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Sonstiges

Heidelberg/Frankfurt 19. Februar 2010 - Aufgrund der immensen Ausbaupläne der Atomindustrie einzelner Länder droht schon in den kommenden zehn Jahren ein Versorgungsengpass mit Uran. Als Ursache führen Fachleute an, dass die Uranminen jährlich nur zwei Drittel des weltweiten Bedarfs fördern. Das Problem ist nicht neu, denn die Atombranche deckt den Rest bislang aus Vorräten, die vor 1980 in Zeiten des Kalten Krieges während der jahrzehntelangen Überproduktion in den Minen angesammelt wurden. Da Restbestände in den nächsten Jahren zur Neige gehen, bahnen sich Engpässe an.

Fast doppelte Nachfrage bis 2030

Die Problematik gewinnt angesichts neuer, sich schon in Planung befindlicher Meiler rund um den Globus an Brisanz. Wie das Wissenschaftsportal spektrumdirekt schreibt, wollen neben China, Indien, Russland und Brasilien auch die USA ihren Energiehunger mit dem Ausbau der Kernkraft stillen. Allein die Volksrepublik strebt danach, in den kommenden zehn Jahren 20 neue Meiler ans Netz zu bringen. Prognosen der Internationalen Atomenergieorganisation IAEO nach wird der Uranbedarf von heute rund 65.000 Tonnen bis 2030 auf 93.000 Tonnen im Jahr ansteigen. Ob die Nachfrage zu stillen sein wird, hängt von den Minenbetreibern ab.

Obwohl die Uranvorkommen laut Geologen den Bedarf von weiteren 150 Jahren decken, gibt es teilweise massive Probleme bei der Förderung, die wiederum in direkter Korrelation zu den gehandelten Marktpreisen stehen. Ähnlich der Entwicklung beim Ölpreis 2008 erreichte der Uranpreis an den Rohstoffbörsen im Sommer 2007 mit 360 Dollar je Kilogramm einen neuen Höchststand. "Die Atombranche erlebt derzeit nicht nur durch verlängerte Laufzeiten wie in Deutschland, sondern auch durch Ausbaupläne eine Renaissance. Man kann davon ausgehen, dass die Uranpreise steigen", so Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch gegenüber pressetext.

Auch wenig lukrative Minen werden durchsiebt

Da der Eifer, mehr Uran zu produzieren, vor zweieinhalb Jahren abflaute und die Lagerstätten großteils unberührt blieben, scheint in der aktuellen Situation erneut der Markt Signale geben zu müssen, um die prognostizierte Nachfrage zu befriedigen. Branchenkenner kritisieren, dass die Erschließung neuer Lagerstätten längst hätte beginnen müssen. Denn bis ein Standort erst einmal Uran liefern kann, vergehen zehn bis 20 Jahre. Oft gibt es Schwierigkeiten, wie sich am Beispiel der ergiebigsten Uranmine "Cigar Lake" in Kanada zeigt. Obwohl die Mine ein Zehntel des Weltbedarfes decken könnte, wurde der Start durch Wassereinbrüche verschoben.

Ob sich die Versorgungslage mit Uran vor diesem Hintergrund tatsächlich zuspitzt, lässt sich nur schwer vorhersagen. Fakt ist jedoch, dass zu den Hauptverbrauchern neben den Top drei USA, Frankreich und Japan schon Deutschland auf Platz vier rangiert. Umweltschützer haben bereits die Befürchtung, dass - sobald der Run auf große Lagerstätten in Kanada, Kasachstan, Australien, Russland und Afrika beginnt und die Preise steigen - sogar Standorte mit wenig Uranvorkommen bearbeitet werden. Dies hätte enorme Landschaftszerstörungen zur Folge.

Redakteur: Florian Fügemann

Quelle: pressetext.deutschland

Zürich 11. Februar 2010 - Der schweizer Energieriese Axpo hat angekündigt, die Umwelterklärung für das Atomkraftwerk Beznau zu korrigieren. Die in Russland hergestellten Brennstäbe des Kraftwerks werden nicht aus der Abrüstung russischer Kernwaffen gewonnen, wie dies bisher dargestellt worden war. Die Umweltorganisation Greenpeace, auf deren Kritik Axpo entsprechende Untersuchungen eingeleitet hatte, fordert indes eine Verschärfung des Kernenergiegesetzes hin zu mehr Transparenz für Brennstoffkreisläufe.

