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Bielefeld, 22. Juni 2010 -  Der Umsatz erreichte im Geschäftsjahr 2009 wiederum nahezu 2 Mrd. € (2008: 2,15 Mrd. €). Schüco baute damit seine Marktanteile in Deutschland, aber auch in wichtigen europäischen´Märkten weiter aus. Der Ausbau der Solardivision mit einer nahezu 30%igen Mengensteigerung setzte sich ungebremst fort, auch wenn aufgrund der Anpassungen an das reduzierte Förderniveau des Energieeinspeisegesetzes (EEG) der Umsatz Solar sich nicht erhöhte.

Der Metallbau- (MB) und der Kunststoffbereich (KS) profitierten insbesondere vom Konjunkturpaket II in Deutschland. Der zum Teil dramatische Einbruch der Baumärkte in Russland, USA, England und Spanien führte auch zum Rückgang der Umsätze bei Schüco. Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit war zufrieden stellend. Die Eigenkapitalquote wuchs auf 58,7 % von 56,4 % 2008.

Die Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt verringerte sich von 4.850 auf 4.775. Schüco passte konjunkturbedingt im letzten Jahr seine Investitionen auf 29 Mio. € (2008: 58 Mio. €) an. Größte Investitionsvorhaben waren der Bau der neuen Niederlassungen in Polen und in Italien. Aufgrund der Stärke des deutschen Marktes und der Schwäche des internationalen Geschäftes ging die Exportquote von 47,6 % in 2008 auf 42,2 % in 2009 zurück. Deutschland war 2009 der stabile Fels in der Krisenbrandung und konnte nochmals um 4,5 % zulegen. Grund hierfür war die ungebrochene Nachfrage nach Metallbauprojekten und der Anlauf des Konjunkturpakets II zur Renovierung von Schulen und öffentlichen Gebäuden.

Die Solarnachfrage zog nach einem sehr verhaltenen Start im zweiten Halbjahr extrem stark an. Private Investoren steckten ihr Geld lieber in die energieeffiziente Renovierung ihrer Häuser, anstatt es in unsicheren Finanzgeschäften zu platzieren. Davon profitierte insbesondere der Kunststoffbereich.

2009 war durch unterschiedliche Entwicklungen in Divisionen und Regionen ein außergewöhnliches Jahr für Schüco. Regionen, die sich bis 2008 durch ihr nachhaltiges, zweistelliges Wachstum ausgezeichnet hatten, fielen wegen der Weltwirtschaftskrise in gleichem Umfang gegenüber dem Vorjahr zurück. Besonders hart betroffen waren hiervon das Baltikum, Russland sowie Großbritannien und Spanien. Die Rückgänge in den Euro-Ländern waren aufgrund der Währungsstabilität moderater. Sehr erfolgreich gegen den Trend wuchsen Belgien, China, Griechenland und Italien. Auch in der Krise erwies sich das Schüco Leitbild „Energy² - Energie sparen und Energie gewinnen“ als Stabilitätsfaktor.

Durch Wärmedämmung und Automation wird der Energieverbrauch von Gebäuden deutlich gesenkt; mit dem gleichzeitigen Einsatz von Photovoltaik und Solarthermie wird die Fassade zum eigenständigen Kraftwerk, das Strom, Wärme oder sogar Kälte erzeugt.

Die Division Solar erreichte mit 660 Mio. € beinahe wieder den Topumsatz aus 2008, da Deutschland den Ausfall des spanischen Solarmarktes fast kompensierte. Darüber hinaus entwickelten sich Frankreich und insbesondere Italien äußerst positiv. Schüco zählt damit zu den größten deutschen Solarunternehmen und bietet mit Wärme, Kälte und Strom aus der Sonne eine in der Branche einzigartige Bandbreite.

