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Berlin, 17. Februar 2012, Eine spontane Protestaktion starteten heute Mitarbeiter von Berliner Solarunternehmen vor dem Bundeswirtschaftsministerium. Hintergrund der Aktion sind die radikalen Kürzungspläne der Solarstromförderung von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler. Wie der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. berichtet, appellieren die Mitarbeiter mit einer überdimensionalen, gelben 'Sunblocker'-Tube sowie dem Konterfei des Wirtschaftsministers an den Erhalt der Solarwirtschaft mit ihren weit über 100.000 Beschäftigten, für die der Minister sich verantwortlich und zuständig zeigen soll.

Philipp Rösler - The Sunblocker

Bild: Philipp "The Sunblocker" Rösler

Der BSW-Solar möchte mit der Aktion erreichen, dass die Politik sich schützend vor die Beschäftigten der Solarwirtschaft in Deutschland stellen soll und die Solarstromförderung deutlich weniger stark reduziert wird als von Bundeswirtschaftsminister Rösler geplant.

Der Bundesverband, der über 800 Solarunternehmen vertritt, fordert den Minister auf, die im vergangenen Sommer von der Bundesregierung beschlossene Energiewende nicht weiter zu gefährden. Rösler beabsichtigt, die Förderung neuer Solarstromanlagen auf einen Bruchteil des bisherigen Zubaus zu beschränken. Nach seinen Vorstellungen soll jährlich nur noch 1 Gigawatt (GW) Solarstrom gefördert werden. Das wären knapp 90 Prozent weniger als in den beiden Vorjahren 2010 und 2011.

Diese drastischen weiteren Kürzungen hätten unweigerlich einen Markteinbruch und die Zerstörung eines Großteils der Solarbranche in Deutschland zur Folge. In den vergangenen Jahren musste die Solarwirtschaft bereits deutliche Einschnitte verkraften. Die Förderung für neue Solarstromanlagen wurde allein seit 2008 halbiert. 2012 sinkt sie bereits auf jetziger gesetzlicher Grundlage weiter, um zwei Mal 15 Prozent.

„Wenn Rösler sich mit weiteren Einschnitten durchsetzt, sind die Energiewende und 100.000 Arbeitsplätze in Gefahr“, sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar heute in Berlin. Derzeit liegt der Solarstrom-Anteil bei rund vier Prozent. Nach den jüngsten Plänen des Bundeswirtschaftsministers soll er durch harte Einschnitte bei der Solarstromförderung bei rund fünf Prozent (33 Gigawatt) eingefroren werden. Derzeit sieht das Erneuerbare-Energien-Gesetz einen Ausbau auf mindestens 52 GW vor.

In der Kritik stehen vor allem die Kosten für die Photovoltaikanlagen, die bis heute installiert wurden. Doch Energieexperten wiesen in den vergangenen Wochen wiederholt darauf hin, dass die zukünftig installierten Anlagen kaum noch Kosten verursachen. Außerdem zahlten sich die bisher geleisteten Anschubinvestitionen volkswirtschaftlich aus. Die Solarbranche hat die Kosten inzwischen erfolgreich reduziert. Sie strebt an, bis 2020 rund 10 Prozent des deutschen Strombedarfs zu decken.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

Kommentare   

#2 C. Falter 2012-02-28 15:36
Rösler entsorgen!!
So, jemanden kann man nicht mehr erntnehmen/ wählen .
+1 #1 Gerd Haag 2012-02-17 16:09
Die Politiker, die einen solchen Kurs verfolgen, sollten nicht erst gestern verschwinden, sie sollten einfach weg.

Weiter so..

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