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Sonstiges

Q-Cells Headquarter

Bitterfeld-Wolfen, 16. Dezember 2009 - Aus Sonnenlicht gespeiste Straßenlaternen beleuchten zur Klimakonferenz in Kopenhagen die Außenflächen und Parkplätze des Kongresscenters. Die Umwandlung des Tageslichts in Energie ermöglicht dabei eine neue Solarzellengeneration des deutschen Photovoltaik-Unternehmens Q-Cells. Dabei macht ein herausragendes Schwachlichtverhalten der Zelle den Einsatz auch in nördlichen Breitengraden möglich.

Die Leuchtmasten der dänischen Firma SCOTIA verbrauchen gerade die Hälfte des Stroms, den die Zellen erzeugen. Die überschüssige Energie wird direkt ins Stromnetz eingespeist. Verglichen mit herkömmlichen Beleuchtungssystemen trägt die Erfindung des britischen Lichtartisten Steven Scott somit zu einer deutlichen CO2 Entlastung bei.

Erster Einsatz der vollquadratischen monokristallinen 6-Zoll-Zelle

Der Scotia-Lichtmast integriert hocheffiziente Siliziumsolarzellen von Q-Cells, die erst im September 2009 anlässlich des größten Branchentreffens in Hamburg vorgestellt wurden. Die verbauten Module wurden mit der neuen vollquadratischen monokristallinen 6-Zoll-Zelle Q6LMX gefertigt, die unter anderem ein herausragendes Schwachlichtverhalten aufweist und sich daher besonders für dieses Projekt eignet.

Nach der Diskussion der ersten Skizzen mit Steven Scott im März 2009 wurde die photovoltaische Umsetzung komplett bei Q-Cells konzipiert. Daniel Binder, als Produkt-Ingenieur bei Q-Cells verantwortlich für das technische Design der Photovoltaik-Komponenten: „Die dunkle, sehr homogene optische Erscheinung der monokristallinen Zellen passte ideal in das Konzept von Steven Scott. Mit dem Einsatz des Scotia-Beleuchtungssystems ist es Kommunen und Städten weltweit möglich, Energie zu sparen, die Umwelt zu entlasten und durch die direkte Anbindung an das Stromnetz für die Sicherheit der Bürger zu sorgen.“

Eine wichtige Innovation, die in dem System umgesetzt wurde, ist der direkte Anschluss an das öffentliche Stromnetz. Tagsüber kann somit der Sonnenstrom ins Netz eingespeist werden, während der Scotia-Lichtmast bei Dunkelheit die benötigte Energie aus dem Netz bezieht.

Die vom britischen Lichtartisten Steven Scott gegründete Firma SCOTIA hat ihren Sitz in Kopenhagen und konnte sich beim Lichtkonzept für die Klimakonferenz gegenüber einem starken Wettbewerb durchsetzen. Die Scotia-Lichtmasten erleuchten den äußeren Eingangsbereich und die Parkplätze des Kopenhagener Konferenzzentrums, in dem die Delegierten aus 170 Staaten derzeit tagen.

Quelle: Q-Cells

Weikersheim/Frankfurt, 15. Dezember 2009 - Im Rahmen des Projekts SUN AREA hat ein Team aus Diplom-Ingenieuren und Geo-Informatikern eine Methode entwickelt, die mit Laserscannerdaten das Solarpotenzial von Kommunen, Landkreisen oder ganzen Regionen ermittelt. Der Nutzen sind über Internet zur Verfügung gestellte Daten, die durch die so erreichte Transparenz Investitionsentscheidungen von Körperschaften, Institutionen und Privateigentümern vereinfachen.

Einhundert Prozent Deckung des Energiebedarfs durch regenerative Energien sei möglich. Dies konstatiert Prof. Dr. Martina Klärle, Forscherin des Steinbeis-Transferzentrums für Geoinformation und Landmanagement und Leiterin des Studiengangs für Geoinformation und Kommunaltechnik an der FH Frankfurt. Ihr Projekt SUN-AREA kann ab sofort für Transparenz hinsichtlich des Solarpotenzials der Dachflächen von Kommunen, Städten oder sogar ganzer Landkreise sorgen.

