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Insolvenzen

Essen/Gelsenkirchen, 01. März 2012, Das Amtsgericht Essen hat als zuständiges Insolvenzgericht am 29. Februar 2012 Steffen Reusch von der Kanzlei dnp Depping zum vorläufigen Insolvenzverwalter für die Scheuten Solar Production Facilities GmbH, die Scheuten Solar Cells GmbH und die Scheuten Solar Technology GmbH, Bernd Depping von der Kanzlei dnp Depping zum vorläufigen Insolvenzverwalter für die Scheuten Solar Holding Germany GmbH  bestellt. Alle vier Gesellschaften haben ihren Sitz in Gelsenkirchen (Wir berichteten: Scheuten Solar meldet Insolvenz an).
 
Steffen Reusch: „Wir kümmern uns derzeit um die Vorfinanzierung des Insolvenzgelds für die 233 Beschäftigten in Deutschland, führen erste Gespräche mit Kunden und Lieferanten, um den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren. Anschließend werden wir im Team analysieren, ob und wie wir das Unternehmen mit den Instrumenten der Insolvenzordnung sanieren können.“
 
Bernd Depping: „Wir müssen zunächst die mittel- und langfristigen Perspektiven der Unternehmen in einem Markt ausloten, der bekanntermaßen durch deutliche Überkapazitäten in Europa und einen eklatanten Preisverfall gekennzeichnet ist. Dabei werden wir uns mit der niederländischen Muttergesellschaft abstimmen.“
 
Bis spätestens Ende Mai 2012 wollen die vorläufigen Insolvenzverwalter gemeinsam mit den Geschäftsführungen die Wettbewerbsfähigkeit  sowie die Sanierungsmöglichkeiten für die Photovoltaik-Gruppe, die seit über einem Jahrzehnt am Markt tätig ist, geklärt haben.
 
Scheuten Solar ist Spezialist für die Herstellung von Solarmodulen und gebäudeintegrierten Photovoltaik-Lösungen. Drüber hinaus deckt die Gruppe das gesamte Know-how ab, das für die Entwicklung und Umsetzung von schlüsselfertigen Photovoltaik-Projekten erforderlich ist. Produktionsstätten für Solarmodule befinden sich in Deutschland und den Niederlanden.
 
Scheuten Solar ist Teil der Scheuten-Group, einem internationalen Unternehmen mit über 2.000 Mitarbeitern, die an Gesamtlösungen für Glas- und Solarenergieanlagen arbeiten. Die deutschen Scheuten Solar Zwischenholding entwickelt und konstruiert Komponenten solarer Energiegewinnung und stellt diese her. Die operativen Gesellschaften sind mit Erwerb, Verarbeitung und Veräußerung sowie Vertrieb und Vermarktung von Solarmodulen beschäftigt. 2010 erzielte die gesamte Scheuten Group einen Umsatz von über 500 Millionen Euro.  
 
Die deutschen Gesellschaften der Scheuten Solar Gruppe haben Ende Februar 2012 Antrag auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt. Die Verfahren werden demnach noch nach der seit 1999 geltenden Insolvenzordnung abgewickelt. Das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) tritt mit Wirkung zum 1. März 2012 in Kraft.
 
Quelle: dnp DEPPING GmbH & Co. KG

Gelsenkirchen, 01. März 2012, Das Solarunternehmen Scheuten Solar mit Hauptsitz in Venlo, meldete am 29.02.2012 für die Geschäftsbereiche "Photovoltaik" in Gelsenkirchen beim zuständigen Amtsgericht Insolvenz an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Steffen Reusch bestellt.

Scheuten-Solar

Betroffen sind die Unternehmen Scheuten Solar Technology GmbH, Scheuten Solar Holding Germany GmbH, Scheuten Solar Cells GmbH und Scheuten Solar Production Facilities GmbH. Betroffen sind auch 235 Beschäftigte in Gelsenkirchen sowie 95 Beschäftigte in Venlo. Der Solarkonzern hat den internationalen Preisverfall auf dem Solarmarkt nicht mithalten können. Versuche, einen Partner zu gewinnen, scheiterten. Die Arbeit geht in Gelsenkirchen vorerst weiter.

Die Unternehmen und deren Bereiche:

Die Scheuten Solar Technology GmbH ist zuständig für Entwicklung, Konstruktion und Herstellung von Komponenten für solare Energiegewinnungsanlagen sowie deren Vertrieb und Vermarktung.

