Niestetal, 08. Dezember 2010, Die SMA Solar Technology AG hat für den Sunny Tripower 15000TL und den Sunny Central 630CP Einheitenzertifikate gemäß der Technischen Richtlinie „Erzeugungsanlagen am Mittelspannungsnetz“ des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erhalten.

Das Unternehmen bietet mit dem Sunny Central 630CP nicht nur den ersten Zentral-Wechselrichter mit EZE-Zertifikat und vollständiger dynamischer Netzstützung am Markt. SMA ist auch der erste Hersteller, der sowohl für dezentrale als auch für zentrale Anlagenkonzepte zertifizierte Solar-Wechselrichter anbieten kann, die die deutlich erweiterten Anforderungen für Erzeugungsanlagen in der Mittelspannungsebene erfüllen. Erstmals beteiligen sich Solar-Anlagen damit in umfassender Weise an den notwendigen Systemdienstleistungen. Eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass mehr Photovoltaikleistung in die deutschen Stromnetze integriert werden kann. SMA schafft hier ein hohes Maß an Zukunfts- und Investitionssicherheit für Betreiber aller Anlagengrößen, die auf Mittelspannungsebene einspeisen.

SMA SunnyCentral 630CP

Für Bernd Engel, Senior Vice President Technology, sind die Einheitenzertifikate in mehrfacher Hinsicht ein wichtiger Schritt für den Ausbau der Photovoltaik: „Um den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung weiter erhöhen zu können, müssen sich die Erzeugungsanlagen an den Systemdienstleistungen beteiligen, wie z. B. durch Beitrag an der Spannungshaltung auch an entfernten Einspeisepunkten oder durch Beteiligung an der Spannungsstützung auch im Netzfehlerfall. Vor allem wirken Wechselrichter erstmals an der Frequenzstabilisierung im europäischen Verbundnetz mit. Andererseits müssen wir Betreibern von PV-Anlagen ein Maximum an Planungs- und Investitionssichersicherheit bieten. Durch die Erteilung der Einheitenzertifikate für den Sunny Tripower 15000TL und den Sunny Central 630CP erreichen wir beides. Hinzu kommt, dass wir als erster Hersteller nahezu alle Anlagengrößen mit den Zertifikaten abdecken – ob zentrale oder dezentrale PV-Anlage. Für Betreiber ein großer Vorteil“, so Engel.

Die Einheitenzertifikate werden für alle PV-Anlagen benötigt, die in das Mittelspannungsnetz einspeisen und ab 1. April 2011 in Betrieb genommen werden. Sie bilden die Basis für die Anlangenzertifikate, die für Solar-Kraftwerke ab ein MVA oder zwei Kilometern Entfernung zum Netzeinspeisepunkt von den Verteilnetzbetreibern gefordert werden können. Ab diesem Datum müssen Photovoltaik- und Brennstoffzellenanlagen technisch in der Lage sein, sich auch an der vollständigen dynamischen Netzstützung zu beteiligen. Die Erzeugungsanlage darf sich demnach bei Netzfehlern nicht vom Netz trennen. Zusätzlich muss während eines Netzfehlers die Netzspannung durch Einspeisung eines Blindstroms gestützt werden. Sobald der Fehler geklärt ist, setzen die Wechselrichter ihren regulären Einspeisebetrieb fort. Auch in anderen Ländern wie z. B. in Spanien wird dieses Verhalten zukünftig gefordert. „Alle Sunny Tripower-Geräte und die Sunny Central-Wechselrichter der CP-Baureihe erfüllen bereits heute die Anforderungen der vollständigen dynamischen Netzstützung “, so Engel. Für die weiteren Mitglieder beider Produktfamilien rechnet SMA daher in Kürze ebenfalls mit der Erteilung der Zertifikate.

Quelle: SMA Solar Technology AG

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