Geographische Informationssysteme identifizieren auf Grundlage hochauflösender Flugzeugscannerdaten geeignete Dachflächen. Unter Einbeziehung von Standortfaktoren wie Verschattung und Dachausrichtung errechnet eine eigens entwickelte Formel für jedes Dach die potenzielle Eignung als Solardach.

Deutschlandweit sei rund ein Fünftel der vorhandenen Dachflächen für die solare Energiegewinnung geeignet, so Dr. Klärle. Schon diese Fläche wäre hinreichend, den privaten Strombedarf der Bundesrepublik Deutschland zu decken. Dieses Potenzial werde derzeit lediglich zu zirka einem Prozent genutzt.

Quelle: Steinbeis-Transferzentrum Geoinformation und Landmanagement

Hong Kong/Oyster Bay, 19.11.2009 - Der Mobilfunk-Interessensverband GSM Association (GSMA) und die International Finance Corporation (IFC), der Privatwirtschaftsarm der Weltbank, haben eine Initiative gestartet, um den Einsatz "grüner" Mobilfunkanlagen zu fördern. Betreibern in Entwicklungsregionen soll nicht zuletzt durch technische Hilfestellungen geholfen werden, speziell Sender ohne Stromnetzanschluss von Diesel- auf Ökoenergie umzustellen.

Diese Umstellung ist für Mobilfunker aufgrund sinkender Betriebskosten interessant. Doch auch CO2-Emissionsziele wären mit mehr grüner Energie leichter zu erreichen. "Ich denke, dass es auch für Betreiber in Nordamerika und Europa Subventionen und Anreize geben sollte, damit die Mobilfunker Tests solcher Lösungen ausweiten", meint daher Aditya Kaul, Principal Analyst im Bereich Mobile Networks bei ABI Research, gegenüber pressetext.

Ökoenergie laufend billiger als Diesel

"Wir schätzen, dass Betreiber in Entwicklungsregionen bis 2012 für Mobilfunkmasten ohne Netzanschluss Diesel-Rechnungen in der Höhe von 14,6 Mrd. Dollar erhalten", sagt GSMA-CEO Rob Conway. Die Diesel-Generatoren kommen somit nicht nur der Umwelt teuer zu stehen, sondern auch den Mobilfunkern. "Diesel macht bis zu 50 Prozent der operativen Ausgaben aus", betont auch Kaul. Dementsprechend attraktiv sind die Alternativen Solar- und Windenergie, da vergleichsweise geringe laufende Kosten anfallen.

Förderprogramme

Die GSMA-IFC-Zusammenarbeit im Rahmen des Programms Green Power for Mobile zielt explizit darauf ab, die Entwicklung und Umsetzung von umweltfreundlichen Sendeanlagen für Standorte ohne Netzanschluss in Entwicklungsregionen zu fördern. Doch umfassendere Förderansätze auch für Anlagen, die Ökoenergie ergänzend zur Netzversorgung nutzen, sowie die Industriestaaten wären nach Ansicht von Kaul sinnvoll.

Gerade Betreiber in Nordamerika und Europa stünden unter zunehmendem Druck, Emissionsziele zu erreichen. "Es wäre klug dafür zu sorgen, dass jede Sendeanlage weniger Strom aus dem Netz bezieht, indem sie etwa tagsüber Solar- und Windstrom speichert und den Netzbetrieb über Nacht abschaltet", meint daher der Analyst. Sicherlich würden sich technische Innovationen im Bereich netzunabhängiger Anlagen übertragen lassen, doch auch eine direktere Unterstützung wäre sinnvoll.

Realistische Öko-Ambitionen

Bis 2012 strebt die GSMA an, dass 118.000 Sendeanlagen abseits von Stromnetzen mit Ökoenergie laufen. Diese Zielsetzung liegt zwar höher, als von ABI noch 2008 als realistisch eingeschätzt. "Der Rückhalt durch solche Initiativen sollte ihnen helfen, das Ziel zu erreichen", meint allerdings Kaul. Auch sind GSMA und Weltbank nicht die einzigen, die in Richtung Ökoenergie drängen. "Betreiber und Anbieter sind sehr aktiv, um die Kosten grüner Sendeanlagen zu senken", betont der Analyst. Auch aus dem akademischen Bereich gäbe es starke Unterstützung.