Kein Beitrag zur Abrüstung

Axpo hatte bisher in einer Umweltdeklaration mit geringem Kohlendioxid (CO2)-Ausstoß des AKWs Beznau geworben. Die Faktoren Bau, Brennstoffherstellung und Endlagerung würden in Summe bloß 3,04 Gramm CO2 pro Kilowattstunde betragen, was weniger sei als die Werte der meisten erneuerbaren Energieformen. Greenpeace kritisierte bereits im Vorjahr, dass die in der Erklärung angeführte Herstellungsweise des Uran-Brennstoffs nicht den Tatsachen entsprechen würde. Eine in Folge von Axpo eingeleitete Untersuchung musste diesen Vorwürfen Recht geben, wie der Konzern gestern, Mittwoch, mitteilte.

Das verwendete nukleare Material stammt demnach nicht aus der Abrüstung russischer Kernwaffen, wie Axpo dies zuvor behauptet hatte, sondern aus verbrauchtem Brennstoff aus Schiffen und Reaktoren. Zudem bestätigte die Axpo-Nachforschung die Greenpeace-Vermutung, was die Weiterverwendung des nuklearen Materials betrifft, das im Abtausch mit hochangereichertem Material bei den Betreibern der Brennstofffabrik zurückbleibt. Der Großteil wird entweder zu weiteren Brennstäben verarbeitet oder auch in Reaktoren vom Typ RBMK eingesetzt, wozu auch das mittlerweile stillgelegte AKW Tschernobyl zählt.

CO2-Bilanz greift zu kurz

Axpo zufolge wird sich die Klimabilanz des AKW Beznau durch diese Erkenntnis nur geringfügig erhöhen, was eine Neuzertifizierung beweisen soll. Stefan Füglister, der im Auftrag von Greenpeace die Nachforschungen erhoben hat, äußert gegenüber pressetext starke Bedenken dagegen. "Nicht nur die CO2-Menge, sondern alle verursachten Schadstoffe müssten dargelegt werden, vor allem die radioaktive Verstrahlung am Aufbereitungsort." Für zulässige Vergleiche von Atromstrom mit anderen Energiequellen wäre es notwendig, neue Ökostandards zu etablieren, die sich nicht nur auf Kohlendioxid beschränken.

Der Atomenergie-Kritiker geht jedoch noch weiter. Russisches Kernmateria aus Schiffsreaktoren werde für die Schweizer Brennstäbe im sibirischen Majak aufgearbeitet, einem infolge wiederholter Atomunfälle extrem radioaktiv verseuchten Ort. "Zudem trägt die Schweiz mit dem als Abtausch gelieferten Material dazu bei, dass unsichere Reaktoren in Russland gefüttert werden. Die Darstellung des Atomstroms als saubere Lösung ist somit völlig unzulässig", so Füglister. Notwendig sei ein Gesetz, das die Transparenz von Brennstoffkreisläufen sicherstelle. Russische Brennstäbe, deren Herkunft meist nicht näher deklariert sei, würden laut dem Experten außer in die Schweiz auch nach Deutschland und in die Niederlande importiert.

Aufarbeitungsort muss erst geklärt werden

Axpo kann auf pressetext-Anfrage nicht bestätigen, dass die Wiederaufarbeitung des Urans, das später in die Brennelemente eingebaut wird, in Majak geschieht. "Derzeit wird der genaue Produktionsort abgeklärt. Mit einem Ergebnis ist jedoch erst in Wochen bis Monaten zu rechnen", so Mediensprecherin Anahid Rickmann. Die radioaktive Strahlung aller Anlagen - wozu auch diejenige Wiederaufarbeitung zähle - sei gemäß den Betreiberangaben anteilsweise für die eigenen Produkte in deren Herstellungsjahr in die Umweltbilanz aufgenommen und in der Deklaration ausgewiesen worden.

Ebenso würde man in dem Fall verfahren, dass eine zusätzliche russische Wiederaufarbeitungsanlage zu berücksichtigen sei. "Nicht berücksichtigt werden dabei allerdings Emissionen aus vergangenen Jahrzehnten, die für unsere Brennstoffproduktion nicht relevant sind", betont Rickmann.

