Bitterfeld-Wolfen, 27. August 2012, Lange Zeit interessierte sich keiner ernsthaft für den insolventen Photovoltaikproduzenten Q.Cells. Dann brodelte die Gerüchteküche, der Hanwha-Konzern wolle Q.Cells übernehmen. Am Wochenende dann die Nachricht, dass bereits ein Vertrag mit aufschiebender Bedingung zwischen dem Insolvenzverwalter Henning Schorisch und Hanwha unterzeichnet worden ist (Wir berichteten: Q.Cells verscherbelt - Die Macht der Gläubiger). In zwei Tagen sollten die Gläubiger darüber entscheiden, ob Q.Cells an Hanwha geht oder endgültig zerschlagen wird. Doch nach traditioneller Ebay-Manier schaltete sich kurz vor Auktionsende noch das Solarunternehmen Isofotón ein.

Q-Cells SE

Ab jetzt wird gepokert und zwar verdammt hoch. Große Spannung, denn es geht immerhin um viele deutsche Arbeitsplätze. Jetzt kämpft Isofotón aus Spanien gegen Hanwha aus Südkorea um das Unternehmen Q.Cells. Es geht um alles oder nichts. Isofotón legte noch "in der letzten Sekunde" ein Übernahmeangebot vor. In zwei Tagen haben die Gläubiger die Wahl und können zwischen zwei Unternehmen wählen. Welches Unternehmen erhält den Zuschlag?

Ein Sprecher von Isofotón bestätigt, dass Isofotón-Präsident Serrano ein entsprechendes Angebot abgegeben hat mit dem Ziel, bei einem Zuschlag einen europäisches Solarkonzern aufziehen zu wollen. Dabei sollen zwar die Standorte Bitterfeld-Wolfen und Malaysia erhalten bleiben, aber 10 Prozent der Beschäftigten von insgesamt 1.300 müssten entlassen werden. Um die Übernahme zu finanzieren, stehe laut Isofotón ein US-Fonds bei der Finanzierung zur Seite.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

TAGS: ,

You have no rights to post comments