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Allschwil/Basel, 16. Dezember 2011, Das Schweizer Solar-Systemhaus TRITEC beteiligt sich an einem Pilotprojekt das zum Ziel hat, Solarenergie auf bestehenden Lawinenverbauungen zu gewinnen. Durch das Hochalpinengebiet ist das Ertragspotenzial durch die hohe Sonneneinstrahlung im wesentlichen höher als im Mittelland. Durch das Pilotprojekt wird im Skigebiet der Walliser Gemeinde Bellwald (Schweiz) die Grundlage für eine wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Nutzung von Photovoltaikanlagen auf Lawinenverbauungen gelegt. Die Bauvewilligung wurde bereits Im Oktober dieses Jahres durch den Kanton Wallis erteilt.

TRITEC - Solaranlage auf Lawinenverbaung

Schon zu Beginn des nächsten Jahres soll die Solaranlage sauberen Strom ins lokale Stromnetz einspeisen. Der gewonnene Strom wird direkt vor Ort von der Gemeinde Bellwald und den Sportbahnen Bellwald genutzt.

Engagement in Kooperation

In Zusammenarbeit mit der energieregionGoms, der EnAlpin, der Firma Lauber Iwisa und der Basler Metallbautechnikerschule engagiert sich das Systemhaus TRITEC für dieses Projekt und liefert für die Versuchsanlage 60 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 12 kW und sechs Wechselrichter mit entsprechender Auslegung. Der generierte Strom (ca. 18.000 kWh) kann über eine bestehende Leitung (Distanz ca. 200 m) ins öffentliche Stromnetz abgeführt werden.

"EnAlpin engagiert sich für neue erneuerbare Energien. Mit dieser Pilotanlage wollen wir testen, ob sich die Lawinenverbauungen für die Installation von Photovoltaikanlagen eignen", so René Dirren, Direktor der EnAlpin AG

Alternative für Alpenregion

"In der Schweiz gibt es rund 600 Laufkilometer Lawinenverbauungen. Allein wenn die Hälfte mit PV-Modulen ausgerüstet würde", so TRITEC Projektleiter Giordano Pauli, "könnte Strom für gut 100.000 Haushalte gewonnen werden. Das sind, als Beispiel, die energieregionGoms und die Einwohnergemeinden Brig, Sion, Visp und Leuk zusammengezählt."

Ideale Standortbedingungen

Das betreffende Skigebiet liegt in idealer Südausrichtung. Zudem ist bei der Höhe von 1.800 bis 2.500 m.ü.M. ein 1,5-facher Ertrag gegenüber dem Mittelland möglich. Auch die Kälte und die Reflexionen vom Schnee im Winter wirken sich günstig auf den Wirkungsgrad der Solarzellen und somit auf den Ertrag der Solaranlage aus.

Testphase dauert zwei Jahre

"Wir wollen herausfinden, ob diese Nutzung relevant ist, ob eine Machbarkeit gegeben ist, und wie die Gesellschaft auf solche Bauwerke in der alpinen Landschaft reagiert", erklärt Dionys Hallenbarter von der energieregionGoms. "Sobald die Wetterverhältnisse im Frühjahr 2012 es erlauben, werden die Solarmodule an die Lawinenverbauungen montiert. Nach 2 Jahren Betrieb werten wir dann unter anderem aus welche Elevation und welcher Modul-Typ – mono- oder polykristallin – den höheren Ertrag erzielt."

Quelle: TRITEC International AG

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