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Veranstaltungen

 

Hagen, 17. April 2012, Auf einem Gemeinschaftsstand präsentieren KOSTAL Industrie Elektrik und KOSTAL Solar Electric auf der diesjährigen Intersolar die Trends der Photovoltaik von morgen. Mit innovativen Produktneuheiten setzt das Unternehmen KOSTAL Solar Electric bereits jetzt neue Zukunftstandards. Einen Standard setzt dabei der neue PIKO-Speicherwechselrichter mit integriertem Energiemanagementsystem. Unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und technischer Gesichtspunkte regelt das System, ob der von der Photovoltaik-Anlage erzeugte Strom ins öffentliche Netz eingespeist, in der Batterie zwischengespeichert oder zum Eigenverbrauch verwendet wird.

Darüber hinaus stellt das neue Design bei den PIKO-Stringwechselrichtern einen weiteren Standard für die Zukunft dar. In diesem spiegelt nicht nur das neue Erscheinungsbild, sondern auch technische Neuerungen, wie Griffmulden, eine einfachere Bedienung sowie der anders gestaltete DC-Freischalter den Markenanspruch "Intelligent verbinden." wider. Zunächst wird sich der neue PIKO in der Leistungsklasse >10 kW sowie der neue PIKO 3.0 im neuen Gewand präsentieren.

Die neue PIKO-Generation wird dabei selbstverständlich mit dem bewährten integrierten Kommunikations- und Monitoring-Paket ausgestattet sein. Hierzu gehören u.a. die Wirkleistungssteuerung, Datalogger und alle anderen relevanten Schnittstellen. Ergänzt wird dieses umfangreiche Angebot durch weiteres komfortables Zubehör wie den PIKO Data Communicator.

Mit dem PIKO-Wechselrichter mit Lichtbogenerkennung bietet die KOSTAL Solar Electric ein weiteres zukunftsweisendes Produkt an.

Auch bei den neuen Zentralwechselrichtern aus dem Hause KOSTAL werden mit Blick auf Kommunikation, Flexibilität und zukünftige Netzdienstleistungen Maßstäbe gesetzt.

Zukunftsweisend präsentiert sich auch die Solarmodul-Anschlusstechnik der KOSTAL Industrie Elektrik. Hier wird ein neues Feature ihrer vollautomatisierbaren PV-Modul-Anschlussdose SAMKO 100 04 vorgestellt. Mit Hilfe eines Kabelhalters an der Anschlussdose ist eine volle Automatisierung von der Bestückung bis hin zur Modulprüfung möglich. Hierdurch entfallen diverse manuelle Prozesse, was für eine hohe Prozesssicherheit und somit verbesserte Qualität sorgt. Zur Abrundung ihrer Produktpalette können die PV-Modul-Anschlussdosen nun auch mit dem Steckverbinder KSK 4 ausgestattet werden.

Neben zukunftsweisenden Produktinnovationen stehen der fachliche Dialog und persönliche Kontakt ganz im Sinne der Unternehmensphilosophie "Intelligent verbinden." im Fokus der Messetätigkeit. Ein weiteres Messehighlight stellt hier die schon traditionelle Standparty dar, die in diesem Jahr auch das Motto Zukunft aufgreift.

Als Teil der KOSTAL-Gruppe - einem Familienunternehmen mit 100jähriger Tradition - sind beide Unternehmen von Beginn an durch den Zukunftsgedanken geprägt und geben sich nicht mit dem bereits Erreichten zufrieden, sondern denken schon heute an die PV-Trends von morgen.

Quelle: KOSTAL Industrie Elektrik GmbH

Berlin, 04. April 2012, Auf den Solarstrom-Fachkonferenzen »PHOTON's Solar Terawatt-hours Conference Series 2012 Europe« in Berlin diskutierten Solarindustrie und Energieversorger die Herausforderungen des Photovoltaikmarktes. In einer Phase der Konsolidierung, die noch deutlich an Fahrt aufnehmen wird, bereiten sich die Firmen auf weitere Kostensenkungen und eine starke Differenzierung in sich schnell fragmentierende Solarmärkte vor.

