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Sonstiges

Herrenberg, 06.10.2009: EnviProt, einer der führenden Anbieter für intelligente Green-IT-Lösungen unterstützt als Sponsor das ungewöhnliche Projekt "Read across America - A Solar Powered Educational Tour" des Amerikaners William Grote: Mit Büchern und Informations-Broschüren über Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Green-IT bewaffnet, durchquert Grote - auf seiner Website, Facebook und Twitter nur mit seinem Vornamen William vorgestellt - mit einem solarbetriebenen Vehikel auf drei Rädern den nordamerikanischen Kontinent.

William macht dabei an verschiedenen Schulen des Landes Station, um Vorträge über Umweltverantwortlichkeit und Nachhaltigkeit zu halten und Informationsmaterial zu verteilen. Green-IT-Spezialist EnviProt fördert William mit Sponsorengeld und Informationsbroschüren über umweltfreundliche Informationstechnologie wie Green-IT.

Das Fahrzeug, mit dem William Amerika bereist, ist - um dem Gedanken der Nachhaltigkeit gerecht zu werden - vollständig solarbetrieben und verursacht keinerlei Schadstoffemissionen. Die integrierte Batterie betreibt dabei auch seinen Laptop und einen Mini-Kühlschrank.

William teilt seine Erlebnisse während der kompletten Tour über einen Blog sowie Facebook und Twitter. Seine aktuelle Position ist jederzeit über GPS auf einer Kartenansicht sichtbar.

Quelle: EnviProt

Mit großer Betroffenheit geben wir bekannt, dass Georg Salvamoser gestorben ist. Er starb am vergangenen Sonntag im Alter von 59 Jahren.

Georg Salvamoser war nicht nur Gründer, Vorstandsvorsitzender und Hauptaktionär der Solar-Fabrik AG, sondern einer der Pioniere der Photovoltaik in Deutschland. Seine Verdienste für die Solar-Fabrik AG sowie die Erneuerbaren Energien in Deutschland drücken sich nicht nur durch die unzähligen Preise aus, die er persönlich oder die Solar-Fabrik AG erhalten hat (u.a. Eurosolar-Preis 1997, Umweltpreis der Bundesstiftung Umwelt 1998, Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg 2007), sondern sind auch in der breiten, persönlichen Wertschätzung, mit der sein Schaffen über die Region hinaus von allen gesellschaftlichen Schichten gewürdigt wurde, dokumentiert.

1996, als die Solarindustrie noch in den Anfängen steckte, gab Georg Salvamoser im Vertrauen auf die "solare Zukunft" seinen Posten als Werksleiter beim Fertighaushersteller Okal auf und machte sich mit seinem ersten Unternehmen, einem Installationsbetrieb für Solarstromanlagen, selbständig.

Fünf Jahre später gründete er die Solar-Fabrik als Modulfertigung in Freiburg - ohne öffentliche Subventionen und zu einem Zeitpunkt, als Mitbewerber den Produktionsstandort Deutschland aus Kostengründen verließen. Für das junge Unternehmen nahm er zusammen mit seiner Frau große persönliche Risiken auf sich. Es gelang ihm, den Schokoladefabrikanten Alfred Ritter als Mitgesellschafter zu gewinnen sowie weitere 100 stille Gesellschafter.

1997 ging die damals weltweit modernste Fertigungsanlage für Solarmodule in Freiburg in Betrieb. Bereits ein Jahr später, 1998, wurde Salvamoser für seine Verdienste um die Solarenergie mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet. Das damit verbundene öffentliche Interesse nutzte er konsequent, um das junge Unternehmen Solar-Fabrik voranzubringen. Ende 1998 bezog die Solar-Fabrik ihr preisgekröntes Gebäude, das mit seinem besonderen Energiekonzept als Nullemissionsfabrik beispielhaft wurde und bis heute Besucher aus aller Welt anzieht.

Salvamoser entwickelte immer neue Konzepte und Initiativen, um der Photovoltaik neue Märkte zu erschließen. Und er setzte sich von Anfang an engagiert für klare Förderrichtlinien in der Politik ein. 1999 wurde das 100.000-Dächer-Programm verabschiedet, 2000 das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die Novellierung des EEG 2004 verhalf der jungen Solarbranche in Deutschland endgültig zum Durchbruch.