Die Scheuten Solar Holding Germany GmbH führt im Scheuten-Konzern als Zwischenholding des Segmentes Solar eine Gruppe von Unternehmen, die mit der Entwicklung, Konstruktion und Herstellung von Komponenten für solare Energiegewinnungsanlagen sowie deren Vertrieb und Vermarktung beschäftigt ist.

Die Scheuten Solar Cells GmbH ist zuständig für den Erwerb, die Verarbeitung und die Veräußerung von Solarzellen und alle damit im Zusammenhang stehenden Aktivitäten.

Die Scheuten Solar Production Facilities GmbH zeichnet sich verantwortlich für die Erbringung von Leistungen u. die Vermietung von Maschinen u. a. Anlagen für Unternehmen, die mit der Entwicklung, Konstruktion u. Herstellung von Komponenten für solare Energiegewinnungsanlagen in Verbindung stehen.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

 

Reutlingen, 10 Februar 2012, Am 06. Februar musste ein weiteres Solarunternehmen Insolvenzantrag stellen. Die U|S|E AG aus Reutlingen (http://www.u-s-e-group.com/de.html), ein Systemintegrator für Photovoltaik im nationalen wie auch über Tochtergesellschaften international Markt tätig, stellte beim Amtsgericht Tübingen einen Antrag auf Insolvenz. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Jürgen Sulz bestellt. Von der Insolvenz sind über 46 Mitarbeiter getroffen. Noch läuft der Geschäftsbetrieb weiter.

Insolvenzverwalter Sulz verschafft sich von der Lage im Unternehmen vorerst einen Überblick. Auch bei der U|S|E AG liegen die Probleme an der derzeit schwierigen Marktsituation in der Solarbranche. Jürgen Sulz ist der Überzeugung, dass das Unternehmen durchaus noch Chancen hätte, in dem das Geschäftsmodell entsprechend geändert wird. So ist angedacht, Handwerkern zukünftig Komplettlösungen anzubieten. Der Umsatz des Unternehmens betrug im Jahr 2010 über 100 Mio. Euro.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

 

Berlin, 01. März 2012, Der Solarmodulhersteller SOLON kann vorerst aufatmen. Das Amtsgericht Charlottenburg hatte heute Morgen das Insolvenzverfahren gegen das Unternehmen eröffnet. Grund der Eröffnung: Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung des Unternehmens. Der bestellte Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Rüdiger Wienberg, war bis vor kurzem mit dem indisch-arabischen Investor Microsol in Verhandlung.

SOLON SE

Nun die erlösende Nachricht: Microsol legt ein verbindliches Kaufangebot vor, in dem fast alle Geschäftsbereiche des Unternehmen übernommen werden sollen. Microsol sagte zudem zu, über 90 Prozent der Arbeitsplätze am Standort Berlin erhalten zu wollen. Das notariell beglaubigte Angebot konnte erst vorgelegt werden, nachdem das Insolvenzverfahren am Amtsgericht Charlottenburg eröffnet wurde. Dies war aus insolvenzrechtlichen Gründen nicht anders möglich.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Auch das Kartellamt hat einer Übernahme zugestimmt. Dies ließ Microsol im Vorfeld prüfen.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

 

Elz, 09. Februar 2012, Das Solarunternehmen SunConcept Holding AG und deren sieben Gesellschaften, haben gestern beim Amtsgericht Limburg Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Jens Lieser bestellt worden. Die Januar-Gehälter der Mitarbeiter wurden noch nicht ausgezahlt. Jedoch sind die Gehälter durch das Insolvenzgeld bis März gesichert. Grund für die Insolvenz des acht Jahre am Markt bestehenden Unternehmens war wahrscheinlich die schnelle Expansions.

Einen Investor gibt es für das Unternehmen nach der Absage des letzten Angebotes nicht mehr, denn das Angebot konnte die Banken nicht überzeugen. Das Unternehmen soll bei mehreren Banken einen hohen einstelligen Millionenbetrag Schulden haben. Angestrebt ist laut dem Managment eine geordnete Insolvenz, um das Unternehmen für eine gewisse Zeit fortführen zu können. Der Aufsichtsrat des Unternehmens ist mittlerweile zurückgetreten.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

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