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Personen

Die IBC SOLAR AG feiert das 5-jährige Jubiläum seines Competence Centers. Langjährig erfahrene interne und externe Fachreferenten haben seit 2012 jährlich circa 2.000 Fachpartner und Mitarbeiter rund um die Beratung, Planung und Installation von PV-Anlagen geschult.
 
Pro Jahr veranstaltet IBC SOLAR etwa 100 Seminare und Schulungen zu den Themengebieten Systemtechnik, Betriebsführung, Vertrieb und PV-Planungssoftware. Daneben nehmen die Ausbildungs-Lehrgänge in Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland einen großen Stellenwert ein. So können sich interessierte Fachpartner zum zertifizierten Photovoltaik-Service- und Wartungstechniker oder zum Gutachter für Solaranlagen ausbilden lassen. Diese Lehrgänge wurden speziell für Fachpartner von IBC SOLAR konzipiert und sind in Deutschland einzigartig. Bis dato wurden rund 60 Gutachter und über 100 Service- und Wartungstechniker ausgebildet.
 
„Unsere Seminare orientieren sich an aktuellen Themen sowie den Wünschen und Anregungen unserer Fachpartner. So sind beispielsweise aktuell Lehrgänge zum EEG 2017 und PV-Profi-Seminare, bei denen es um den neuesten Stand der Systemtechnik geht, besonders beliebt“, erklärt Christian Thierauf, Produktmanager Seminare und Planungssoftware bei IBC SOLAR.
 
Michael Vogtmann von der DGS (Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie) ist regelmäßig für IBC SOLAR als Referent im Competence Center oder in Webinaren tätig: „Bei den IBC SOLAR Seminaren herrscht eine konstruktive Atmosphäre. Vor allem das Netzwerken mit Branchen-Kollegen bietet den Teilnehmern immer einen großen Mehrwert.“
 
IBC SOLAR setzt bei den Schulungen stets auf den Bezug zur Praxis: So finden beispielsweise Trainingseinheiten zu allen gängigen IBC SOLAR Halterungssystemen an eigens dafür installierten Dachkonstruktionen statt. Von der Montage der Unterkonstruktion bis hin zur Installation der Module bekommen die Fachpartner Schritt für Schritt das notwendige Know-how vermittelt.
 
Um den Fachpartnern auch zukünftig einen umfassenden Service zu bieten, setzt IBC SOLAR seit einigen Monaten verstärkt auf Webinare, in die sich die Kunden ganz bequem von zu Hause oder dem Geschäft aus einwählen können.
 
Quelle: IBC SOLAR AG

Der langjährige Prokurist der Schletter-Gruppe, Hans Urban, verlässt den Montagesystemhersteller zum 1. August dieses Jahres. Die Trennung erfolgte einvernehmlich. Der Elektrotechnikingenieur wird Schletter jedoch weiter als Berater verbunden bleiben.

Urban trat Mitte 2000 bei Schletter ein und übernahm nur ein halbes Jahr später die Gesamtverantwortung für den Aufbau und die Organisation des damals neu gegründeten Geschäftsbereiches Solar-Montagesysteme. Er war sowohl verantwortlich für Produktmanagement und Produktentwicklung als auch für die Kundenakquise. Zudem war Urban maßgeblich am Aufbau des internationalen Vertriebs beteiligt. Schon früh setzte er auf Schulungs- und Netzwerkveranstaltungen, um Schletter branchenweit als führenden Anbieter und Qualitätsmarke und als verlässlichen Partner der Branche zu positionieren.
 
„Die Schletter-Gruppe hat Hans Urban viel zu verdanken“, betonte Schletter-CEO Tom Graf. „Sein enormes Engagement und seine hochqualifizierte Arbeit haben entscheidend zum Erfolg des Unternehmens während der letzten 15 Jahre beigetragen. Besonders sein ständiger, offener Kontakt zu den Kunden hat ihn zu einer festen Größe im deutschen und internationalen Solar-Markt werden lassen.“

Darüber hinaus war Urban in der Interessenvertretung für Erneuerbare Energien und speziell für die Solartechnik gegenüber der Politik engagiert. Auf diesem Gebiet wird Urban auf Bitten der Geschäftsführung auch weiterhin als Berater für die Schletter-Gruppe tätig bleiben. „Wir freuen uns, dass wir auf diese Weise weiterhin von Hans Urbans Erfahrung und Know-how profitieren können“, ergänzte Tom Graf.

