdaten von Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 1.600 MWp. Nur der Zugriff auf reale Messwerte gewährleistet eine kontinuierliche Qualitätssicherung der Prognosen“.

Quelle: meteocontrol

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