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Seelow, 23. Juli 2010 - Die Preise für Photovoltaikanlagen sind im ersten Halbjahr 2010 weiter gefallen. Der rapide Absturz bei Solarmodulen brachte die Hersteller schon im vergangenen Jahr um große Teile ihrer Margen. Die starke Kürzung der Solarstromvergütung durch die Bundesregierung mit 1. Juli sorgte im Vorfeld für eine weitere deutliche Vergünstigung. Zudem unterwandert die vergleichsweise billige Konkurrenz aus China weiterhin das Niveau auf dem deutschen Markt (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/100112004/). Im Kampf um niedrigere Preise schmelzen die Gewinne der Anlagenbauer vor sich hin.

"Bei so manchem Hersteller können in den Zahlen böse Überraschungen warten", meint Michael Ziegler, Geschäftsführer des Solar-Marktforschers Meine Solar http://www.meine-solar.de/, im Gespräch mit pressetext. So stehen den schrumpfenden Margen nach wie vor hohe Investitionen gegenüber. Der Preisdruck seitens der chinesischen Anbieter wird sich dem Branchenkenner zufolge weiter fortsetzen, soll sich aber abschwächen. "Die Chinesen haben ihre Preise seit dem ersten Quartal um bis zu 20 Cent pro Watt erhöht, die Deutschen hingegen nicht", sagt Ziegler.

Deutsche Hersteller können nicht mithalten

Die Drosselung der Einspeisevergütung hat sich schon vor ihrem Inkrafttreten deutlich bemerkbar gemacht. Im Vorjahr machte eine schlüsselfertige Photovoltaikanlage laut Meine Solar noch durchschnittlich 3.450 Euro pro Kilowatt-peak (kWp) aus. Bis Ende Juni sind die Kosten dafür auf 2.950 Euro gesunken. Der Preisverfall um rund 500 Euro je kWp bzw. knapp 15 Prozent enttäuschte die Erwartungen in der Industrie deutlich (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/091119004/).

Ob das politische Umfeld in der Solarbranche bereits vollständig in den Photovoltaikmodulen, Wechselrichtern und in der Gestelltechnik eingepreist ist, wird sich erst in der zweiten Jahreshälfte zeigen, meint Ziegler gegenüber pressetext. "Wird die Vergütungshöhe als Maßstab zur Berechnung der Anlagenpreise zugrunde gelegt, dürften schlüsselfertige Solaranlagen ab Oktober 2010 durchschnittlich nur noch 2.490 Euro je kWp netto kosten." Seit 2006 haben sich die Preise dann halbiert. Gerade deutsche Solarmodulhersteller können bei den Verkaufspreisen mit den Degressionsschritten der Einspeisevergütung aber nicht mithalten.

Redakteur: Manuel Haglmüller

Quelle: pressetext

Kommentare   

#1 sonnengärtner 2010-07-25 15:21
Ein Preisverfall ist jedoch keine neue Erkenntnis mehr, sondern hat bisher bei allen neuen Technologien stattgefunden. Wenn man sich die Entwicklung der Handy- oder Computerpreise seit ihrer Erfindung anguckt sind die Preise quasi ins Bodenlose gefallen, aber das hat die Technologien auch erst zu einem Massenmarkt verholfen! Von daher ist eine solche Entwicklung hauptsächlich positiv zu sehen.

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