Redakteur: Thomas Pichler

Quelle: pressetext

Bocholt, 19. November 2009 - Das freut die Geschäftsleitung genauso wie die 130 Mitarbeiter der Meier Solar Solutions GmbH: Das Unternehmen hat einen wichtigen Schritt auf dem steinigen Weg zum anerkannten „Top 100“-Gütesiegel gemeistert.

Die branchenübergreifende Initiative der compamedia GmbH nimmt bereits zum 18. Mal das Innovationsmanagement mittelständischer Unternehmen genau unter die Lupe. Dabei werden die ideenreichsten und umsetzungsstärksten Firmen in Deutschland ermittelt und ausgezeichnet. Der Erstplatzierte erhält zudem den Titel „Innovator des Jahres“. Mentor Lothar Späth gibt auf der offiziellen Preisverleihung am 1. Juli 2010 die Top-Innovatoren bekannt.

Auf diesen ersten Erfolg sind die Verantwortlichen der Meier Solar Solutions GmbH zurecht stolz, doch von Ausruhen kann noch nicht die Rede sein. Nun müssen sie den Beweis antreten, dass das Sondermaschinenbau-Unternehmen tatsächlich zu den ideenreichsten und umsetzungsfreudigsten Firmen im deutschen Mittelstand zählt.

Dazu muss der Hersteller für die Solarindustrie die wissenschaftliche Leitung des Projekts um Prof. Dr. Nikolaus Franke von der Wirtschaftsuniversität Wien mit detaillierten Angaben zum firmeneigenen Innovationsmanagement begeistern. „Wir freuen uns sehr über die Finalteilnahme bei „TOP 100“,“ so Florian von Gropper, CEO der Meier Solar Solutions GmbH. „Die Ergebnisse der Studie geben uns sicherlich einen sehr guten Einblick, wie qualifiziert unser Innovationsmanagement bereits ist und an welcher Stelle wir es noch weiter verbessern und ausbauen können,“ so Florian von Gropper weiter. Wir erhoffen uns von der Teilnahme bei „TOP 100“ einen zusätzlichen Imagegewinn für unser Unternehmen.

Zuvor war es der Meier Solar Solutions GmbH bereits gelungen, den Innovationsexperten mit seinen Angaben zu den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen sowie den innovativen Leistungen des Unternehmens zu überzeugen. Sollte den Bocholtern der Aufstieg in die Liga der „Top 100“ gelingen, wären sie in herausragender Gesellschaft: Die wissenschaftliche Analyse der 100 innovativsten deutschen Mittelständler des vergangenen Jahres hat ergeben, dass 54% unter ihnen nationale Marktführer sind und 22% sogar weltweit auf dem Siegertreppchen stehen.

Das Projekt „Top 100“

Bei der Mittelstandsauszeichnung „Top 100“ wird die Innovationskraft der teilnehmenden Unternehmen von unabhängiger wissenschaftlicher Seite untersucht. Das Team der Wirtschaftsuniversität Wien nimmt in einem zweistufigen Verfahren die Leistungen der Teilnehmer in den folgenden fünf zentralen Bereichen detailliert unter die Lupe: „Innovationserfolg“, „Innovationsklima“, „Innovative Prozesse und Organisation“, „Innovationsförderndes Top-Management“ sowie „Innovationsmarketing“.

Bei Erfolg können sich die Mittelständler – gerade auch im Vergleich zu Großkonzernen – als hoch innovative Geschäftspartner behaupten, was insbesondere im kostenintensiven Business-to-Business-Geschäft und bei Finanzierungsgesprächen von wachsender Bedeutung ist. Die im Juli 2010 ausgezeichneten Unternehmen werden allerdings nicht nur das Gütesiegel erhalten. Darüber hinaus sorgt das Netzwerk aller „Top 100“-Firmen für wertvolle Kontakte und Kooperationen auf hohem Niveau. Und mit Hilfe des individuellen Benchmarkingberichts erkennen die Unternehmen zudem ihre Stärken und Schwächen und können ihr Innovationsmanagement sehr gezielt weiter ausbauen und optimieren.