Siliziumkapazitäten ausreichend für die nächsten vier Jahre

Die gigantischen Produktionsüberkapazitäten in der Siliziumbranche war das Thema von »PHOTON's 10th Solar Silicon Conference«. Führende Akteure der Branche waren sich einig, dass der Angebotsüberhang auch in diesem Jahr zunehmen und die Preise auf das Niveau der Produktionskosten drücken wird.

Die größten Hersteller werden nach Einschätzung von Martin Meyers (PHOTON Consulting) weiterhin genug Kapazitäten haben, um die Nachfrage der nächsten vier Jahre zu bedienen. »Allerdings dürften nur wenige Unternehmen die Konsolidierung überleben«, so Meyers. Seiner Ansicht nach werden im Jahr 2013 nur noch rund elf Hersteller existieren, darunter nur diejenigen, welche für weniger als 30 Dollar pro Kilogramm produzieren können.

Henning Wicht, Analyst von IHS iSuppli, erwartet mit Spotmarktpreisen von 22 Dollar pro Kilogramm für die Jahre 2012 und 2013 einen weiteren Preisverfall. Nach Meyers Einschätzung wird es im nächsten Jahr rund 25 Prozent der Kapazitäten der Siliziumproduktion des Jahres 2012 nicht mehr geben. Dementsprechend fällt der Ausblick von Meyers und Wicht nüchtern aus: Die massiven Expansionspläne der größten Unternehmen wie Hemlock Semiconductor, Wacker Chemie und OCI werden teils aufgeschoben, teils gestrichen.

Neue Materialien bei Solarwechselrichtern Auf »PHOTON's 4th PV Inverter Conference« diskutierten Experten die Veränderungen bei Solarwechselrichtern. Während deren Hersteller die Geräte aufgrund sinkender Einspeisevergütungen zu immer günstigeren Preisen anbieten müssen, werden gleichzeitig die Bedingungen für den Anschluss ans Stromnetz rigider: Wirkungsgrade müssen zwischen 98 und 99 Prozent liegen, Kommunikationsschnittstellen werden zur Pflicht. Als Lösungsmöglichkeit bieten sich kundenspezifische Halbleiterbausteine an, sagte Andrea Vezzini von der Fachhochschule Bern. Dazu zählen sowohl Galliumnitrid-Halbleiterbauteile, die sehr effiziente Wechselrichter mit nur wenigen Bauteilen ermöglichen.

Besonders hohe Effizienz ermöglichen auch Transistoren auf Basis des Halbleiters Siliziumkarbid. Nachdem der Marktführer SMA Solar Technology AG im vergangenen Jahr ein erstes Seriengerät mit Siliziumkarbid-Transistoren vorgestellt hatte, werden nach Ansicht der Experten in diesem Jahr wei  tere Hersteller nachziehen. Die noch relativ neuen Komponenten ermöglichen auch eine Erhöhung der maximalen Systemspannung von 1.000 Volt auf 1.500 Volt. Dadurch lassen sich insbesondere große Photovoltaikanlagen kostengünstiger bauen.

Minimierung des Brandrisikos bei Photovoltaik

Wie das Brandrisiko von Photovoltaikanlagen minimiert werden kann, stand im Mittelpunkt von »PHOTON's 4th PV Safety Conference«. Die Solarindustrie arbeitet an verschiedenen Ansätzen zur frühzeitigen Erkennung von Gefahren: Der Zell- und Modulhersteller Q-Cells SE bemüht sich darum, dass erst gar kein Solarmodul die Produktion verlässt, das zu Kurzschlüssen neigt und damit Feuer auslösen könnte. Das Unternehmen hat mit dem VDE einen Test entwickelt, der zwei- bis dreimal so hart ist wie der IEC-Standard zur Zertifizierung für Module. Dieser soll neben den Sicherheitsaspekten auch sicherstellen, dass die PV-Module 25 Jahre gute Erträge liefern.

