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Erlangen, 02. April 2012, Utz Claassen, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium AG, verklagt die Solar Millennium AG auf 265 Millionen US-Dollar. Die Klage richtet sich an die Solar Millennium AG sowie einige Tochtergesellschaften in den USA. Der Grund: Rufschädigende Äußerungen und Schädigung der Reputation als Manager. Nach nur 74 Tagen im Amt verlangt der ehemalige Manager umgerechnet:

je Tag: 3,58 Mio. US-Dollar
je Stunde: 149.166 US-Dollar
je Minute: 2.486 US-Dollar
je Sekunde: 41,43 US-Dollar

Als Begründung wird in der Klageschrift angegeben, Verantwortliche der Solar Millennium AG hätten durch rufschädigende Äußerungen gegenüber Öffentlichkeit und Presse nach Claassens Ausscheiden im März 2010 dessen Reputation als Manager geschädigt. Infolgedessen habe er seitdem keine adäquaten Mandate mehr bekommen. Verklagt wurden im Einzelnen die Solar Millennium AG, deren US-Tochter Solar Millennium Inc. und die Solar Trust of America LLC, an der die Solar Millennium Inc. eine 70-prozentige Beteiligung hält. Die übrigen 30 Prozent an der Solar Trust of America LLC hält Ferrostaal.

Die Klage wird derzeit von Insolvenzverwalter Volker Böhm und den betroffenen Tochtergesellschaften rechtlich geprüft. Auf das deutsche Insolvenzverfahren hat die Klage keine unmittelbaren Auswirkungen. Selbst wenn Claassen tatsächlich mit seiner Klage Erfolg haben sollte, wäre er gegenüber der Solar Millennium AG nur Insolvenzgläubiger und müsste die erstrittene Summe zur Insolvenztabelle anmelden. Ob die Forderung vom Insolvenzverwalter auch anerkannt werden würde, wäre dann nach deutschem Recht zu prüfen.

Quelle: Solar Millennium AG

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