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Anlagenbau

Stellungnahme von BP Solar belastet alle Beteiligten des Solarprojektes schwer. Nach einem Brand auf der größten Dach-Solaranlage der Welt, auf dem Dach der Spedition Fiege in Bürstadt, streiten sich nun alle Beteiligten wegen der Brandursache. Laut BP Solar soll die Brandursache in einen fehlerhaftem Anlagendesign sowie mangelhafter Installation und Wartung liegen.

BP Solar sieht Brandursache in fehlerhaftem Anlagendesign sowie mangelhafter Installation und Wartung und nicht in den gelieferten Produkten.  Der Geschäftsführer von BP Solar Deutschland, Matthijs Bruijnse: „Wir stehen zur Qualität unserer Solarprodukte, sind jedoch auch besorgt über die Konsequenzen für den Fortbestand dieses einzigartigen Solar-Projektes und für die beteiligten Investoren. Daher bleiben wir weiterhin gesprächsbereit.“

„Nach gründlicher Untersuchung des Brandvorfalls am 21. Juni 2009 an der „Sonnenfleck” Solardachanlage in Bürstadt, bei dem 0,2 Prozent der Solarmodule beschädigt wurden, veröffentlichen wir nun unsere ersten technischen Erkenntnisse zur Brandursache.“, sagt Matthijs Bruijnse, Geschäftsführer von BP Solar Deutschland. „Aufgrund von Brandzehrung, Löscharbeiten und anschließenden Aufräumarbeiten gestaltete sich die Ermittlung der Brandursache in den letzten Wochen außerordentlich schwierig. Dennoch haben wir auf dem Dach deutliche Hinweise gefunden, dass nicht die von BP Solar gelieferten Produkte den Brand verursachten, sondern die Brandursache wahrscheinlich auf Planungs-, Anlagendesign-, Projektierungs- und Installationsfehler zurückzuführen ist“, so Bruijnse.

„Im Laufe der Untersuchungen kam es am 30. Juni 2009 im Beisein von Technikern zu zwei weiteren kleinen Bränden, die allerdings von selbst wieder verlöschten. Ähnlich dem ursprünglichen Brandvorfall, ereigneten sich diese Brände in einem bestimmten Installationsbereich. Eindeutige Ursache hierfür waren hervorstehende Metallbügel einer Blitzschutzinstallation, die Teil des ursprünglichen Daches ist und unter den Solarmodulen im Firstbereich verläuft. Dies verstößt gegen unsere Installationsanweisungen und auch gegen anerkannte Branchenpraktiken, da diese Metallbügel gegen die freizuhaltende Rückseitenfolie drückten. Durch Beschädigung der Rückseitenfolie kam es zweimal zu einem Kurzschluss mit anschließendem Schmorbrand.“

Laut Begutachtung durch das von BP Solar beauftragte Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer, befanden sich viele dieser Bügel zu dicht an den stromführenden Zellen oder hatten bereits deren rückseitige Isolation beschädigt. Der Experte kommt in seinem Gutachten auch mit Blick auf das Brandspurenbild zu folgendem Schluss: „Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der ursprüngliche Brand durch die Beschädigung eines Moduls durch einen Bügel (…) entstanden ist.“

Darüber hinaus hat BP Solar bei der Inspektion weitere gefährliche Installationsmängel vorgefunden. Was Bruijnse jedoch besonders nachdenklich stimmt, ist die Tatsache, dass Tauber-Solar Management trotz mehrfacher Aufforderung keine Betriebsüberwachungsdaten der Anlage für Analysen seitens BP Solar zur Verfügung gestellt hat. Anhand dieser aufgezeichneten Daten der Wechselrichter, die automatisch auf einem lokalen PC gespeichert werden, können Fehler der Anlage rechtzeitig identifiziert werden, so dass eine gezielte Wartung umgehend erfolgen kann. „Es liegt der Verdacht nahe, dass die Wartung nicht angemessen durchgeführt wurde.“, meinte Bruijnse und fügte hinzu: „Wären die Informationen für uns verfügbar gewesen, hätte dies den Untersuchungsprozess zur Brandursache enorm erleichtert.“

Tauber-Solar Management sieht dagegen die Ursache des Brandes in sogenannten „hot spots“ (fehlerhafte elektrische Lötverbindungen). Bruijnse erklärt: „Es ist zwar richtig, dass fehlerhafte elektrische Lötverbindungen zu lokalen Hitzeentwicklungen führen können. Diese fehlerhaften Lötverbindungen können jedoch weder einen Brand am Modul noch an der Unterkonstruktion auslösen. Die 35-jährige Erfahrung von BP Solar hat gezeigt, das es keine Hinweise dafür gibt, dass „hot-spots“ in Laminaten ein Feuer entwickeln könnten.“ Darüber hinaus hat BP Solar das Phänomen der so genannten „hot spots“ zum wiederholten Male nachvollzogen und ist zu folgendem Ergebnis gekommen: Bei der Entstehung von „hot spots“ werden kurzzeitig auf kleiner Fläche Temperaturen von 150° bis 200° C erreicht, ohne dass sich eine Flamme daraus entzünden könnte. Die Intensität und Dauer der Erwärmung ist daher nicht geeignet, das Modul oder die Dachhaut zu entzünden.