Um möglicherweise dennoch vorhandene Schwächen in Modulen auszuschließen, bieten die Tigo Energy GmbH und mehrere andere Hersteller sogenannte Leistungsoptimierer. Die Geräte dienen dazu, mit nicht optimal ausgerichteten Anlagen die höchsten Erträge zu erzielen, ferner zur Überwachung und frühzeitigen Fehle  rerkennung. »Das Managementsystem  kennt die Spannung und Temperatur jedes Moduls«, sagte Bernd Neuner von Tigo. Weist ein Modul ein Risiko für einen Kurzschluss auf, aus dem sich ein Lichtbogen entwickeln kann, ist selbst in Megawattparks das betroffene Modul genau zu bestimmen.

In den USA öffnet sich für solch intelligente Photovoltaiksysteme gerade ein großer Markt: Ab 2014 tritt dort ein neuer Netzcode in Kraft und dann müssen Solarstromsysteme Lichtbögen erkennen und sich sofort abschalten können. In der Diskussion sagte Karl Heinz Küsters von Q-Cells, er erwarte, dass der Trend zu intelligenter Modultechnik auch nach Europa schwappen werde.

Sonnenfinsternis bei Herstellern

Nach Einschätzung der Teilnehmer von »PHOTON's 7th Solar Investors Conference« profitieren Investoren und aufstrebende Solarmärkte weiterhin von den Schnäppchenpreisen der Photovoltaik, während Hersteller mindestens ein weiteres Jahr schwerwiegender Geschäftsverluste durchhalten müssen, da das Überangebot sich bis in das Jahr 2013 ausdehnen wird. Martin Meyers, PHOTON Consulting, schätzt, dass ungefähr die Hälfte der derzeit rund 120 größeren Modulhersteller im Jahr 2013 nicht mehr existieren werden. Diese Anzahl wird sich im Jahr 2014 nochmals halbieren, und nach Meyers Worten werden es nicht unbedingt die heutigen Marktführer sein, die überleben.

»Mindestens vier der größten zehn Hersteller produzieren nicht die Qualität, die künftig erforderlich sein wird«, sagte Peter Fath, Technologiechef von Centrotherm Photovoltaics. Die PV-Produktion ist zwar weiterhin profitabel, das Potenzial liege jedoch weiter unten im Herstellungsprozes  s. Unternehmen, die sich über die pure Produktion hinaus diversifiziert haben, sind in einer sehr viel besseren Position, um die schwierige Zeit zu überwinden«, sagt Meyers.

PV-Maschinenbau unter Innovationsdruck

Das halsbrecherische Tempo der Kostenreduktion in der PV-Herstellung wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen, sagten die Hersteller von PV-Produktionsanlagen auf »PHOTON's 7th PV Production Equipment Conference«. Die Maschinenbauer stehen unter extremem Druck, günstig Innovationen zu liefern, um neue Aufträge zu gewinnen.

Wolfgang Herbst von Centrotherm sagte, die Hersteller hätten vier Hebel, um die Kosten zu reduzieren: Werkzeugentwicklung, Verbesserung der Technologie, Materialkosten und sinkende Stückkosten aufgrund höherer Produktionszahlen (»economy of scale«). Nach Angaben von Centrotherm kann das Unternehmen bereits integrierte Linien anbieten, die Module für 63 Cent pro Watt produzieren. Centrotherm rät überdies den Herstellern, sie sollten erwägen, Materialien wie metallurgisches Silizium selbst herzustellen, anstatt es zu kaufen. Im Jahr 2014 will Centrotherm in der Lage sein, schlüsselfertige Produktionslinien zu liefern, die 276-Watt-Module mit einem Wirkungsgrad von 20 Prozent zu Kosten von 54 Cent pro Watt produzieren; sollten die Kosten für das Ausgangsmaterial schneller sinken, lägen die Produktionskosten bei 45 Cent.

