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Wien, 25. Mai 2010 - "Nur mit einer Lupe kann man die installierte Photovoltaik-Leistung im Jahr 2009 in Österreich im Vergleich zu anderen europäischen Ländern erkennen", meint Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA). Österreich kommt im Vergleich zu 3.800 Megawatt (MW) installierter Photovoltaik-Leistung in Deutschland auf gerade sieben MW.

"Während weltweit die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom boomt, kommt in Österreich die Photovoltaik nicht vom Fleck", so Kronberger gegenüber pressetext. "Aus diesem Grund hat die PVA ab sofort eine Online-Petition auf der Homepage http://www.sonnenzukunft.at/ für den Ausbau der Photovoltaik gestartet." Deutschland habe übrigens auch in diesem Jahr wieder die Nase vorne, denn bis Ende 2010 wird eine weitere 71-prozentige Zunahme der installierten Photovoltaik-Leistung prognostiziert, so Kronberger.

Saubere Stromversorgung als wirtschaftliche Frage

"Der Ausbau der Photovoltaik kommt einem Konjunkturpaket gleich", meint Kronberger. Die Alpenrepublik gebe jährlich elf Mrd. Euro für Energie aus. Da Österreich am Photovoltaik-Sektor ohnehin sehr stark sei - der Großteil der Produktion geht in den Export - könne bei einer Stärkung der nachhaltigen heimischen Energiegewinnung die Wertschöpfung im Inland bleiben. "Doch dazu ist eine durchgehende Investitionssicherheit notwendig."

"Um dieses Ziel zu erreichen, muss die so genannte Deckelung, die für die Photovoltaik 2,1 Mio. Euro jährlich beträgt, abgeschafft werden", erklärt Kronberger. Der Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) startet daher mit der österreichweiten Petition zur Reform des Ökostromgesetzes mit dem Ziel, den hemmenden Deckel der PV-Entwicklung aus dem Gesetz zu streichen. "So wäre es möglich, auch in Österreich einen Durchbruch der Photovoltaik nach internationalem Vorbild zu ermöglichen."

Förderung einer sauberen Energiezukunft

"Mehr als 90 Prozent der in Österreich produzierten Photovoltaik-Produkte gehen in den Export", so Martin Aichinger, Vertreter der österreichischen PV-Industrie. Leider fehle es in Österreich an der Möglichkeit, diese Produkte auch auszuprobieren. "Wir wollen jedoch ein wirtschaftliches Betreiben der Photovoltaik möglich machen", erklärt Aichinger.

Kronberger sieht in der derzeitigen Regelung die Gefahr, dass die Alpenrepublik den Anschluss an die internationale Entwicklung endgültig verpasst. "Bis 2015 soll eine Netzparität erreicht werden - dann soll gleich viel Strom vom Dach wie vom E-Werk kommen", erklärt der Experte. "In Südeuropa rechnet man übrigens schon 2012 damit."

Photovoltaik-Industrie überholt Autoindustrie

"Die Photovoltaik-Industrie wird schon demnächst die Autoindustrie überholen", so Kronberger. "Eine erst vor kurzem publizierte Studie des Schweizer Bankhauses Sarasin hat darauf hingewiesen, dass diesem Industriezweig weiterhin goldene Zeiten prognostiziert werden." Daher sei es im Zuge der Ökostromgesetz-Novelle im Herbst nötig, einen Durchbruch zu schaffen. "Die unendliche Ressource Sonnenlicht wird der wichtigste Energieträger der Zukunft sein, sauber, krisensicher und preisstabil", meint Kronberger abschließend gegenüber pressetext.

Redakteur: Wolfgang Weitlaner

Quelle: pressetext.austria

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