Redakteur: Johannes Pernsteiner

Quelle: pressetext.schweiz

Ostenfeld/Bremen, 27. Januar 2010 -  Der neu gestartete Vestas-Service der Deutschen Windtechnik läuft erstmals im europäischen Ausland an: Der belgische Energieversorger Electrabel beauftragte die Deutsche Windtechnik Service mit der Wartung seines gesamten Bestandes an Vestas-Windkraftanlagen. Electrabel, das zu 100% dem internationalen Versorgungskonzern GDF angehört, ist in Belgien führender Anbieter für Strom aus regenerativen Energiequellen.

Die 14 Anlagen vom Typ V80-2MW verteilen sich auf fünf Windparks in ganz Belgien. Um ihren hohen Serviceanspruch zu gewährleisten, hat die Deutsche Windtechnik sowohl ihr Servicenetzwerk als auch ihre Lagerkapazitäten vor Ort angemessen ausgebaut. "Der Vertrag mit Electrabel zeigt, dass wir mit unserer Vestas-Erfahrung und -Kompetenz auch die hohen technischen Anforderungen der großen Energieversorger erfüllen", beurteilt Vertriebsleiter Lars Behrends den neuen Wartungs-Kontrakt, der am 1. Januar 2010 in Kraft tritt.

Weiterer Zuwachs wird erwartet

Die Deutsche Windtechnik Service hatte erst im 4. Quartal 2009 ihr NEG-Micon Dienstleistungsangebot um den Service für Vestas-Anlagen erweitert. Mit aktuell über 550 Windkraftanlagen ist die Deutsche Windtechnik Service herstellerunabhängiger Marktführer für die Instandhaltung von NEG-Micon und Vestas-Anlagen. Durch den neuen Service für Vestas-Anlagen rechnet das Unternehmen für 2010 mit weit über 650 Windkraftanlagen unter Wartungsvertrag.

Quelle: Deutsche Windtechnik AG

Internetplattform SolarFreax

Ravensburg, 29. Januar 2010 - Am 20. Januar 2007 gründete Daniel Köpf das Solar-Expertenforum SolarFreax im Business-Netzwerk XING. Mit 3.000 Mitgliedern hat sich dort nach 3 Jahren die größte Gruppe der Solarbranche etabliert.

Der Solarmarkt hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Mit der geplanten Reduzierung der Einspeisevergütung für Solarstromanlagen diskutiert die Branche aktuell viele neue Fragen. "Wir möchten bei SolarFreax Informationsaustausch auf Augenhöhe. Denn Solar-Fachleute haben wenig Zeit. Deshalb legen wir wert darauf, ausschließlich Profis aus der Solarbranche zu verbinden.", sagt Köpf.

Denn im Gegensatz zu Solarforen mit breiterem Publikumsinteresse richtet sich das Angebot bei SolarFreax ausschließlich an Installateure, Großhändler, Hersteller, Planer, Forscher, Entwickler und Finanzierer. Für Anlagenbetreiber und solarinteressiertes Publikum bietet SolarFreax auf der Startseite eine Vielzahl an Links zu öffentlichen Solarforen an.

Kommunikation findet jedoch nicht nur im Internet statt. Im Sommer 2009 trafen sich die "Solarfreax" zum ersten Gruppen-Event auf der Intersolar in München. Im Rahmen des Ausstellerabends nutzten ca. 60 Mitglieder die Gelegenheit, bestehende Kontakte zu pflegen und auszubauen, neue Kontakte herzustellen oder Marktinformationen und Fachwissen zu diskutieren. "Ich hoffe, wir bekommen dieses Jahr wieder eine ähnliche Veranstaltung auf die Beine." fügt Köpf an.

SolarFreax ist ein einzigartiger Informations-, Wissens- und Kontaktpool, um qualifizierte Antworten auf Fragen oder geeignete Ansprechpartner rund um die Solartechnik zu bekommen. Weitere Akteure aus der Solarbranche sind eingeladen, das Portal zu nutzen ­ als Leser, mit Fachbeiträgen und Veranstaltungshinweisen sowie als Diskussionsteilnehmer.

