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Installateure können vom Service-Geschäft profitieren

Der Boom beim Zubau neuer Solaranlagen geht erst einmal zurück. Auch wenn Themen wie Eigenverbrauch oder steigende Strompreise die Attraktivität von PV-Anlagen weiterhin hoch halten: Die Goldgräberstimmung in der PV-Branche flaut ab. Daraus folgt: Installateure müssen jetzt sich und ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln. Das Motto „Auf Neubau folgt Service“ setzt sich dabei immer mehr durch.

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Für Herbert Mauerer, Gründer und Geschäftsführer der Solarfachhandelsfirma 3+Solar, ist der Fall klar: „Es wird schwieriger neue Photovoltaik-Projekte zu gewinnen. Wir unterstützen deshalb unsere Installateure und deren Kunden bei der Betriebsführung Ihrer Photovoltaikanlagen.“ Mauerer hat das Service-Geschäft als neues Wachstumssegment entdeckt. Er betreut bereits über 100 Anlagen seiner Fachhändler im Bereich unter 50 kW, meist Dachanlagen, sowie etliche Anlagen von Unternehmen zwischen 50 kW bis in den MW-Bereich. Die größte Anlage hat fünf MW und wird ebenfalls von seiner Betriebsführungsmannschaft betreut. Dass ein Markt für Service-Konzepte vorhanden ist, hat nicht zuletzt eine Untersuchung der smartblue AG gezeigt: Immerhin jede achte Anlage in Deutschland produziert deutlich weniger Strom, als für einen einigermaßen rentablen Betrieb notwendig wäre. Daraus folgert das Unternehmen: Diese Anlagen müssen defekt sein, niemand baut von vorneherein unrentable Anlagen. Nur: in den meisten Fällen merken es die Anlagenbetreiber noch nicht einmal.

Oft zeigt ein genauer Blick auf PV-Anlagen, dass an einer oder mehreren Stellen Handlungsbedarf besteht. Von der Verkabelung, defekten oder falsch konfigurierten Wechselrichtern über starke Verschmutzung bis hin zu kleinen Rissen in Modulen gibt es zahlreiche Fehlerquellen, die den Ertrag signifikant senken können – ohne direkt ins Auge zu fallen, und damit oft nur schwer zu entdecken. Selbst an sich simple Aspekte wie Verschattungen durch einen gewachsenen Baum bleiben oft unerkannt. Genau an dieser Stelle können Installateure den Hebel ansetzen: Überzeugen sie Anlagenbetreiber davon, dass sich ein kontinuierliches Monitoring lohnt, profitieren beide Seiten: Der Eigentümer von den gesicherten Erträgen, der Installateur vom Service-Geschäft.

Vielfältige Fehlerquellen gefährden Erträge

Die Leistungen, die Installateure dabei anbieten können, sind vielfältig. Von der regelmäßigen (am besten automatischen) Kontrolle der Monitoringdaten bis hin zum Austausch von Modulen – einschließlich der Abwicklung über den Hersteller – lässt sich in der Regel eine große Bandbreite abdecken. „Wir können unseren Partnern zwar einen kurzfristigen Austausch für defekte Module anbieten. Aber wir können nicht erkennen, wo neue Module wegen Defekten benötigt werden. Für Installateure liegt viel Potenzial im Service-Geschäft“, erläutert Joachim Simonis, Geschäftsführer des Modulherstellers Talesun Germany GmbH.

Damit sich für die Installateure die neuen Service-Angebote jedoch wirklich rechnen, müssen diese möglichst einfach und strukturiert anzubieten sein. Vor-Ort-Begutachtungen gehören sicherlich dazu, sind jedoch nicht ausreichend, da sie weder in entsprechender Häufigkeit noch Detailtiefe durchzuführen sind. Installateure setzen daher vermehrt auf IT-gestützte Systeme zur Anlagenüberwachung. Die Ausprägungen sind unterschiedlich und reichen vom einfachen Wechselrichter-Monitoring bis hin zu modulgenauen Überwachungslösungen.

Automatisierte Überwachung mehrerer Anlagen

Damit der Zeitaufwand für das Monitoring in Relation zu den niedrig zu haltenden Aufwendungen steht, hat die smartblue AG einen Leitstand mit automatischer Fehlererkennung entwickelt – speziell für professionelle Wartungsunternehmen. Die Software kann die Daten aus den unterschiedlichsten Monitoring-Systemen für Photovoltaikanlagen auslesen und zentral darstellen. „Installateure haben so die Möglichkeit, viele einzelne Anlagen auf einen Blick zu überwachen – unabhängig davon, welche Überwachungs-Hardware zum Einsatz kommt“, erklärt Dr. Philipp Geiger, Vorstand der smartblue AG. „Unsere Lösung arbeitet mit allen gängigen Daten-Loggern“. Die Kostenersparnis für den Installateur ist groß, fällt doch die mühsame, manuelle Kontrolle verschiedenster Einzelsysteme weg, zudem arbeitet die Fehlerüberprüfung automatisch dank einer speziell entwickelten, intelligenten Datenanalyse. „So können Installateure auch Anlagen in Ihren Service mit aufnehmen, die sie nicht selbst errichtet haben – es entsteht ihnen dabei praktisch kein zusätzlicher Aufwand“, erläutert Dr. Geiger den Vorteil des smartblue Produktes.

Die Nachrüstung entsprechender Anlagenüberwachungen ist demzufolge ein weiteres Geschäftsmodell für viele Installateure. Denn viele PV-Anlagen verfügen noch gar nicht über eine entsprechende Monitoring-Lösung. Schätzungen von Marktbeobachtern zu Folge sind nur ca. 20-25% der Anlagen mit einem Datenlogger ausgerüstet, wobei dieser Anteil bei Neuanlagen deutlich ansteigt. Aber insbesondere Anlagen, die vor dem Jahr 2010 errichtet wurden, haben hier entsprechenden Nachholbedarf – früher hieß es schlicht, dass PV-Anlagen 20 Jahre halten. Dass dies nicht so ist, hat nicht zuletzt auch die smartblue-Analyse gezeigt.

Fazit

Der Photovoltaik-Markt durchlebt einen extremen Zyklus. Vom Early Adopter über den Hype bis zum Katzenjammer ging es im Zeitraffer. Nicht nur Solar-Modulhersteller sind von den Verwerfungen dieses schnellen Zyklus betroffen – auch wenn das vielfach in der Berichterstattung untergeht. Installateuren steht jedoch mit dem Service-Geschäft eine für alle Seiten sinnvolle Geschäftsoption offen, die ihnen auch langfristig das Überlegen sichern kann. Herbert Mauerer hat sein Geschäft bereits in diese Richtung weiterentwickelt.

Quelle: Smartblue AG

Einen entsprechenden Service- und Wartungsvertrag für Solaranlagen gibt es in unserem Onlineshop.

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