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Bitterfeld-Wolfen, 23. Februar 2010 - Der deutsche Solarzellenmarktführer Q-Cells  hat seine vorläufigen Geschäftszahlen für das Vorjahr bekannt gegeben und mit einem Milliardenverlust schockiert. Mit einem Minus von 1,36 Mrd. Euro hat der Konzern selbst die Erwartungen der Analysten enttäuscht. 2008 erwirtschaftete das Unternehmen noch einen Gewinn von rund 190,5 Mio. Euro. Im abgelaufenen Berichtsjahr habe das Geschäft unter dem Preisverfall in der Solarbranche gelitten. Zudem musste Q-Cells 952 Mio. Euro auf Tochterunternehmen und Beteiligungen abschreiben.

"Das sieht auf den ersten Blick richtig schlecht aus", meint Karsten von Blumenthal, Analyst bei SES Research, im Gespräch mit pressetext. Bereinigt bleibe der Q-Cells-Verlust zwar "grob" im Rahmen. Zudem habe das Unternehmen alle Beteiligungen radikal abgeschrieben, womit "das Thema erst mal durch" sei. "Für das erste Quartal 2010 wurden aber bereits die nächsten Sonderbelastungen angekündigt", erläutert Blumenthal.

Restrukturierung

"Die veränderte Marktlage im vergangenen Jahr mit einem drastischen Preisverfall hat in der gesamten Solarindustrie starke Auswirkungen auf die Zukunftsperspektiven der unterschiedlichen Technologieansätze", heißt es von Q-Cells. Eigenen Angaben nach zeigt das laufende Restrukturierungsprogramm bereits Wirkung. Vor wenigen Monaten hatte das Unternehmen unter dem Druck der asiatischen Konkurrenz etwa angekündigt, sich breiter aufzustellen und selbst Solarkraftwerke zu errichten.

Auf Produktionsseite will sich Q-Cells auf die "konkurrenzfähigen Kerntechnologien" wie kristallines Silizium und Dünnschichtmodule von Solibro konzentrieren. So sei das Beteiligungsportfolio im Vorjahr umfassend bereinigt worden. Neue Technologien bräuchten noch Zeit. Ähnlich dürfte es auch anderen Akteuren in der Branche gehen. Neben den Kosteneinsparungen kündigte Q-Cells-Vorstandsvorsitzender Anton Milner "fundamentale Veränderungen" des Geschäftsmodells an. "Wie die Entwicklung konkret verläuft, wird stark von den politisch geplanten Kürzungen für die Solarstromförderung abhängen", so Milner.

Rückkehr in die schwarzen Zahlen

2010 peilt Q-Cells die Rückkehr in die schwarzen Zahlen an. Den Erwartungen gemäß soll der Restrukturierungskurs zu ebenso deutlichen wie dauerhaften Einsparungen führen. Im operativen Geschäft wolle man "auf einen profitablen Wachstumskurs zurückkehren". Im Vorjahr kappte Q-Cells mehrmals die Prognose und sieht nun gänzlich von einem konkreten Ausblick ab. 2009 sank der Umsatz von 1,25 Mrd. auf 801 Mio. Euro.

Redakteur: Manuel Haglmüller

Quelle: pressetext

Kommentare   

#1 Bitterfeld-Wolfen - Blog - 23 Feb 2010 2010-02-23 20:22
[...] Q-Cells schockiert mit Milliardenverlust [...]

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