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Berlin/Freiberg am Neckar, 27. Januar 2011, Die Produktion von grüner Energie mittels Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach nimmt in Privathaushalten immer mehr zu. Doch im Falle eines Brandes kann von der Anlage eine große Gefahr für die Feuerwehrmannschaft ausgehen. Selbst wenn es bei Feuer gelingt, den sauberen Stromerzeuger über einen Schalter am Wechselrichter vom Netz zu nehmen, erzeugen die Module auf dem Dach weiterhin Energie. "Durch Mondschein, die Einsatzbeleuchtung und selbst im Dunkeln produziert die Anlage Strom von bis zu 1.000 Volt - tagsüber sowieso", erklärt Carsten-Michael Pix, Referent für Feuerwehrthemen beim Deutschen Feuerwehrverband (DFV), gegenüber pressetext.

Daher kann die Feuerwehr Häuser mit PV-Anlagen nicht wie gewohnt löschen. Kommt einer der Retter mit einem Modul in Berührung, riskiert er u.a. einen gefährlichen Stromschlag. "Weiterhin besteht auch immer das Risiko, dass die Konstruktion vom Dach rutscht oder die Solarmodule bei starker Hitzeeinwirkung zersplittern können", so Pix.

Erschwerter Löschvorgang

Zudem kann die Anlage bei einem Dachstuhlbrand, z.B. ausgelöst durch einen Blitzeinschlag oder eine Silvesterrakete, wie ein Regenschirm wirken. "In diesem Fall würden wir normaler Weise die Dachziegel aufnehmen und gezielt darunter löschen. Das wird durch Photovoltaikanlagen natürlich erschwert."

Deshalb fordert der DFV, dass die Branche technische Lösungen schafft, um die Gefahr einzudämmen. "Hierbei gibt es sicher mehrere Möglichkeiten. Beispielsweise eine Abschaltlösung am Modul, sodass wirklich kein Strom mehr fließt oder dass bei den Anlagen mit der sogenannten Schutzkleinspannung gearbeitet wird und die Gleichspannung auf maximal 120 Volt begrenzt wird", zählt Pix auf.

Vermeidung von Hochspannung

Mehrere Firmen in Deutschland suchen nach Möglichkeiten, wie die Gefahr gebannt werden könnten. Ein Unternehmen aus Freiberg am Neckar hat eine Lösung auf den Markt gebracht, die mehr Sicherheit bringen soll. Das System der SolarConsult AG vermeidet grundsätzlich eine lebensgefährliche Spannung auf der PV-Anlage.

Anders als bei Solarstromanlagen üblich werden dabei nicht zahlreiche Module in einem Strang verschaltet, deren elektrische Spannung sich dann auf bis zu 1.000 Volt summiert. "Bei unserer Methode werden lediglich zwei Photovoltaikmodule miteinander verbunden und direkt an den Wechselrichter angeschlossen. Die Gesamtspannung liegt deshalb nur bei 70 Volt", sagt Geschäftsführer Marten Zotner. "Und das ist für den Menschen ungefährlich." Daneben habe diese Lösung noch weitere Vorteile, zum Beispiel ein grundsätzlich geringeres Brandrisiko und langfristig höhere Erträge.

Redakteur: Caroline Schoettler

Quelle: pressetext.redaktion

Ein erster Schritt für Betreiber von Solarstromanlagen ist die Anbringung eines Hinweisschildes am Gebäude, auf dem die Photovoltaikanlage installiert ist. Das Hinweisschild "PV - Achtung Solaranlage" soll Feuerwehren auf das Vorhandensein einer Photovoltaikanlage im Vorfeld aufmerksam machen. Somit können am Brandort entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, die beim Einsatz mit elektrischen Anlagen zu beachten sind.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.photovoltaikstudie.de/shop/schilder-aufkleber/hinweisschild.php

Kommentare   

#1 Leitl Harald 2011-02-22 21:32
Die Frage nach dem Schutz der Feuerwehrleute im Falle eines Brandes von Objekten mit einen Photovoltaikanlage liest man immer häufiger. So zuletzt in der Stuttgarter Zeitung:

„Das Risiko, einen elektrischen Schlag zu bekommen
ist einfach zu groß“

so ein Einsatzleiter der Feuerwehr oder

„ Schwere Stromschläge sind möglich“ oder
„ Neue Richtlinien sollen Sicherheit bringen“

hier wird mit einem wichtigen Rat an die Feuerwehr appelliert, einen genügenden Sicherheitsabstand zu spannungsführenden Anlageteilen zu halten (die Feuerwehrleute laufen im Falle eines Brandes sicher nicht mit einem Meterstab herum; auch ist dieser Rat in den meisten Fällen nicht durchführbar.).