Ideen für 100 Prozent erneuerbare Energien Vertreter der Energiewirtschaft erörterten auf »PHOTON's 8th Solar Electric Utility Conference«, vor welche Herausforderungen das Stromversorgungssystem in Deutschland und Europa im Zuge der Energiewende gestellt wird und welche Lösungsansätze es gibt. Die Redner stellten fest, dass von den gravierenden Veränderungen durch den wachsenden Zubau von Solar- und Windanlagen vom Energieversorger über den Netzbetreiber bis hin zum Stromkunden alle Marktteilnehmer betroffen sind. Weil Solar- und Windkraftwerke die Börsenpreise zu bestimmten Tageszeiten nach unten drücken, seien die Margen zum Betrieb konventioneller Kraftwerke kleiner geworden, hieß es. Um mit dem schwankenden Angebot umgehen zu können, seien neben Stromspeichern vor allem steuerbare Lasten notwendig.

Auf der Konferenz wurden überdies neue Geschäftsmodelle für Vertrieb, Bau und Betrieb von Solarstromanlagen erörtert: So könne es für Stadtwerke und deren Kunden gleichermaßen attraktiv sein, zusammen mit Partnern kleine Solaranlagen auf den Kundendächern zu errichten.

Quelle: PHOTON Gruppe

 

Weilburg, 02. April 2012, Die Arnold-Gruppe, entwickelt und fertigt Prozess- und Automatisierungstechnologie für das breite Spektrum der Silizium-Blockbearbeitung, ist erneut auf der sechsten SNEC in Shanghai. Die „International Photovoltaic Power Generation Conference & Exhibition“ findet vom 16. bis 18. Mai 2012 im New International Expo Center in Shanghai statt und ist weltweit gesehen nach der „Intersolar Europe“ die zweitgrößte Solarmesse.

Während der SNEC präsentiert Arnold am Messestand 3D-Animationen kompletter Prozess- und Automationskonzepte für die Bearbeitung mono- und multikristalliner Siliziumblöcke: Trennen, Schleifen einschließlich nach-gelagertem Prozessschritt Kleben. Dank innovativer Sägeeinheit mit Dünn-blatt-Technologie in den Trennmaschinen von Arnold werden an mono- und multikristallinen Siliziumingots- und –blocks höchst präzise Schnitte erreicht. Gegenüber lokalen Herstellern ist deshalb nach dem Trennen der Siliziumblöcke kein zusätzlicher Arbeitsschritt, das heißt umfangreiche Na-charbeit durch Schleifen, mehr notwendig. Zudem werden durch die eingesetzte Dünnblatt-Technologie im Vergleich zu herkömmlichen Sägeblättern mit 3,5 Millimeter über 50 Prozent Schnittverlust des Siliziums eingespart. Kompakte Videos veranschaulichen am Messestand bereits realisierte An-lagen.

Das Ende 2011 angekündigte Croppingzentrum für monokristalline Ingotbearbeitung wurde umgesetzt und ist ab sofort lieferbar. Die Croppingmaschine, Typ 72/454, ermöglicht das automatische Abtrennen von Endstücken (Top und Tail), Testwafern sowie das Ablängen von mo-nokristallinen Ingots in Säulen ab 250 bis 1.000 Millimeter und rundet das bisherige Produkt-Portfolio in diesem Segment ab. Im leicht zugänglichen Beladebereich können bis zu 3.000 Millimeter lange Ingots aufgenommen werden. Das Croppingzentrum steht für Kunden nach Terminabsprache bei Arnold in Weilburg zu Test- und Demozwecken zur Verfügung.

