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Berlin, 18. Mai 2010 - Am 16. Mai trafen sich erstmals die einflussreichsten Solarakteure Saudi Arabiens aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, um sich über laufende Projekte auszutauschen und konkrete Maßnahmen abzustimmen. So wurde unter anderem beschlossen, eine Solar-Taskforce zu etablieren, die als landesweite Kommunikationsplattform und Interessenvertretung der Solarindustrie fungieren soll.

Die 2009 gegründete King Abdullah University of Science and Technology (KAUST), ein Vorzeigeprojekt des Landes, bildete den Rahmen für den ersten nationalen „Solar Communication and Coordination Workshop“. Die auf erneuerbare Energien spezialisierte Unternehmensberatung Apricum hatte die Veranstaltung initiiert und konzeptioniert. Apricums Geschäftsführer Nikolai Dobrott beschreibt die Motivation: „Saudi Arabien ist mit seiner enormen Sonneneinstrahlung und seinem finanziellen Potenzial hervorragend aufgestellt, um großvolumige Solarprojekte zu etablieren. Das Land tut gut daran, sein kostbares Öl auf dem Weltmarkt zu verkaufen, anstatt es stark subventioniert zur heimischen Stromversorgung zu vergeuden. Solarstrom ist schon heute eine konkurrenzfähige Alternative. Viele Initiativen laufen bereits. Was fehlt, sind Austausch und Koordinierung. Hier setzen wir mit dem Workshop an.“

Mehr als 150 geladene Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die maßgeblich die Etablierung der Solarenergie im Land bestimmen, versammelten sich am 16.05.2010. Unter ihnen waren sowohl hochrangige Repräsentanten der Regierung und der Energieregulierungsbehörde ECRA, als auch der im Solarbereich aktivsten Unternehmen wie Saudi Aramco sowie der führenden Universitäten des Landes.

Besondere Beachtung fand die Rede des Vertreters der jüngst ins Leben gerufenen King Abdullah City for Atomic and Renewable Energy, der eine Schlüsselrolle bei der Etablierung der notwendigen Rahmenbedingungen für Solarprojekte beigemessen wird. Dr. Khaled Al-Sulaiman hob das Bekenntnis der saudischen Regierung zu erneuerbaren Energien hervor: „Erneuerbare Energien […] werden ein Teil des Energiemix‘ [des Landes] sein und das schon sehr bald.“

Ein wesentliches Ergebnis der Konferenz ist die Etablierung einer Solar-Taskforce, die die weitere Entwicklung aktiv gestalten und später in einen Solarverband münden soll. Die Mitglieder der Taskforce werden in den nächsten Wochen bestimmt; der Erdölförderer Saudi Aramco wird eine führende Rolle übernehmen. So hat das Unternehmen bereits angekündigt, die nächste nationale Solarkonferenz Anfang Oktober 2010 an seinem Firmensitz auszurichten.

Quelle: Apricum – The Cleantech Advisory

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