Die Schletter-Gruppe hat vor wenigen Wochen eine umfassende Restrukturierung begonnen. Kernpunkt ist die Konzentration auf den Geschäftsbereich Solar und die Ausweitung des internationalen Geschäfts. Hierzu hat Schletter mit den Hausbanken ein umfassendes Zukunftskonzept vereinbart. Die Vereinbarung beinhaltet ein Finanzierungspaket, das die Finanzierung des Unternehmens einschließlich der anstehenden Restrukturierung auf Jahre hinaus sichert. Graf und sein Co-Geschäftsführer Oliver Renzow wollen die Gruppe bis 2018 zurück in die Gewinnzone führen.

Quelle: Schletter-Gruppe

Wels/München, 27. Juni 2013, Den Wechselrichterhersteller Fronius konnten wir aus Zeitgründen während unserer Österreichtour leider nicht mehr besuchen (Wir berichteten: Energiewende - Photovoltaik in Österreich auf dem Vormarsch). Auf der diesjährigen Intersolar in München konnten wir uns jedoch mit dem Spartenleiter des Wechselrichterherstellers Fronius ausführlich unterhalten. Ingenieur Martin Hackl ist verantwortlich für die Solarsparte des österreichischen Herstellers Fronius und gab Auskunft über die Internationalisierung, den österreichischen Markt und innovative Produkte des Wechselrichterherstellers.

Martin Hackl Spartenleitung Solar

Hohe Exportquote

Das Unternehmen beschäftigt etwa 800 Mitarbeiter in der Sparte Solarelektronik und gibt eine Exportquote von rund 97% an. Nicht verwunderlich, hat Fronius zwar in Österreich einen Heimvorteil, doch seinen Schwerpunkt in anderen Kernmärkten. Die Hauptexportländer sind Australien, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Republik Korea, Spanien und die USA.

Der Hersteller bietet neben qualitativ hochwertigen Wechselrichtern für netzgekoppelte Solarstromanlagen ab 1kW zudem auch Komponenten für die professionelle Photovoltaik-Anlagenüberwachung und eine Brennstoffzelle zur ganzjährig autonomen Energieversorgung.

Österreich hat Potential

Auch wenn das Unternehmen in Österreich ansässig ist, ein Kernmarkt ist Österreich für Fronius noch lange nicht. Das Fördersystem ist laut Martin Hackl im Vergleich zu den vergangenen Jahren bereits um einiges attraktiver geworden, hat jedoch noch Verbesserungspotenzial. Das Unternehmen dürfte, sollte sich das österreichische Potential irgendwann einmal entfalten, mehr als einen Fuß in der Tür haben.

Innovativ und führend - in Qualität und Nachhaltigkeit

Schon seit 1945 erforscht die Fronius International GmbH neue Technologien zur Umwandlung elektrischer Energie. Das sind mehr als sechs Jahrzehnte Erfahrung, Fortschritt und ständige Innovation. Neben der Sparte Solarelektronik ist das Unternehmen mit Hauptsitz im oberösterreichischen Pettenbach in den Bereichen Batterieladesysteme und Schweißtechnik in der ganzen Welt erfolgreich. Herausragende Produkte und Dienstleistungen, machen die Fronius Solarelektronik zum Qualitätsführer am Weltmarkt sowie zu einem Musterbeispiel an Nachhaltigkeit.

Fachpartnernetzwerk, Service und Support

Der Hersteller setzt auf qualitätsbewusste und kundenorientierte Installateure als Fachpartner. Dem Unternehmen ist bewusst, dass die Fachpartner direkt an der Basis beim Kunden agieren und sieht die Pflege des Partnernetzwerkes deshalb als unabdingbar an. Ein ständiger Dialog zwischen Unternehmen und Fachpartnern stellt sicher, dass auf Kundenbedürfnisse schnell reagiert werden kann.

