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Rom, 05. März 2011, Um zu vermeiden, dass die Kosten der italienischen Einspeisevergütung für private und industrielle Stromabnehmer unerträglich kostspielig werden, muss Italiens großzügige Einspeisevergütung umgehend sinken. Stoppt man hingegen, wie jetzt geplant, die Förderung von Neuanlagen ab einer installierten Leistung von 8 Gigawatt (GW), oder begrenzt Italien den jährlichen Zubau, torpediert dies den Markt.

"Die italienische Einspeisevergütung muss dringend auf ein niedrigeres Niveau gesenkt werden", sagt Stefano Eleuteri, Chefredakteur von »PHOTON – Il Mensile des Fotovoltaico«, dem italienischen Solarstrommagazin aus dem Haus PHOTON. Während die Kosten der Solarstromtechnik kontinuierlich sinken, hält Italien die Einspeisevergütung unnötig hoch. Dies hat dazu geführt, dass Solarstromanlagen in Italien doppelt so teuer sind wie in anderen großen Solarmärkten. "PHOTON schlägt vor, die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen um 60 Prozent auf dann 12 Cent/kWh für große Solaranlagen in Süditalien und um 50 Prozent auf dann 20 Cent/kWh für Installationen im Norden zu senken", sagt Eleuteri.

Sollten die aktuellen Pläne wie vom Ministerium vorgesehen in dieser Woche umgesetzt werden, wird die Vorreiterrolle von Südeuropa bei der Installation von Solarstromanlagen ein abruptes Ende nehmen. "Die Zubaubeschränkung auf kumuliert 8 GW oder die Einführung jedweder Deckelung wird den italienischen Solarmarkt zerstören. Das wäre eine Tragödie, weil Italien eigentlich perfekte Voraussetzungen für die Solarwirtschaft hat", so der Chefredakteur Stefano Eleuteri.

"Das zaghafte Ziel von kumuliert 8 GW bis 2020, das von der italienischen Regierung festgelegt wurde, ist praktisch schon erreicht", sagt Eleuteri. Wenn Italien nicht das gleiche Schicksal wie Spanien erleiden will, wo wegen des Booms und der Deckelung der PV-Sektor nur noch ein Schatten seiner Möglichkeiten ist, schlägt PHOTON – der weltweit führende Verlag in Sachen Photovoltaik – den Entscheidungsträgern Folgendes vor, um ein nachhaltiges Wachstum der Solarenergie zu etablieren:

  • Da die Photovoltaik (PV) in Teilen Italiens Strom bereits zum Steckdosenpreis generiert, müssen die Politiker sich darauf einigen, PV zur wichtigsten Säule der Energieversorgung zu machen. Das 8-GW-Ziel für 2020 entspricht lediglich 3 Prozent des Stromverbrauchs. Die neuen Pläne würden also die italienischen Solarstrompotenziale vergeuden und die Solarindustrie des Landes verwüsten.
  • Das System der Einspeisevergütung muss Transparenz und Planungssicherheit garantieren.
  • Es muss eine ungedeckelte Einspeisevergütung ermöglicht werden, die sich an den regional unterschiedlichen Einstrahlungsniveaus orientiert. Die Vergütung könnte bei 12 Cent/kWh für große Anlagen im Süden Italiens und 20 Cent/kWh für kleine Systeme in Norditalien angesetzt werden.

"Wenn jemand meint, diese Einsparungen seien exzessiv", so Eleuteri, »sollte man sich vergegenwärtigen, dass die italienische Vergütung von 2007 bis 2010 nur um 4 Prozent reduziert wurde, während die weltweiten Kosten von PVSystemen und Komponenten wesentlich stärker sanken." Verschiedene Perspektiven des italienischen PV-Marktes werden auf »PHOTON`s 6th PV Investors Conference« diskutiert.

Quelle: Photon Europe GmbH

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