Bei Maschinen von Arnold werden alle erforderlichen Maschinendaten, Prozesse und Einstellungen mittels Arnold-Remote-Produktions-Analyse-Tool (Arpat) erfasst, analysiert, speichert und visualisiert. Via offener Schnittstelle werden die Daten zum übergeordneten Manufacturing Execution System (MES) kommuniziert.

Einzigartig ist das Software-Tool AEPS (Arnold Easy Programming Sys-tem) in der Klebezelle von Arnold. Damit können Anlagenbediener erstmals nicht nur Bewegungs-, sondern auch Prozessparameter innerhalb der Ro-boter- und Klebesteuerung im zulässigen Rahmen selbst erstellen und edi-tieren. Intuitiv und ohne jegliches Expertenwissen. Das Herzstück der Kle-bezelle bildet ein zentral positionierter Industrieroboter. Die prozessrelevan-ten Arbeitsschritte für das Reinigen, Dosieren, Kleben, Fügen und Aushär-ten sind optimal und vollautomatisch angelegt.

Zusätzlich konzipiert und fertigt Arnold Maschinen für die Bearbeitung von Polysilizium. Zur SNEC wird die Rundschleifmaschine NC 559/200 für das Endenbearbeiten von polykristallinen Siliziumstäben präsentiert.

Zu dieser bedeutenden Plattform der gesamten Solarbranche, SNEC, wer-den in diesem Jahr von rund 2.000 Ausstellern und 5.000 Experten auf etwa 150.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche über 200.000 Besucher erwartet. Die Spezialisten von Arnold stehen während der gesamten Messedauer am Ausstellungsstand für Informationen und Gespräche zur Verfügung. Speziell für Interessenten aus dem Gastland wird das Team von chinesischsprachigen Mitarbeitern unterstützt.

Quelle: Herbert Arnold GmbH & Co. KG

 

Berlin/Wien, 04. April 2012, Ist die Einführung einer Solarmodulstandardisierung sinnvoll? Bedenkt man, dass unterschiedliche Modultechnologien für verschiedene klimatische Bedingungen benötigt werden. Dennoch wäre die Standardisierung ein Schritt in Richtung Kostenreduktion. Dieses Thema wurde ausführlich auf der 3. Konferenz "PV Power Plants EU" diskutiert, die durch die Solarpraxis AG veranstaltet wurde. Über 150 Solarexperten wohnten der zweitägigen Photovoltaik-Veranstaltung in Wien bei, die erst kürzlich zu Ende ging.

Der Geschäftsführer des führenden Solarpark-Projektierers Belectric Bernhard Beck brachte das Thema am ersten Konferenztag zur Sprache. Seine fesselnde Argumentation für eine stärkere Standardisierung von Solarmodulen führte zu angeregten Diskussionen. „Es sind hohe Kosten, die eingespart werden können und müssen. Wir alle hier müssen uns zusammensetzen, um dieses Ziel zu erreichen.“, so Beck.

„Wir beobachten gerade, dass wir Solarmodule genauso als Kraftstoff sehen wie Treibstoff in der Automobil-Industrie gesehen wird. Wir kaufen einen bestimmten Kraftstoff und vertrauen darauf, dass er 25 Jahre halten wird, um uns eine bestimmte „Verbrennungsrate“ zu bringen. Wir sehen immer noch mit den Augen der konventionellen Energieindustrie“, fuhr Beck fort. „Aber im Moment, um bei dem Bild vom Treibstoff zu bleiben, haben wir nicht nur Diesel und Benzin. Wir haben vielleicht 10.000 verschiedene Modultypen. Das ist das Problem.“

Beck schloss daraus, dass sich eine Standardisierung der Aufstellung von Solaranlagen nicht lohne, so lange es noch keine Standardisierung auf der „Treibstoff-Ebene“ gäbe. Dies treibe die Kosten in die Höhe.