Zahlreiche Produktverbesserungen sind das Ergebnisse des regelmäßigen Feedbacks. Beispielsweise können bei auftretenden Störungen an Wechselrichtern sofort an Ort und Stelle Platinen durch den speziell geschulten Fronius Service Partner gewechselt werden. Vorbei sind die Zeiten an denen Solarteure den Fehler aufnehmen, Teile beim Hersteller ordern oder gar einen Wechselrichteraustausch vornehmen und diese dann bei einem erneuten Kundenbesuch austauschen. Vielmehr kommt der Fachpartner mit einem Ersatzteil-Koffer beim Kunden an, liest die Fehlermeldung aus, setzt sich telefonisch und völlig unbürokratisch mit dem Fronius-Servicecenter in Verbindung, klärt den Fehler und ob der Austausch über Garantie läuft, tauscht die fehlerhafte Platine aus und hinterlässt dem Kunden einen fehlerfreien Wechselrichter. Das spart Kosten, Zeit und Nerven.

Die speziellen austauschbaren Platinen sind laut Bereichsleiter Martin Hackl nur unwesentlich teurer. Die Kosten fallen auf Grund der schnellen Fehlerbehebung nicht ins Gewicht. Fachpartner profitieren daher nicht nur vom Support und Service, sondern auch von der Schnelligkeit des Unternehmens.

Internationalisierung

Seit dem Jahr 2003 fokussiert das Unternehmen den amerikanischen Markt. Fronius ist laut Hackl dort im Privatkundenmarkt (Residential Market) bei Solaranlagen unter 10 kWp marktführend. Auf Grund der Tatsache, dass Fronius in den USA schon über 10 Jahre aktiv ist, wird das Unternehmen dort bereits als heimisches Unternehmen angesehen. Der Wechselrichterhersteller wird zudem den Fokus auf Lateinamerika, Mexiko, Osteuropa und Indien legen. Letzteres steht im besonderen Fokus des Unternehmens. Martin Hackl teilte u.a. mit, dass der Markt in Westeuropa eher schrumpft und Osteuropa dafür umso schneller wächst.

Innovative Produkte

Insbesondere drei Produkte standen auf der Intersolar im Rampenlicht; die Wechselrichter Fronius Symo, Fronius Galvo und Fronius Agilo. Gerade Anfang Juni dieses Jahres wurde der weltweit größte Innovationspreis für Technologie an die Wechselrichter Fronius Galvo und Fronius Symo übergeben. In der Produktgruppe Energie erhielten sie die Auszeichnung gleich in drei Kategorien: High Quality, Funktionalität und Ökologie. Zusätzlich erhielt der Wechselrichter Fronius Galvo die Auszeichnung „Bestes Produkt des Jahres 2013“.

Der Wechselrichter Fronius Symo ist der kleine dreiphasige Wechselrichter von Fronius. Das trafolose Gerät sorgt in den Leistungsklassen von 3,0 kW, 3,7 kW 4,5 kW nicht nur für höchste Erträge sondern auch für eine optimale symmetrische Einspeisung. Durch die Bereitstellung von Blindleistung oder durch die Spannungsstützung wird das Stromnetz auch noch statisch und dynamisch gestützt. Durch die hohe Systemspannung (1.000 Volt), den breiten Eingangsspannungsbereich (150 Volt bis 800 Volt) und die Einsetzbarkeit im Innen- als auch im uneingeschränkten Außenbereich gewährleistet er eine einfache und flexible Anlagenauslegung. Er eignet sich ideal für die hohen Anforderungen der EVUs und wird vor allem in Privathaushalten, kleine PV-Systemen sowie in Eigenverbrauchsanlagen eingesetzt. Ein integriertes Energiemanagement-Relais unterstützt den Anlagenbetreiber beim Eigenverbrauch.