Quelle: Meier Solar Solutions GmbH

Freiburg, Wuppertal, Mexiko-City, 12. November 2009 - Wie wirtschaftlich Klimaschutz sein kann, hat das Konsortium Büro Ö-Quadrat, Freiburg, UNEP/Wuppertal Institut-Center für nachhaltigen Konsum und Produktion (CSCP), Wuppertal, und Genertek, Mexico City, mit Förderung durch die Initiative „WISIONS“ ermittelt.

Mustersanierungen an der Universität Mexiko-City (UNAM) ergaben eine Stromeinsparung durch effiziente Beleuchtung von 60-95 Prozent. Würde die gesamte Beleuchtung an der UNAM im gleichen Stile saniert, ließen sich rund 68 Mio. US Dollar Stromkosten sparen und dies mit einer Anfangsinvestition von nur 3 Mio. US Dollar.

Das Projektkonsortium führte Mustersanierungen in mehreren, für die UNAM typische Räume durch. Dabei stand der Ersatz alter Leuchten und Fluoreszenz-Lampen durch hocheffiziente Beleuchtungssysteme mit Tageslichtsteuerung im Vordergrund. Die Investitionskosten und die erzielten Energieeinsparungen wurden systematisch erfasst.

Die Auswertung der Daten zeigt, dass sich je nach Raum und Nutzung eine Stromeinsparung zwischen 60 und 95% erzielen lässt. Die Investitionskosten werden sich durch die eingesparten Strom- und Wartungskosten in weniger als drei Jahren amortisieren.

Enormes Kosteneinsparpotenzial

Aufbauend auf den Ergebnissen der Mustersanierungen wurde ein Masterplan für effizienteres Licht an der gesamten UNAM erstellt. Dieser zeigt auf,wie die gesamte Beleuchtung der UNAM mit einem geringen Anfangskapital und systematischer Re-Investition der Energiekosteneinsparung saniert werden kann.

Die Ergebnisse sind wegweisend: Mit einer Anfangsinvestition von 3 Mio. US-Dollar (rund 2 Mio. Euro) und den Re-Investitionen der in den sieben Folgejahren erzielten Stromkosteneinsparungen ließen sich über die Nutzungsdauer der neuen Beleuchtung 68 Mio. US Dollar Kosten einsparen.

„Eine bessere Verzinsung auf das eingesetzte Kapital findet sich bei keiner seriösen Anlageform“, so Dieter Seifried vom Büro Ö-Quadrat, der das Projekt als Ingenieur und Ökonom leitete. Beleuchtungssanierung als effizienter Klimaschutz UNAM könnte zum Leuchtturmprojekt für alle Universitäten werden, nicht zuletzt weil die Bedeutung des Themas Beleuchtung für den Klimaschutz häufig unterschätzt wird. „Beleuchtung ist mit rund 20 Prozent Anteil am weltweiten Stromverbrauch einer der größten Emissionsquellen für Kohlendioxid,“ so Carmen Dienst, Projektleiterin bei „WISIONS“.

Die vor zehn, 15 oder mehr Jahren installierten Beleuchtungssysteme sind jedoch zumeist ineffizient und verursachen insgesamt Kohlendioxid-Emissionen von rund 2.000 Mio. Tonnen CO2,was in etwa 70% aller Kohlendioxid-Emissionen des weltweiten PKWVerkehrs entspricht.

Gutes Licht für besseres Lernen

Effiziente Beleuchtung schützt das Klima und erzielt eine hohe Rendite. Darüber hinaus verbessert eine gute Beleuchtung die Lernbedingungen an Schulen und Universitäten – ein nicht zu beziffernder Vorteil, der in seiner Dimension die Investitionskosten bei weitem übersteigt.

UNAM als weltweites Leuchtturmprojekt

Die UNAM ist mit 300.000 Studenten die größte Universität Lateinamerikas. Gleichzeitig gilt sie als älteste und beste Universität dieses Kontinents. „Mit der nun anstehenden Beleuchtungssanierung im großen Stil kann die UNAM zu einem Leuchtturmprojekt für effiziente Beleuchtung werden“, erklärt Michael Kuhndt, Geschäftsführer des CSCP. Denn auch in anderen Ländern der Dritten Welt gibt es erhebliche Einsparpotenziale durch effizientere Beleuchtungstechnik, wie auch in Europa und in Deutschland.

Quelle: Büro Ö-Quadrat/UNEP/CSCP