Nicht alle Redner stimmten Becks Argumentation vollständig zu. Ana Rosa Lagunas vom National Renewable Energy Center CENER in Spanien hielt dagegen, dass unterschiedliche Modultechnologien für unterschiedliche klimatische Bedingungen benötigt werden. „Sicherlich brauchen wir eine Standardisierung, aber wir betreiben Forschung, die nicht standardisiert ist. Die Solarressourcen sind in Nordeuropa, Mitteleuropa, Afrika etc. unterschiedlich. Wir brauchen bis zu einem gewissen Grad eine Standardisierung, aber wir brauchen immer noch unterschiedliche Technologien für unterschiedliche Regionen“, erklärte Lagunas.

Sowohl Lagunas als auch Beck waren sich darin einig, dass die Entwicklung von Ansätzen und Technologien, die dazu beitragen, Solarstrom in das Netz einzuspeisen, absolut notwendig ist. Beck stellte derzeit von Belectric entwickelte Technologien vor, die die Netzspannung von großen Solaranlagen stabilisieren. Dies sei ein wichtiges Element, um Energieversorgungsunternehmen die Ängste hinsichtlich der Einspeisung von Solarstrom in das Netz zu nehmen.  

„Wir sehen eine Bewegung der großen Versorger hin zu Photovoltaik. Noch vor zwei oder drei Jahren argumentierten sie damit, dass Solar zu teuer sei. Sie hätten nicht mal mit uns geredet“, so Beck. „Versorger können nicht auf Offshore-Wind setzen, weil sie den Strom nicht ohne hohe Kosten und einen großen Aufwand in das Netz einspeisen und nach Bayern und Baden-Württemberg transportieren können.“

„Wenn wir also das Problem auf einem dezentralen Weg, z. B. durch Spannungsstabilisierung, lösen können, erhöhen wir den Anteil an übertragbarer Energie in Deutschland. Wir müssen alle – Versorger, Netzbetreiber und Vertreter der erneuerbaren Energien – an einen Tisch bekommen, um dieses Ziel zu erreichen.“, erklärte Beck.

Die Analystin Paula Mints thematisierte in ihrem Vortrag den Bereich Forschung und Entwicklung in Photovoltaik und warf die Frage auf, wie die Branche sich bei schnell fallenden Modulpreisen „selbst erhalten“ kann. Während die Reduktion der Modulpreise, die im Jahr 2011 im Mittel bei 45 Prozent lagen, die Branche revolutionieren und Solarenergie mit konventionellen Energien wettbewerbsfähig machen, sei es unter solchen Bedingungen für Firmen nicht möglich, die Forschungs- und Entwicklungsarbeit fortzusetzen, die unerlässlich sei, so Mints.

Mints erläuterte, dass die Marktmechanismen diesen Effekt unterstützten. „Die Preise werden durch sehr große Lagerbestände und Kapazitäten sowie die Senkung der Löhne niedrig gehalten. Das Gerücht von extrem niedrigen Preisen – das ist eigentlich der Verkauf von Lagerbeständen – und diese werden unten gehalten durch Hersteller, die die Bestände unter den Kosten verkaufen.“ Unter diesen Bedingungen, meinte Mints weiter, werden Hersteller Bankrott gehen und die Arbeit an Forschung und Entwicklung blockiert. „Unternehmen haben nicht das Geld, um Effizienzverbesserungen umzusetzen und wirklich Herstellungskosten zu senken.“

Quelle: Solarpraxis AG

München, 29. März 2012, Begleitend zur weltweit größten Fachmesse der Solarwirtschaft, Intersolar Europe, findet 2012 erneut die Intersolar Europe Conference statt. Vom 11. bis zum 14. Juni 2012 treffen sich zur Konferenz und ihren Side Events 2.500 Teilnehmer und rund 400 Referenten aus aller Welt im ICM, dem Internationalen Congress Center München.