Der Wechselrichter Fronius Galvo vereint innovative Technologien mit Zukunftssicherheit. Es handelt sich um einen einphasigen, galvanisch getrennten Wechselrichter mit Leistungsklassen von 1,5 bis 3,1 kW (1,5 kW, 2kW, 2,5 kW, 3,0 kW, 3,1 kW). Durch diese gezielt kleinen Leistungsklassen ermöglicht er einen hohen Eigenverbrauchsanteil, das heißt möglichst viel von der selbst erzeugten Energie kann auch selbst verbraucht werden. Das integrierte Energiemanagement Relais ermöglicht die Steuerung von Verbrauchern (Wärmepumpe, Boiler, etc.), der Eigenverbrauch wird weiter optimiert und die Stromkosten gesenkt.

Der Fronius Agilo ist der erste Zentralwechselrichter in seinen Leistungsklassen, der vollständig vom Installateur installiert und in Betrieb genommen sowie vom Fronius Service Partner gewartet und repariert werden kann. In den Leistungsklassen 100 kW  (Kilowatt) und 75 kW eignet sich der Fronius Agilo optimal für industrielle oder gewerbliche PV-Anlagen. Er ist als Indoor-, als auch Outdoor-Wechselrichter erhältlich. Trotz seiner hohen Leistung gehört das Gerät zu den Kompaktesten. Er kann auf einer Industriepalette transportiert werden. Das bedeutet, dass bereits bei der Anlieferung geringstmögliche Kosten garantiert werden können. Das für alle Modultechnologien einsetzbare Gerät ist für die direkte Einspeisung ins Niederspannungsnetz ausgelegt, kann aber auch über einen separaten Trafo an das Mittelspannungsnetz angebunden werden.

Social Media

In Sachen Social Media ist die Fronius International GmbH bisweilen lediglich auf YouTube (http://www.youtube.com/user/FroniusInternational) aktiv. In absehbarer Zeit jedoch wird das Unternehmen auch auf Twitter einen Kanal starten.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

Die IBC SOLAR AG komplettiert pünktlich zur Intersolar Europe ihr Führungsteam. Der Aufsichtsrat des Photovoltaik-Systemhauses hat mit Wirkung zum 1. Juni Thomas Mart in den Vorstand des Unternehmens berufen. Er übernimmt den bislang vakanten Posten des Chief Sales Officer (CSO).

IBC SOLAR - Vorstand Mart Thomas

In seiner Funktion als CSO ist Thomas Mart verantwortlich für Vertrieb, Marketing, Produktmanagement und After-Sales der Geschäftsbereiche Projektgeschäft und Handel. Der diplomierte Elektroingenieur blickt auf langjährige Vertriebs- und Projekterfahrung in verschiedenen industriellen Umfeldern und internationalen Märkten zurück. Zuletzt war er bei der SIEMENS AG in den USA und Deutschland für die Photovoltaik-Sparte zuständig.
 
„Mit Thomas Mart haben wir einen ebenso erfahrenen wie überzeugten Photovoltaiker für uns gewonnen“, so Gertrud Moll-Möhrstedt, Aufsichtsratsvorsitzende der IBC SOLAR AG. „Die laufende Internationalisierung wird uns auch in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen. Thomas Mart wird gemeinsam mit den bisherigen Vorständen Udo Möhrstedt und Jörg Eggersdorfer die weitere erfolgreiche Entwicklung von IBC SOLAR im deutschen und internationalen Projekt- und Handelsgeschäft maßgeblich vorantreiben.“
 
Quelle: IBC SOLAR AG

Köln, 17. April 2013, Die im Jahr 2004 in Berlin gegründete Online-Vermittlungsplattform für Photovoltaik-Module und Solar-Wechselrichter trennt sich von der 2012 eingeführten Marke sologico und führt die Geschäfte ab sofort wieder offiziell als pvXchange GmbH. Wir berichteten bereits darüber in PV MARKETING / Ausgabe 3 inkl. Interview über den Namenswechsel.

pvXchange

Das Unternehmen blickt, wie viele andere europäische Solarfirmen auch, auf ein bewegtes Jahr zurück. Nachdem sich die Gründer bereits Ende 2011 aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hatten, kehrte mit Martin Schachinger nun einer der Hauptgesellschafter zurück ins Führungsgremium des PV-Marktplatzes. Und er bringt auch gleich den altbekannten Namen wieder mit. „Wir haben erkannt, dass pvXchange als Marke einen deutlichen Vorteil gegenüber sologico hat – sie ist bereits gut eingeführt und hat ein nicht zu unterschätzendes Identifikationspotenzial innerhalb der Branche“, erklärt Schachinger.