Trotz der Stabilität in Deutschland konnten dagegen der MB- und der KS-Bereich ihre Vorjahreserfolge nicht wiederholen. Der Geschäftsbereich KS, der zentral aus Weißenfels bei Leipzig gesteuert wird, setzte mit einem Umsatz von über 180 Mio. € seine eingeschlagene Strategie der Kostenführerschaft unbeirrt weiter fort. MB als wichtigster Umsatzträger untermauerte mit einem Umsatz von 1.130 Mio. € seine Innovationsführerschaft eindrucksvoll durch das auf der internationalen Messe „BAU“ Anfang Januar 2009 erstmals vorgestellte 2° Concept. Hiermit können im Gebäude noch einmal bis zu 80 % Energie eingespart werden. Neben den 2° Fassaden entwickelt Schüco zurzeit neuartige Dämmmaterialien, die die Gebäudehülle revolutionieren sollen.

Zu den wichtigsten Ereignissen 2009 zählte der Startschuss für die Dünnschichtfertigung der Malibu GmbH & Co. KG. Mit Hightech-Verfahren werden in Osterweddingen (bei Magdeburg) effiziente Photovoltaikmodule bei einem minimalen Ressourcenverbrauch hergestellt. Malibu hat früher als geplant die ehrgeizigen Qualitäts- und Ausbringungsziele erreicht und dadurch bereits jetzt ihre Produktion in die Großserie überführt. Damit verfügt Schüco über die Möglichkeit, unter industriellen Bedingungen Module verschiedenster Anforderungen zeitnah herzustellen, um noch offensiver im Markt der Fassadenmodule zu agieren. Ziel ist es, die gebäudeintegrierte Photovoltaik zu einem festen Bestandteil der Fassade zu machen.

Die Schüco Open waren und sind – in Kürze in Halle (Westfalen) - das Top Event im Sponsoringbereich Golf und können nahtlos an das 2008 beendete Formel 1-Engagement anknüpfen. Diese neue Strategie mit den Golfstars Martin Kaymer, Bernhard Langer, Colin Montgomerie, Miguel Angel Jimenez, Gregory Havret und Geoff Ogilvy, die Natur und Technik in den Vordergrund stellt, findet bei unseren Zielgruppen weltweit immer mehr Begeisterung, die die Beziehungen zu unseren Partnern, Architekten und Investoren nachhaltig vertieft.

Schüco 2010:

Trotz des harten Winters in Mitteleuropa gelang Schüco ein sehr guter Start in das laufende Geschäftsjahr. Das gilt insbesondere für den deutschen Markt. Zwar lässt das Großobjektgeschäft hier etwas nach, aber der MB- und KS-Bereich erarbeiteten sich Umsatzzuwächse durch das Konjunkturpaket II und die anhaltende energieeffiziente Sanierung im Wohnbereich. Solar konnte sogar seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppeln, da die weitere Reduzierung des EEGs zum 01.07.10 zu Vorzieheffekten führte.

Um die Strategie der Optimierung der energetischen Gebäudehülle konsequent weiter auszubauen, hat Schüco die Verantwortung für die Dünnschichtproduktion bei Malibu komplett übernommen, bleibt aber mit E.ON im Bereich Forschung & Entwicklung weiter eng verbunden. Derzeit liegt Schüco deutlich über den Umsatzwerten des 1. Quartals des durch die Wirtschaftskrise beeinflussten Vorjahres und konnte sogar einen Vorsprung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Rekordjahres 2008 erzielen. Aber dennoch sind einige Wirtschaftsindikatoren genau zu beachten: Die Märkte bieten nach wie vor ein uneinheitliches Bild.

Während in Spanien und Osteuropa noch keine Wende zum positiven in Sicht ist, verzeichnen Frankreich, Großbritannien, die Türkei, Middle East und sogar Griechenland wieder erfreuliche Zuwächse. Darüber hinaus erschwert die zum 1.Juli in Kraft tretende weitere Absenkung des EEGs in Deutschland bei Solar ein vorausschauendes Handeln in diesem Jahr. Aufgrund dieser schwer einzuschätzenden, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist eine exakte Prognose für 2010 nicht möglich.

Quelle: Schüco International KG

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