Diskutiert werden die aktuellen Rahmenbedingungen und Entwicklungen der internationalen Märkte, die neuesten Technologien und die Trends – und das in der gesamten Bandbreite der Branche von der Photovoltaik über die PV-Produktionstechnik bis hin zur Solarthermie. Die Highlights der diesjährigen Konferenz behandeln unter anderem die Themenkomplexe „Stabilität der Stromnetze“, „neueste Speichertechnologien“ oder „Photovoltaik-Großkraftwerke“. Im Fokus des B ereichs Solarthermie stehen unter anderem die Themen „Solar Heat for Industrial Processes", „Solar Cooling“ und „Solare Heizkonzepte“.

In diesem Jahr findet die Intersolar Europe Conference vom 11. bis zum 14. Juni 2012 im ICM, dem Internationalen Congress Center München statt und startet damit zwei Tage vor der weltweit größten Fachmesse der Solarwirtschaft, Intersolar Europe. Die Themen und Trends der Messe werden hier von internationalen Fachleuten aus Forschung, Industrie und Verbänden begleitet und vertieft. Über 40 Sessions, Diskussionsrunden und Workshops in den Bereichen Photovoltaik, PV-Produktionstechnik und Solarthermie widmen sich den wichtigen Trends und Themen der Branche. Verschiedene Networking-Veranstaltungen bieten reichliche Möglichkeiten, die internationalen Branchenvertreter kennen zu lernen, sich auszutauschen und bestehende Kontakte zu pflegen.

Wachstumsmärkte, Stromnetze und die Technologien der Zukunft

In vielen Schlüsselmärkten weltweit stellt sich aktuell die Frage, wie Politik und Wirtschaft die Energiewende in Zukunft gestalten werden. Die unterschiedlichen politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen der Märkte stehen daher bereits am ersten Konferenztag im Mittelpunkt: Die Vorträge starten mit einer Doppel-Session zu den europäischen Märkten. Es folgen am zweiten Tag Asien und Nordamerika. Ihren Abschluss findet die Reihe am Mittwoch mit je einer Session zur MENA-Region, zu Indien und den Entwicklungsmärkten in ländlichen Gebieten.

Im Fokus des Konferenzbereichs Photovoltaik stehen die Themen „Grid Integration“ und „Speichertechnologien“. Die Vorträge zu „Speichertechnologien“ am 11. Juni 2012 setzen sich mit elektrischen Kurz- und Mittelfristspeichern wie Blei-, Lithium-, Natrium-Nickelchlorid- und Redox-Fluss-Batterien auseinander. Die Referenten beleuchten die jeweiligen Anwendungsgebiete und erläutern Geschäfts- und Kostenmodelle für den Einkauf und den Betrieb der verschiedenen Speichersysteme. Ein weiteres Thema sind technische Anwendungen zur Langzeitspeicherung von Strom, darunter Wasserstoff- und Power-to-Gas-basierte Verfahren. Dabei wird aus Strom per Elektrolyse Wasserstoff und in einem zweiten Schritt Erdgas hergestellt, das im Gasnetz gespeichert und dann bei Bedarf verbraucht werden kann.

Ein weiteres spannendes Thema der Konferenz betrifft den Trend zu immer größeren PV-Kraftwerken, die zugehörigen Technologien und die spannendsten Märkte. In der Doppelsession „PV Power Plants“ am 12. Juni 2012 informieren internationale Referenten über das Projektmanagement bei Großkraftwerken, die Qualitätskontrolle in der Planung und Ausführung sowie die Finanzierungsmöglichkeiten unter den gegenwärtigen Bedingungen der Finanzmärkte.

Das für die Stromnetze der Zukunft zentrale Thema Netzintegration ist für Mittwoch, den 13. Juni, angesetzt. Die Session „Grid Integration“ informiert über die veränderten Ansprüche an die Stromnetze durch die erneuerbaren Energien, die Auslegung zukünftiger Versorgungsnetze sowie Fragen zum Thema Sicherheit und Standardisierung.

