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Berlin, 04. April 2011, Die südafrikanische Energieregulierungsbehörde (NERSA) gab vergangene Woche die Kürzung der ursprünglich bis zum Jahr 2013 geltenden Einspeisetarife für Strom aus erneuerbaren Energiequellen bekannt. Die Energiebehörde rechtfertigt die Kürzungen mit einer allgemeinen Anpassung an die aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen im Land und dem Absinken der Inflationsrate von acht auf sechs Prozent.

John Ledger, Vorsitzender der südafrikanischen Gesellschaft für nachhaltige Energien (SESSA), bewertet diesen Regierungsschritt sehr kritisch und geht davon aus, dass aufgrund der aktuellen Kürzungspläne  einige bereits geplante Projekte ggf. nicht mehr realisiert werden könnten. Gleichzeitig konstatierte er jedoch, dass es bereits in der Vergangenheit zahlreiche Gutachten gab, die die ursprünglichen Tarife des im März 2009 eingeführten "Renewable Energy Feed-In Tarif" (REFIT) als zu hoch einschätzten.

Den Regierungsplänen zur Folge wird der Einspeisetarif für Windenergie um 25 Prozent, von 1,25 Rand/kWh auf 0,95 Rand/kWh (ca. zehn Eurocent/ kWh), gesenkt. Die Vergütungen für Strom aus PV-Anlagen sollen um 40 Prozent, von 3,94 Rand/kWh auf 2,33 Rand/kWh (ca.24 Eurocent/kWh), gesenkt werden. Für kleine Wasserkraftanlagen wird der Einspeisetarif von 0,96 Rand/kWh auf 0,68 Rand/kWh (ca.0,7 Eurocent/kWh) gekürzt und für Parabolrinnenanlagen ohne Speicher (CSP) fällt die Vergütung von 2,09Rand/kWh auf 1,96 Rand/kWh (ca.20 Eurocent/kWh).

Laut NERSA sollen die überarbeiteten Tarife am 26. Mai 2011 erlassen werden. Bis zum 22. April hat die Industrie die Möglichkeit, zu den Plänen Stellung zu nehmen. Eine öffentliche Anhörung ist am 5. Mai geplant.

Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH

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