Für die Kunden ändert sich vorerst nur wenig, denn die gleichzeitig mit der Markeneinführung Mitte 2012 verkündete Neuausrichtung des Unternehmens wird konsequent weiterverfolgt. Der Fokus liegt auch 2013 auf dem speziellen Komponentenbedarf von EPCs, Projektierern und Installateuren. „Ihnen verschaffen wir auf Grundlage unserer langjährigen, guten Kontakte zu wichtigen Herstellern und Distributoren gezielt die besten Einkaufskonditionen bei europäischen und asiatischen Lieferanten“, berichtet Georg Urban, der neue Vertriebsleiter bei pvXchange. Er behält neben den Kunden auch die aktuell interessantesten Märkte im Blick: „In einer Phase, in der die Volumenmärkte Deutschland und Italien rückläufig sind, zahlt sich unser frühes Engagement in Osteuropa aus. Hier werden noch immer viele interessante Projekte aller Größenordnungen realisiert. Gleichzeitig sind die lokalen Käufer bei der Komponentenauswahl oft noch nicht auf bestimmte Marken fixiert. Mit unserer Unterstützung finden Distributoren und Hersteller hier interessante neue Kundengruppen.“

Wir haben Martin Schachinger um ein Interview hinsichtlich der erneuten Namensänderung gebeten.

Michael Ziegler: Ein Gründungsmitglied von pvXchange kehrt nach einer längeren Auszeit wieder an den Ort des Geschehens zurück. Wie kam es dazu und was haben Sie in der Zwischenzeit so alles getrieben?

Martin Schachinger: So lang war die Auszeit nicht – genau 6 Monate (Feb – Juli). Ab August war wieder voller Einsatz für die Ablösung des Schweizer Managements gefragt. Hinter den Kulissen wurde bereits seit April verhandelt. Während der Auszeit wurden mit einem Partner u.a. zwei bis drei Endkunden-PV-Anlagen verkauft und gebaut, sozusagen ein Hobby von mir. Außerdem wurde an der Weiterentwicklung von pvXchange getüftelt.

Michael Ziegler: Was war Ihre erste Amtshandlung, nachdem Sie wieder Ihre Arbeit in der Führungsriege aufgenommen haben?

Martin Schachinger: Schwer zu sagen, die Übergabe kam fließend. Vielleicht Folgendes: Ich habe die Mitarbeiter zusammengetrommelt und ihnen gesagt, „Ich glaube an den Erfolg und brauche Euren vollen Einsatz!“.

Michael Ziegler: In Ausgabe 3 von PV MARKETING haben wir mit dem damaligen CEO Michael Maximilian Mueller und der Marketing Communications Managerin Eva Maria Jäschke über den Namenswechsel gesprochen. Frau Jäschke begründete den Namenswechsel von pvXchange in sologico u.a. damit, dass sologico so ausgesprochen wird, wie es auch buchstabiert wird. pvXchange fand sie zum damaligen Zeitpunkt "recht kompliziert". Welchen Namen finden Sie komplizierter, sologico oder pvXchange?

Martin Schachinger: Da bin ich der falsche Ansprechpartner – „pvXchange“ war meine eigene Kreation, „sologico“ nicht – was soll ich dazu also sagen? ;-)

Michael Ziegler: Aus unserer Sicht war die Namensänderung so unnötig wie ein Kropf. Dennoch sagte Frau Jäschke, dass der Name sologico schon bald ebenso geläufig sein würde wie es pvXchange früher war. Wie ist Ihre Meinung dazu, was spiegelt der Markt bzw. Ihre Kundschaft wider?

Martin Schachinger: Die aktive Zeit von „sologico“ ist wohl zu kurz, um eine verbindliche Aussage über Bekanntheitsgrad und Wirkung zu treffen. Tatsache ist, dass „pvXchange“ uns Türen öffnet, „sologico“ nicht unbedingt.

