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Bitterfeld-Wolfen, 31. Juli 2012, Die Belegschaft des Solarmodulhersteller Sovello GmbH wurde nun vom vorläufigen Sachwalter Bernd Depping und dem Geschäftsführer Dr. Reiner Beutel über den aktuellen Stand des Sanierungs- und Investitionsprozesses informiert.

Sovello GmbH

Zwei Millionen für Transfergesellschaft

In einer Nachtschicht haben Depping und Beutel die wirtschaftliche Lage des Solarunternehmens und den Stand des Investorenprozesses abermals bewertet. Nachdem die Investitionsbank abgesagt hat, die Transfergesellschaft abzusichern, beschloss man die Transfergesellschaft aus eigener Kraft sicherzustellen.

„Im Ergebnis wird Sovello die Mittel von gut zwei Millionen Euro für die Transfergesellschaft aus eigener Kraft sicherstellen“, so Depping. „Das ist verantwortungsvoll gegenüber den engagierten und qualifizierten Mitarbeitern und es ist im Interesse der Gläubiger wirtschaftlich geboten, da Alternativen deutlich mehr Kosten verursachen würden.“

Zukunft für 475 Beschäftigte

Die 475 Beschäftigten, die zum überwiegenden Teil in den letzten Tagen bereits erste Gespräche zu ihrem Qualifikationsprofil geführt haben, werden ab Anfang August für fünf Monate weiter beschäftigt, weiter qualifiziert und weiter vermittelt.

Investorenprozess zügig abschließen

Geschäftsführer Beutel informierte die Belegschaft über den Verlauf der Gespräche mit Investoren in Asien: „Insgesamt sind seit Mitte Mai über 260 Interessenten angesprochen worden, von denen sieben ernsthaftes Interesse gezeigt hätten und aktuell vier noch im Rennen sind“, so Beutel.

Das Interesse an dem integrierten Produktionsprozess Sovellos, bei dem bis zu 50 Prozent weniger Silizium und 50 Prozent weniger Energie benötigt wird als bei konventionellen Wettbewerbern, sei unverändert sehr hoch. Die Verhandlungspartner seien sich über die zeitliche Herausforderung und den Bedarf an Liquidität völlig im Klaren und hätten jeweils für sich selbst
eine klare Vorstellung von der Struktur der Transaktion entwickelt.

Fazit der Verhandlungen

„Unser Fazit der Verhandlungen: Es besteht eine realistische Chance und ist aller Mühen wert, Sovello mit der STRING RIBBON™-Technologie und rund 500 Arbeitsplätzen mit passenden Investoren am Standort Thalheim zu erhalten“, so Beutel weiter.

„Wir hoffen, dass wir mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens nahtlos an unsere Gespräche mit Investoren anknüpfen können und mit einem eingespielten Team die vorbereiteten Sanierungsmaßnahmen anpacken und umsetzen können“, erklärte Beutel auf der Belegschaftsversammlung.

Zu Kommentaren der Landespolitik zum Stand des Sanierungs- und Investorenprozesses befragt sagte Beutel: „Sollten die Äußerungen einiger Landespolitiker zum Stand des Verfahrens gut gemeint gewesen sein, um die Verhandlungen zu beschleunigen, so waren diese letztendlich wenig hilfreich und alles andere als gut gemacht.“ Zeitlich, inhaltlich wie handwerklich seien die Kommentare zu Sovellos Sanierungsanstrengungen schlichtweg irreführend: „Ein wesentlicher Teil der Fertigung soll nach dem Willen der Investoren in Thalheim bleiben und den europäischen Markt bedienen können.“

Quelle: Sovello GmbH

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