2006, zehn Jahre nach dem Start, legte Georg Salvamoser sein Amt als Vorstandsvorsitzender der Solar-Fabrik nieder. Das Unternehmen hatte sich in diesem Zeitraum zu einer international etablierten, börsennotierten Unternehmensgruppe entwickelt.

Salvamoser sah zu diesem Zeitpunkt wesentliche Ziele als erreicht an, zum anderen gab es für sein Ausscheiden auch gesundheitliche Gründe. Gleichwohl blieb er dem Unternehmen als Berater bis heute verbunden und war als Vorsitzender des Bundesverbandes Solarwirtschaft ein überzeugender und klar positionierter Repräsentant der Branche.

Was Georg Salvamoser neben seinen unternehmerischen Erfolgen besonders auszeichnete, waren nicht nur sein Idealismus, seine Visionen und seine ansteckende Begeisterungsfähigkeit, sondern, dass er im wahrsten Sinne des Wortes ein Menschenfreund war. Trotz seines beruflichen Erfolgs hat er immer die Bodenhaftung bewahrt. Es war für ihn selbstverständlich, sich Zeit auch für die persönlichen Belange seiner Mitarbeiter zu nehmen. Investitionen in Menschen waren ihm allemal lieber als die in Maschinen.

Er stand allen kulturellen und religiösen Unterschieden und Eigenheiten offen gegenüber, was u.a. an der Vielzahl von Nationalitäten der Mitarbeiter der Solar-Fabrik AG abzulesen ist. Eine seiner persönlichen Zielsetzungen war es, Arbeitsplätze zu schaffen und diese als Mittel der Integration aller kulturellen Schichten in die Gesellschaft zu nutzen. Dies ist ihm gelungen.

Herr Salvamoser verstarb im Alter von 59 Jahren, nur knapp drei Jahre nach seinem Ausscheiden als Vorstandsvorsitzender der Solar-Fabrik AG. Mit ihm verlieren der Aufsichtsrat und Vorstand einen hoch geschätzten Berater und einen lieben Freund.

Die Solar-Fabrik AG war von all seinen unternehmerischen Leistungen sein bevorzugtes Lebenswerk. In vielen Dingen ist die Solar-Fabrik AG noch immer geprägt von seinem Tun und Handeln. Der Vorstand ist sich dieses Vermächtnisses bewusst und bestrebt, sein Lebenswerk in seinem Sinne zu erhalten, zu stärken und auszubauen.

Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Ehefrau, seiner Tochter und den Angehörigen.

Quelle: Solar-Fabrik AG

Der Hightech-Verband BITKOM fordert anlässlich der Internationalen Automobilausstellung (IAA) den Einstieg in die grüne und intelligente Mobilität. "Es genügt nicht, über den Umstieg von fossilen Treibstoffen auf batteriebetriebene Elektromotoren nachzudenken. Deutschland braucht ein gesamtheitliches Konzept für E-Mobility", sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.

Damit könne man die individuelle Mobilität einer modernen Gesellschaft auf umweltfreundliche Art gewährleisten. Scheer: "Mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie können wir kooperative Verkehrssysteme schaffen, die unnötige Schadstoff-Emissionen fast auf Null fahren." Eine wichtige Aufgabe falle dabei der Politik zu, die in ihrem Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität schon erste Weichen gestellt hat.

BITKOM fordert darüber hinaus ein Einspeisegesetz von Autostrom. Mit dieser finanziellen Förderung können Anreize für den Kauf von vergleichsweise teuren Elektro- und Hybridautos gesetzt werden: Bei hohem Stromverbrauch speisen die Elektroautos Energie wieder ins Netz. Wenn zuviel Energie produziert wird, können die Autobatterien Strom aus dem Netz nehmen und speichern.

Die Bereitstellung der Batteriekapazität wird den Fahrzeughaltern entsprechend vergütet. Sie können mit ihren Autos Geld verdienen, sobald sie ans Stromnetz angeschlossen sind. Scheer: "Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat der Wind- und Solarenergiebranche zum Durchbruch verholfen. Ein Einspeisegesetz für Autostrom wird die Elektromobilität beflügeln."

Die Technologiepolitik der Bundesregierung hat mit den Förderprogrammen "E-Energy" und "IKT für Elektromobilität" erste Schritte in Richtung E-Mobility eingeleitet. Anpassungen hält der BITKOM im regulatorischen Umfeld für notwendig.