SolarFreax nutzt die Plattform XING und erfordert eine kostenlose Registrierung. Das Forum ist im Internet zugänglich unter www.SolarFreax.de

Quelle: SolarFreax

Ratingen, 20. Januar 2010 - Im Rahmen eines humanitären Hilfsprojekts unterstützt Mitsubishi Electric Deutschland, Ratingen, die Einrichtung einer Photovoltaik-Anlage der ersten Schule für Kinder von Plantagenarbeitern in der Siedlung Monopole. Diese liegt rund 250 km östlich von Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba und umfasst 13 Camps. Durch die Lieferung von Photovoltaik-Modulen konnte bereits eine deutliche Verbesserung des Schulbetriebs erreicht werden.

Gesponsert wurden zwei Photovoltaik-Module für die sogenannte ‘1-Euro-Schule‘: ein Euro deshalb, weil man auf Sponsoren zählt, die Bau, Erweiterung und Unterhalt der Schule mit einem Euro pro Monat unterstützen. Kostenlos besucht werden kann diese Schule heute schon von rund 240 Kindern der auf den Plantagen arbeitenden Tagelöhner. Diese Arbeiter verdienen lediglich etwa 40 Eurocent am Tag und können sich das Schulgeld der staatlichen Einrichtungen nicht leisten.

Der erzeugte Strom wird im Augenblick für die Beleuchtung der Klassenräume und für den Gebrauch von Computern verwendet, wird aber auch künftig im Rahmen einer weiteren Ausbaustufe dringend zum Betreiben von Wasserpumpen und -filtern gebraucht, um Trinkwasser aufzubereiten. Bisher musste sich die Schule mit Kerzen und Petroleum behelfen. Für das saubere Trinkwasser wären die Menschen besonders dankbar, denn die schlechte Wasserqualität ist eine der Hauptursachen für Krankheiten.

Die beiden Mitsubishi Electric-Solarmodule vom Typ PV-TD 185MF5 verfügen über eine garantierte elektrische Mindestleistung von je 185 Watt. Durch die Entwicklung von leistungsstarken Zellen und einer Technologie der hohen Produktionsqualität werden auf wenig Raum hohe Wirkungsgrade erzielt. Selbstverständlich werden die Solarmodule von Mitsubishi Electric ohne bleihaltiges Lot produziert. All diese Komponenten tragen zur Zuverlässigkeit und zur hohen Lebensdauer der Module bei. Somit eignen sie sich sehr für die äthiopische Schule.

Um die Auslegung und Planung kümmerte sich Walter Klauss. Der ehemalige Leiter Steuerungstechnik und Elektrokonstruktion der Firma Index Traub, einem Kooperationspartner von Mitsubishi Electric im Bereich Fabrikautomation, ist jetzt im Ruhestand und engagiert sich als ehrenamtlicher Mitarbeiter im Verein One Euro Ethiopia Association (OEEA), einer deutsch-holländischen Initiative. Durch ihn wurde Mitsubishi Electric, das auch als Photovoltaik-Spezialist weltweit tätig ist, auf das Projekt aufmerksam.

Von der guten Sache überzeugt, hat Mitsubishi Electric die Lieferung der Photovoltaik-Module konzernintern "auf dem kleinen Dienstweg" schnell in die Wege geleitet. Ende Oktober 2009 reiste ein 17-köpfiges Team nach Äthiopien, um den nächsten Bauabschnitt anzugehen. Dazu gehörte auch die Montage und Installation der Photovoltaik-Module. Dabei war es ein Vorteil, dass die PV-Module sehr robust und sehr montagefreundlich waren. „Als die ersten Glühlampen in den Klassenräumen der 1-Euro-Schule aufleuchteten und die Pumpe ansprang, war das ein historischer Moment, der von der ganzen Gruppe gefeiert wurde“, erinnert sich Walter Klauss.

Projektziel der Hilfsorganisation ist es zunächst, eine Grundschule bis zur vierten Klasse und einen Kindergarten zu errichten. Dazu werden 3.000 Spender benötigt, die mit ihrer kleinen monatlichen 1-Euro-Spende einen großen Beitrag für die äthiopische Schule leisten – und dies möglichst auch zehn Jahre durchhalten. Nach Angaben der OEEA gehen mehr als 95 % der Spenden direkt nach Äthiopien, und weniger als 5% der Einnahmen werden für Verwaltungskosten gebraucht.

Quelle: Mitsubishi Electric