Michael Ziegler: Also war die Namensänderung in sologico doch nicht die "logische" Antwort?

Martin Schachinger: Aus heutiger Sicht war die Namensänderung wohl keine besonders glorreiche Entscheidung, aus damaliger Sicht schon, da wir Gründer den Namen „pvXchange“ beansprucht haben.

Michael Ziegler: Ein Namenswechsel kostet Geld. In diesem Fall sogar zweimal. Warum haben Sie nicht das Beste aus der Marke sologico gemacht? Hätte es nicht etwas zu retten gegeben?

Martin Schachinger: Haben wir doch: das Corporate Design, welches für sologico entwickelt wurde, nutzen wir fast unverändert weiter, da es gut ist. Es gibt pvXchange einen neuen, moderneren Anstrich.

Michael Ziegler: Konnte sologico am Erfolg von pvXchange anknüpfen und hat die Marke an Bekanntheitsgrad eingebüßt?

Martin Schachinger: Man hat damals sehr genau gewusst, was der Name „pvXchange“ für die Einführung von „sologico“ bedeutet und was es wert ist, sich auf pvXchange zu berufen. Das wurde ja auch beinahe bis zum Relaunch von „pvXchange“ beibehalten. Ob und wie weit die sologico-Zeit, oder doch eher die geänderte Ausrichtung bzw. die Marktveränderungen den Erfolg unseres Geschäfts beeinflusst haben, lässt sich schwer abschätzen. Alles zusammen hat uns an einen Punkt gebracht, der es uns jetzt etwas schwerer macht, an alte Erfolge anzuknüpfen.

Michael Ziegler: Wie wir erfahren haben, sind Frau Jäschke und Herr Müller nicht mehr im Unternehmen tätig. Hat das etwas mit der Namensänderung zu tun oder gab es diesbezüglich andere Gründe?

Martin Schachinger: Umgekehrt wird ein Schuh daraus – die Namensänderung wurde möglich, weil die KollegInnen nicht mehr dabei sind. Im Ernst: Das damalige Management und die Gesellschafter einigten sich auf ein Konzept, nachdem das bestehende operative Geschäft innerhalb der pvXchange GmbH auf Basis deutlich reduzierter Kosten weitergeführt werden sollte. Ein Aufrechterhalten des umfangreichen Managementteams um Herrn Müller und des Schweizer Büros passte nicht in die neue Strategie, so dass beides aufgegeben wurde.

Michael Ziegler: Was sagen die Mitarbeiter des Unternehmens zum "neuen" Namen?

Martin Schachinger: Ich denke, dass sich auch die jüngeren Mitarbeiter wieder sehr gut mit „pvXchange“ identifizieren können und dankbar sind, dass der Namen-Wirrwarr der Übergangszeit mittlerweile Geschichte ist.

Michael Ziegler: Was sind Ihre nächsten Schritte aus marketingtechnischer Sicht, um pvXchange wieder an die Position zu bekommen, die die Marke vorher innehatte?

Martin Schachinger: Wir nutzen alle Mittel des Online-Marketings, sowie unsere teilweise langjährig bestehenden Kooperationen mit wichtigen Medien- und Branchenvertretern, um unseren Namen und unsere Dienstleistungen bei unseren Zielgruppen präsent zu machen.

Michael Ziegler: Wo sehen Sie pvXchange in zwei Jahren und welche Rolle spielt pvXchange am Markt, wenn der 52 GW-Deckel erreicht ist und die Förderung eingestellt wird?

Martin Schachinger: pvXchange wird auch ohne EEG ein wichtiger Handelsplatz für Photovoltaikprodukte, aber auch artverwandte Produkte bleiben. Je weniger Förderung gewährt wird, desto kostensensibler sind die Produkte. Ein Service, der die entstehende Lücke zwischen Herstellern auf der einen Seite und Planern/ Errichtern von Anlagen der Erneuerbaren Energien auf der anderen Seite schließt, ohne selbst eine relevante Handelsmarge zu beanspruchen, ist auch in Zukunft goldrichtig.

Michael Ziegler: Herr Schachinger, wir danken Ihnen herzlich für das Interview.

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