Bruijnse unterstreicht: „Unabhängig von der Brandursache haben wir mit Tauber-Solar Management in den letzten Wochen eng zusammen gearbeitet um einen gemeinsamen Kompromiss für den Wiederaufbau und die Wiederinbetriebnahme der Solaranlage zu finden. BP Solars einziges Interesse dabei ist, einen Beitrag zur Sanierung dieses einzigartigen Solardach-Projektes zu leisten – auch im Interesse der vielen Investoren. Wir halten unsere Hand in Richtung Tauber ausgestreckt und sind für Gespräche weiterhin offen.“

Quelle: BP Solar

Inbetriebnahme des 1,2 MW-Solarparks in Sachsenham und des 1,53 MWp-Solarparks in Hutthurm

 

Der von Solea erbaute 1,2 MWp-Solarpark Sachsenham wurde nach nur fünfwöchiger Bauzeit planmäßig im Juli 2009 in Betrieb genommen. Der Bauherr des Projektes ist die Terra Mundus Niederbayern GmbH, eine von der COPEX Investment Partners beratene und betreute Projektgesellschaft. Der Solarpark Sachsenham im namensgleichen Ortsteil der Stadt Haarbach stellt den Beginn einer Reihe von gemeinsamen Projekten dar. Die Solea AG, Spezialist für den Bau großer Freiflächenanlagen, erweitert damit die Präsenz im süddeutschen Raum, einer der sonnenreichsten Regionen in Deutschland.

Auf einer Fläche von 3,1 ha wurden 6.858 Module der Marke Solea SM 175 verbaut. Die Wechselrichter vom Typ Solarmax 300c stammen aus dem Hause Sputnik Engineering AG. Zur Aufständerung der Module dienen die Systeme und Stahleindrehfundamente der PV-Eiwa Systemtechnik. Die Federführung der Finanzierung hatte die Sparkasse Deggendorf inne, die rechtliche Beratung der Projektgesellschaft leistete die Kanzlei Bird & Bird in München.

Die vom Solarpark Sachsenham gewonnene Elektrizität von jährlich ca. 1.200 Megawattstunden wird in das Netz der E.ON Bayern eingespeist und entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von 300 Vier-Personen-Haushalten. Die solare Energieerzeugung soll pro Jahr 1.200 Tonnen an Kohlendioxid vermeiden.

Mit der  ebenfalls im Juli 2009 Inbetrieb genommenen Solaranlage des Solarparks Hutthurm, stellte die Solea AG ein weiteres Projekt im süddeutschen Raum fertig. Der Spezialist für große Freiflächenanlagen verstärkt damit seine Präsenz in einer der sonnenreichsten Regionen Deutschlands und baut die Zusammenarbeit mit der Carpevigo AG aus Holzkirchen/Oberbayern aus, die als Bauherr und Projektentwickler fungierte.

In der namensgleichen Gemeinde des Landkreises Passau wurden auf einer Grundfläche von 4,88 ha innerhalb der viermonatigen Bauzeit 20.412 Dünnschichtmodule des Herstellers First Solar verbaut. Als Wechselrichter kamen die Modelle SMC 9000TL aus dem Hause SMA zum Einsatz. Die Sparkasse Passau stellte die Finanzierung des Projektes.

Die produzierte Elektrizität von jährlich durchschnittlich 1.670 MWh wird in das Netz der E.ON Bayern eingespeist und entspricht dem Verbrauch von ca. 477 Vier-Personen-Haushalten. Die mit dem Betrieb des Solarparks jährlich eingesparte Menge an Kohlendioxid beziffert sich auf etwa 1.465 Tonnen. Die Aufständerungssysteme und Stahleindrehfundamente stammen aus dem Hause der PV-Eiwa Systemtechnik.

 

Quelle: Solea AG

Antaris Solar, der Spezialist für modernste Photovoltaiktechnologie, hat den ersten Spatenstich für das zweite Solargroßprojekt in Tschechien getan: Die neue 1 MW-Solaranlage in Stribro soll planmäßig im August diesen Jahres Sonnenkraft in elektrischen Strom umwandeln.

Mehrheitsbeteiligung an der Solar Trust of America LLC, einem neu gegründeten Gemeinschaftsunternehmen mit MAN Ferrostaal Inc. - Komplettanbieter für solarthermische Kraftwerke durch Bündelung aller Aktivitäten - Gut gefüllte Projekt-Pipeline im Südwesten der USA

ANTARIS SOLAR, das Systemhaus für modernste Photovoltaiktechnologie installiert eine 600 kW-Solaranlage auf den Dächern des ehemaligen Grundig-Gebäudekomplexes in Georgensgmünd, in der Nähe von Nürnberg.