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Berlin, 13. Juni 2012, Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mitteilt, wurden im Mai 2012 etwas mehr als vier Milliarden Kilowattstunden Solarstrom erzeugt. Ein Rekordmonat für die Photovoltaik! Die gelieferte Photovoltaikleistung entspricht somit rund 10 Prozent des monatlichen

Stromverbrauchs in Deutschland. Das sind 40 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Der Höchstwert lag bisher bei 2,6 Mrd. kWh im Mai 2011. Zwischen Januar und Mai wurden bislang 10,5 Mrd. kWh Solarstrom erzeugt und ins Stromnetz eingespeist (Vorjahr 7,6 Mrd. kWh). Deutsche Windkraftanlagen produzierten im Mai etwa 2,9 Mrd. kWh sauberen Strom. Zwischen Januar und Mai erzeugten diese mit 22,0 Mrd. kWh Strom das Doppelte der Solarstrommenge (2011: 18,4 Mrd. kWh).

Der starke Anstieg der Photovoltaik-Einspeisung in diesem Jahr ist auf den weiteren Ausbau der Solarstromanlagen und die günstigen Sonnenverhältnisse zurückzuführen. Aus dieser Entwicklung ergeben sich nach Berechnungen des Verbandes Mehrkosten. Sie belaufen sich bis jetzt auf 460 Millionen Euro mehr als im Zuge der Berechnung der EEG-Umlage 2012 geplant war. Es bleibe abzuwarten, wie sich das EEG-Konto im Laufe des Jahres weiter entwickeln werde, so der BDEW. Die Energiewirtschaft unterstützt grundsätzlich den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien und investiert dafür jährlich Milliardenbeträge.

Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung: "Allerdings zeigt die bisherige Entwicklung der Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen und die weiter steigende, gesetzlich garantierte Vergütung aktuell, dass das ungebremste Wachstum weitergeht. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien und die damit verbundenen Kosten werden nicht ausreichend gesteuert. Die Prioritäten stimmen nicht mehr: während im Netzbereich die Kosten auf den Cent genau reguliert und Investitionen nicht ausreichend gefördert werden, türmt sich mit Hilfe des EEGs (Erneuerbare-Energien-Gesetz) eine enorme Belastung für die Verbraucher auf. Deshalb ist es jetzt umso wichtiger, dass eine Kürzung der Solarförderung beschlossen wird."

Der Vermittlungsausschuss will sich am 13. Juni unter anderem mit der Kürzung der Solarstromförderung befassen. Allerdings gebe es neben der geplanten Förderkürzung in dem vorliegenden Entwurf zum EEG-Änderungsgesetz weiteren, erheblichen Verbesserungsbedarf. Falsch sei zum Beispiel der im Gesetzentwurf gewählte Weg zur Marktintegration des Stroms aus solarer Strahlungsenergie.

"Aus Sicht des BDEW wird dieses grundsätzlich wichtige Ziel mit dem so genannten Photovoltaik-Marktintegrationsmodell in seiner vorliegenden Ausgestaltung nicht erreicht", so Müller. Hinzu würden unerwünschte Nebeneffekte wie zum Beispiel eine Umverteilung der Kosten der Energiewende kommen. Müller: "Es entstehen kostenrelevante Risiken für Netzbetreiber und Stromvertriebe sowie ein erheblicher Abwicklungsaufwand bei der Umsetzung dieses Modells. In Summe ist mit einer unnötigen und enormen Steigerung des Bürokratieaufwands zu rechnen, der entsprechende Kosten nach sich zieht und vom BDEW abgelehnt wird."

Quelle: BDEW

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