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São Paulo/München, 29. Mai 2012, Die Intersolar ist nun auch in Südamerika präsent. Die Intersolar ist die weltweite Leitmesse für die Solarindustrie und mit der Intersolar South America Summit nun auch in São Paulo (Brasilien) vertreten.

Die Entwicklungen im südamerikanischen Solarmarkt, insbesondere in Brasilien, werden von den Unternehmen der internationalen Solarbranche derzeit mit großem Interesse verfolgt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die Signale der brasilianischen Regierung auf die Industrie auswirken und welche Potenziale der Markt für die Zukunft bietet: 2012 werden von der brasilianischen Energie-Regulierungsbehörde „Agência Nacional de Energia Elétrica“ (ANEEL) erstmals Anreizsysteme für die Betreiber privater und kommerzieller PV-Kraftwerke geschaffen.

Für die Betreiber von Photovoltaik-Anlagen mit einer Kapazität von bis zu einem Megawatt wird das so genannte „net metering“ eingeführt. Bei dem Vergütungssystem wird der verbrauchte Strom mit dem erzeugten Strom verrechnet. Gezahlt werden muss am Schluss nur der Differenzbetrag. Auch die Betreiber von solraen Großanlagen profitieren in Zukunft von der neuen Linie der Behörde: Energieerzeuger müssen in Brasilien Nutzungsgebühren für die Stromnetze entrichten. Solarstrom aus Großanlagen mit einer Kapazität von bis zu 30 MW profitiert hier in Zukunft von Rabatten zwischen 50 und 80 Prozent auf die üblichen Tarife. Das meldete Ende April die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin, unter Berufung auf die brasilianische National Agency of Electrical Energy (ANEEL), Brasília.

Die dringende Frage nach der Zukunft der Energieversorgung

Aber auch aus anderen Gründen ist der südamerikanische Markt derzeit in aller Munde. Viele Länder in der Region verzeichnen vor allem wegen der Entwicklung der Industrie einen enormen Anstieg des Energieverbrauchs von bis zu 30 Prozent jährlich. Gleichzeitig stehen Nationen wie Brasilien kurz vor der Erreichung der so genannten Netzparität, also dem Zeitpunkt an dem selbst erzeugter Solarstrom genauso preiswert ist wie der auf dem freien Markt verfügbare Strom. Auch deswegen beginnt langsam ein Umdenken in der Energiepolitik. Länder wie Ecuador und Argentinien haben bereits Einspeisetarife für Solarstrom etabliert und auch einige Photovoltaik-Großprojekte demonstrieren bereits das Umdenken in der Energiepolitik – beispielsweise die gerade fertiggestellte Anlage auf dem Pituaçu Fußballstadion in Salvador de Bahia, Brasilien, mit einer Kapazität von 408 Kilowatt.

Vor diesem Hintergrund trifft der Intersolar South America Summit gerade jetzt auf ein besonders spannendes und dynamisches Umfeld. Internationale Unternehmen, die sich auf dem südamerikanischen Markt orientieren möchten, sind herzlich eingeladen, sich über die politischen Rahmenbedingungen, die neuesten Technologien und die Unternehmen der Industrie zu informieren. Der Austausch mit den Experten vor Ort steht dabei, wie bei allen Veranstaltungen der Intersolar, ganz oben auf der Agenda – getreu dem Motto „Connecting Solar Business“. Firmenvertreter, Wissenschaftler und Politiker aus dem südamerikanischen Raum können sich aus erster Hand informieren, welche Technologien und politischen Strategien international erfolgreich sind und in Südamerika Anwendung finden könnten. Das umfangreiche Kongressprogramm wird in Kürze veröffentlicht.

Quelle: Intersolar

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