Auch der Tagesspiegel nimmt Stellung zu dem Thema und schreibt:

„Solardächer sind brandgefährlich“ oder
„ Photovoltaikanlagen lassen sich nicht abschalten“ oder
„ Brennt es, hat die Feuerwehr kaum eine Chance“

Auch hier werden viele Ratschläge gegeben von einer Plane, die über die PV-Module gelegt werden bis zu den sicher nicht ganz unberechtigten Vorwürfen, dass die Industrie hier etwas versäumt hat, was es gilt, nun nachgeholt zu werden.

Auch das Fernsehen zeigte Beispiele, in denen die Feuerwehr Objekte mit einer PV-Anlage kontrolliert abbrennen ließ, weil man die PV-Anlage nicht spannungsfrei abschalten konnte und die Gefahr bei den Löscharbeiten vor einem tödlichen Stromschlag für die Feuerwehrleute einfach zu groß war.

Die Überschriften und Fernsehbeiträge sind sehr ernst zu nehmen. Wenn auch noch keine Norm ( derzeit in Arbeit ) existiert, so gibt es jetzt für alle Photovoltaikanlagenbesitzer u.a. ein wirksames System, um jede PV-Anlage sekundenschnell vom Strom zu trennen und die komplette Anlage sichtbar spannungsfrei zu schalten.

So gilt diese Sicherheit nicht nur im Brandfall, sondern auch bei etwaigen Wartungsarbeiten oder Neuinstallationen durch den Dachdecker, aber auch für den Schornsteinfeger bei Reinigungsarbeiten der Schornsteine.

Als kleines aber sehr innovatives Unternehmen mit Sitz in Sachsen hat die VWL Umweltcentrum GmbH ein System bestehend aus einem PV-NOT-AUS Schalter (Standort gut zugänglich für die Feuerwehr im Außenbereich des Objektes) und einem Steuerteil (Standort neben dem Wechselrichter) entwickelt. Bei Betätigung des berühmten roten Knopfes an dem PV-NOT-AUS Schalter wird die komplette PV-Solaranlage augenblicklich spannungsfrei geschaltet, ohne die Anlagenkomponenten zu zerstören. Es wird ein Kurzschluss erzeugt, dessen Wärme über einen Kühlkörper abgeführt wird und an allen Modulen ist keinerlei Spannung mehr vorhanden und dies wird der Feuerwehr über das im Notschalter integrierte Voltmeter mit 0 Volt angezeigt. Bei o.g. Wartungsarbeiten betätigt man nach Beendigung der Arbeiten auf dem Dach die grüne Taste am Steuerteil und augenblicklich ist wieder Spannung auf der Anlage und die PV-Anlage erzeugt wieder Strom.

Egal wie groß die Anlage ist, mit diesem System kann jede Photovoltaikanlage im Brandfall sekundenschnell spannungsfrei geschaltet werden.

Und wenn nach den Kosten für dieses System gefragt wird dann liegen diese bei nicht mehr als 1-3% der Kosten, die die komplette PV- Anlage gekostet hat. Der Einbau muss von einem konzessionierten Elektrofachbetrieb eingebaut werden, nicht zuletzt aus Gewährleistungs- und auch sinnvoller weise aus versicherungs-technischen Gründen.

Wenn man den Werterhalt seines eigenen Objektes mit einer PV-Anlage in den Fokus stellt und im Falle eines Brandes sicher gehen will, dass die Feuerwehr uneingeschränkt löschen kann, dann ist das System der VWL GmbH mit dem Sicherheits- und Kostennutzen eine gute Entscheidung

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