Ein Highlight der Konferenz ist die die CEO Podiumsdiskussion am Dienstagnachmittag, dem 12. Juni 2012. Hier diskutieren hochrangige Vertreter multinationaler PV-Unternehmen gemeinsam mit den Vertretern der Wissenschaft neueste Entwicklungen und Strategien der Branche. Die Teilnehmer auf dem Podium sind Dr. Peng Fang, Chief Executive Officer, JA Solar Holdings Co. Ltd., Shanghai/China, Udo Möhrstedt, Chief Executive Officer, IBC SOLAR AG, Bad Staffelstein, und Shwan Qu, President and Chief Executive Officer, Canadian Solar, Kitchener/Kanada. Moderiert wird die Diskussion von Prof. Dr. Gerhard Willeke, Manager Photovoltaik, Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE), Freiburg.

Das Neueste aus der Photovoltaik-Produktionstechnik

In der Produktionstechnik treibt die Referenten dieses Jahr nicht nur die technische Weiterentwicklung der kristallinen Silizium-PV-Technologie und der Dünnschicht-PV-Technologie um, sondern auch die Frage nach der fachgerechten Entsorgung von Modulen. Dazu findet am Mittwoch, den 13. Juni, die Session „Recyling Management“ statt: Sowohl neue, verpflichtende Regulierungen als auch Finanzierung, Organisation, Transport und Recycling von ausrangierten PV-Altmodulen sollen hier erörtert werden. Sprecher der Europäischen Kommission und der nationalen WEEE-Behörden (Waste Electrical and Eletronic Equipment) werden gemeinsam mit Vertretern aus der PV-Industrie die aktuellen Entwicklungen im Recycling-Management diskutieren.

Bereits am Dienstag, den 12. Juni, findet das 8. PV-Manufacturing Forum statt. Das Forum wird organisiert von der Intersolar Europe in Kooperation mit der Semi PV Group, San Jose/USA, und VDMA-PV, der Plattform Photovoltaik-Produktionsmittel im Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau. Produzenten, Zulieferer, Dienstleister und Wissenschaftler bekommen hier die Möglichkeit, zusammen an der Weiterentwicklung der Produktionsmittel und -prozesse zu arbeiten und die neuesten Trends und Technologien zu diskutieren. In insgesamt sechs Sessions werden die Themen Material, Produktionsausrüstung, Produktneuheiten, Automation, Laser Systeme und optische Inspektion sowie Design behandelt.

Solarthermie: Wärme und Kühlung im großen Maßstab

Am Dienstag, den 12. Juni, startet auch der Themenbereich Solarthermie der Intersolar Europe Conference 2012. Vor allem zwei hoch aktuelle Entwicklungen stehen im Fokus der diesjährigen Veranstaltungen: die Produktion von solarer Wärme in großem Maßstab auf der einen Seite und die Möglichkeiten des solaren Kühlens auf der anderen Seite. Besondere Aufmerksamkeit erhält auch das Thema „Solarthermie versus Heizen mit Strom“. Ein Round Table am Dienstag und zwei weitere Sessions am Donnerstag beschäftigen sich mit dieser aktuellen Entwicklung.

In den Sessions „Solar Heat for Industrial Processes“ und „Large-Scale Solar Thermal Systems” am 13. Juni 2012 stellen die Experten Lösungen dar, wie die Solarthermie für energieintensive Industriezweige nutzbar gemacht und wie mit Solarthermie-Kraftwerken in Zukunft großflächig Wärme für Städte und Regionen bereitgestellt werden kann. Die Session „Solar Cooling“ hingegen zeigt, wie der Zusammenhang von starker Sonneneinstrahlung und dem Bedarf an Kühlung durch verschiedene Solarthermie-Technologien nutzbar gemacht werden kann.

Am 14. Juni 2012, dem letzten Tag der Intersolar Europe Conference 2012, stehen dann auch hier die Solarthermie-Märkte im Mittelpunkt: einen spezieller Fokus liegt dabei auf den Märkten Europa und Australien.

Quelle: Intersolar Europe