Die Bundesnetzagentur sollte den Netzbetreibern Anreize bieten, die heutigen reinen Verteilnetze zu einem modernen IT-gestützten Energienetz auszubauen. Investitionen in intelligente Energienetze müssen über Netznutzungsentgelte verrechnet werden. Scheer: "Intelligente Stromnetze sind eine Basisinfrastruktur für Elektromobilität."

Neben der Schaffung von optimalen Startbedingungen für den Zukunftsmarkt Elektromobilität sollte die Bundesregierung in der nächsten Legislaturperiode der flächendeckenden Einführung von intelligenten Verkehrssystemen oberste Priorität geben und dem ITS-Aktionsplan der Europäischen Union folgen.

In Deutschland existiert bereits eine Vielzahl von lokalen und regionalen Insellösungen. Die können allerdings kaum von auswärtigen Verkehrsteilnehmern genutzt werden, da unterschiedliche Hard- und Software benötigt wird und diverse Anmeldungen erforderlich sind. Bundesweite Ansätze fehlen hier noch.

Außerdem schöpft Deutschland die vorhandenen Möglichkeiten nicht voll aus. "Wir verfügen mit dem Lkw-Maut-System über die weltweit modernste Infrastruktur für Verkehrstelematik. Es sollte ernsthaft geprüft werden, wie das Potenzial dieser Technik künftig besser genutzt werden kann", sagte Scheer.

"Mit moderner Verkehrstelematik können wir sehr schnell erhebliche CO2-Einsparpotenziale heben", so Scheer. "Das vorhandene Streckennetz wird besser ausgelastet, der Verkehr wird flüssiger und sicherer, der CO2-Ausstoß sinkt." Volkswirtschaftliche Schäden durch Staus - die EU-Kommission rechnet mit 1,5 Prozent des BIP in der Europäischen Union - können mit intelligenter Verkehrstelematik vermieden werden.

BITKOM empfiehlt, ITK-Lösungen frühzeitig einzubeziehen in Planungen zum Erhalt, Neu- und Ausbau der Verkehrswege insbesondere in Ballungsräumen und von Hauptverkehrsachsen. Vor allem das Verlegen von Leerrohren kann dazu beitragen, knappe öffentliche Gelder effizienter einzusetzen.

"Eine moderne, zukunftsorientierte Verkehrspolitik muss die Vernetzung der Verkehrsteilnehmer ermöglichen", so Scheer. "Wir brauchen eine Telematik-Infrastruktur in und an der Straße, damit die zahlreichen im Auto erfassten Informationen zum Nutzen aller Verkehrsteilnehmer eingesetzt werden können." Mit diesen Echtzeit-Verkehrsdaten könnten nicht nur Staus verhindert werden.

Intelligente Ampeln könnten zum Beispiel mit einer Rest-Rot-Anzeige signalisieren, ob sich das Ausschalten des Motors lohnt. Auch die Fahrten auf der Suche nach einem freien Parkplatz werden möglicherweise bald überflüssig. Wenn Parkleitsysteme in die Verkehrstelematik integriert sind, können Autofahrer etwa über freie Stellplätze informiert werden oder sich sogar einen Abstellplatz vorab reservieren lassen.

Quelle: BITKOM

Der Solarpionier Georg Salvamoser ist tot. Georg Salvamoser war Gründer der Freiburger Solar-Fabrik sowie der S.A.G. Solarstrom AG und Träger des Deutschen Umweltpreises 1998. Seit 2007 war er Präsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) e.V.

Georg Salvamoser

Der Kaufmann und Wirtschaftsinformatiker starb am Sonntag in Freiburg im Alter von 59 Jahren. Georg Salvamoser wurde 1950 in Garmisch-Partenkirchen geboren und war einer der ersten Solarpioniere. 1991 gab er seinen Posten als Werksleiter beim Fertighaushersteller Okal auf, um sich im Industriezweig erneuerbarer Energien selbstständig zu machen.

Im Jahr 1996 gründete er die Solar-Fabrik, ein bis heute bestehender und erfolgreicher Solarmodulhersteller. Unterstützt wurde er damals von Alfred Ritter (Schokoladenfabrikant) und weiteren 100 stillen Gesellschaftern. Im Jahr 1997 wurde die damals weltweit modernste Solarmodulfabrik in Betrieb genommen. 2002 ging das Unternehmen an die Börse. Seinen Posten als Vorstandsvorsitzender gab er dann 2007 auf da sein Ziel, das Unternehmen international zu etablieren, erreicht war.